Lawinensonden (25 Artikel)

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Was ist eine Lawinensonde?

Eine Lawinensonde besteht aus mehreren Sondensegmenten, die durch eine Spannkordel miteinander verbunden sind und via Schnellspannsystem zügig arretiert und damit einsatzbereit werden. Neben dem LVS-Gerät und der Lawinenschaufel ist diese Sonde für die erfolgreiche Lawinenverschüttetensuche (LVS) absolut notwendig, denn im Ernstfall geht es um Schnelligkeit und Präzision! Soll heißen: Nur durch Sondieren kann die Position des Verschütteten so genau wie möglich bestimmt werden.

Welche Lawinensonde brauche ich?

Im Prinzip leistet jede Lawinensonde für jeden Tourengeher dasselbe: Sie fällt beim Aufstieg nicht ins Gewicht, ist im Notfall schnell einsatzbereit und (mit) entscheidend für eine schnelle Kameradenrettung. Trotzdem werden Einsteiger, gelegentliche Genusstourengeher oder Pistengeher am Feierabend mit einer "einfachen" 260 Zentimeter langen Aluminium-Sonde voll zufrieden sein, weil sie das geringe Mehrgewicht in Anbetracht des Preises nicht stört.

Der ehrgeizig trainierende Wettkampfsportler entscheidet sich für das leichteste Produkt, auch wenn er etwas tiefer in die Tasche greifen muss. Besonders Lange Lawinensonden bieten sich für ambitionierte und erfahrene Alpinisten an, die häufig bei sehr viel Schnee unterwegs sind. Gleiches gilt für professionelle Bergretter und Bergführer.

Wichtiger Tipp: Unabhängig von der verfügbaren Modellauswahl sollte jeder Tourengeher mindestens einen Kurs in Lawinenverschüttetensuche ablegen und von Zeit zu Zeit erneuern. Denn in der Stress-Situation eines Lawinennotfalls ist der richtige Umgang mit der LVS-Ausrüstung lebensrettend!

Konventionelle Sonde oder iProbe?

Noch schneller und effizienter als mit konventionellen Sonden kann sich das Sondieren mit Hilfe der iProbe-Technologie von Pieps gestalten. Die Lawinensonden der iProbe-Serie bieten durch ein integriertes elektronisches System die unterstützte Nahbereichsortung normgerecht sendender LVS-Geräte (ab einer Annäherung von 2 bis 0,5 Metern).

Ein optisches und akustisches Signal gibt während des Sondierens Auskunft über die relative Entfernung zur Signalquelle und meldet auch einen Treffer bei einem Abstand von weniger als 50 Zentimetern. Der für die einwandfreie Funktion angegebene Temperaturbereich von minus 20 Grad Celsius bis plus 45 Grad Celsius dürfte für die meisten Situationen unkritisch sein - vorausgesetzt die Lawinensonde besitzt frische Batterien!

Welche Längen gibt es bei Lawinensonden?

Die Länge der Lawinensonden bewegt sich in der Regel zwischen 220 und 320 Zentimetern. Hier sind in Abstufungen von 20 Zentimetern - in seltenen Fällen auch von 10 - alle Zwischengrößen verfügbar. Besonders häufig und für den durchschnittlichen Skitourengeher sinnvoll ist eine Länge von 240 bis 280 Zentimetern. Hauptsächlich für Profi-Bergretter und Bergführer sind Lawinensonden mit einer Länge von 300 bis 320 Zentimetern geeignet. Hierbei handelt es sich generell um fixe, also nicht verstellbare Längen. Eine Ausnahme bildet die Lightning Carbon 240 Plus Lawinensonde von Salewa, die durch ein zusätzliches Schraubsegment von 240 auf 280 Zentimeter verlängert werden kann.

Das Packmaß (eigentlich die Packlänge) hängt überwiegend von der Segmentlänge ab und fällt je nach Griffsystem unterschiedlich groß aus. Je nach Anzahl der Segmente und der Gesamtlänge finden sich Packlängen zwischen 37,5 und 60 Zentimetern. Ein guter Richtwert für die allermeisten Sonden ist 45 Zentimeter (bei Gesamtlängen von 240 bis 320 Zentimetern).

  • Tipp: Länge und Packmaß vor dem Kauf der Sonde mit deinem Rucksack abgleichen.
  • Empfehlung: Skirucksack mit separatem Sonden/Notfallfach, das erleichtert den Transport und ist im Notfall schnell erreicht.

Lawinensonden aus Carbon oder aus Alu?

Hinsichtlich des Materials besteht das Rohr der Lawinensonden entweder aus Aluminium, Carbon oder einer Kombination aus beidem. Die Verbindungsschnur bzw. das Seil, welches die einzelnen Segmente verbindet, ist aus Polyamid, Kevlar oder einem Drahtseil aus Metall gefertigt.

Zum Gewicht: An leichten Sonden hast du natürlich weniger schwer zu tragen, aber die Stabilität muss für eine einwandfreie Handhabung im Notfall ausreichen. Das Gewicht hängt von der Länge und vom eingesetzten Material ab. Als Richtwerte gelten folgende Beispiele:

  • Aluminium-Sonde: 240 Gramm (Länge: 240 Zentimeter, Durchmesser: 11 Millimeter)
  • Carbon-Sonde: 180 Gramm und weniger (Länge: 240 Zentimeter, Durchmesser: 10 Millimeter)

Durchmesser, Aufbau, Spitze & Tiefenmarkierung

Der Durchmesser des Rohres variiert systematisch mit dem Material, sodass eine zuverlässige Steifigkeit der aufgebauten Sonde gewährleistet ist. Dies ist wichtig für eine stabile, vertikale Sondierungsrichtung. Ist die Sonde zu biegsam, kann sie im festen Schnee nämlich zur Seite ausweichen.

Ein schnelles und sicheres Aufbauen ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Das Prinzip der sogenannten "Wurfsonde" ist daher besonders weit verbreitet. Ein sich mehr oder weniger von selbst arretierender Spannmechanismus, die uneingeschränkte Bedienbarkeit mit Handschuhen, geriffelte oder gummierte Anti-Rutsch Greifflächen oder griffige Ringe sind ebenso von großem Vorteil.

Wichtig für schnelles Arbeiten ist eine einfach abzulesende Tiefenmarkierung. Schriftgröße, Farbkontrast von Segmenten und Markierungen sowie eine deutlich hervorgehobene 1-Meter-Markierung sind dabei die wichtigsten Kriterien.

Die richtige Form und Größe der Spitze ermöglicht dir besonders leichtes Sondieren. Durchgesetzt hat sich eine etwas abgerundete, tropfenförmige Spitze, die am Übergang zum Rohr einen größeren Durchmesser als das erste Segment besitzt. Das sorgt für eine geringe Reibung im leicht vergrößerten Sondenkanal, was sich auch beim Herausziehen positiv bemerkbar macht.

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