Eispickel (65 Artikel)

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Welcher Eispickel für welchen Zweck?

Vor dem Kauf eines Eispickels solltest Du Dir im Klaren sein, wohin die (Berg)Reise gehen soll. Oder besser gesagt: In welche Richtung Du Dich bergsportlich entwickeln willst. Wir haben daher drei Einsatzszenarien entworfen, aus denen Du die Eignung der einzelnen Eispickel ablesen kannst.

1. Ich plane eine klassische Gletschertour

Zu diesem Zweck solltest Du einen Hochtourenpickel mit geradem Schaft wählen. Diese Pickel kommen der klassischen Pickel-Form am nächsten. Sie bieten auf einfachen Gletscherquerungen und Passagen von Firnfeldern ausreichend Unterstützung, Halt und Sicherheit.

Gerätst Du auf Steilpassagen ins Rutschen, kannst Du mit klassischen Hochtourenpickeln optimal den Pickelrettungsgriff anwenden. Auch für die Spaltenbergung eignen sich klassische Hochtourenpickel ausgezeichnet.

Einsatzgebiete für den klassischen Gletscherpickel sind zum Beispiel: Großvenediger, Similaun, Piz Morteratsch.

Wie lang muss ein Gletscher-/Hochtourenpickel sein?

Hochtourenpickel werden bis zu einer Länge von etwa einem Meter angeboten. Als Faustregel für die Längenermittlung gilt:

Halte den Pickel am oberen Schaftende. Jetzt sollte sich der Pickeldorn (die Spitze am unteren Ende des Pickels) knapp über dem Boden, also etwa auf Höhe Deines Knöchels, befinden.

Tipp: Wenn Du zwischen zwei Größen schwankst, wähle tendenziell eher die kürzere Länge.

Beispiele aus dem Bergzeit Sortiment:

  • Black Diamond Raven Pro
  • Petzl Glacier
  • Grivel Monte Bianco
Vorteile von klassischen Eispickeln Nachteile von klassischen Eispickeln
  • ideale Gleichgewichtsstütze und Ersatz/Ergänzung zu Trekkingstöcken
  • ideales Hilfsmittel zum Anlegen eines Fixpunktes (Toter Mann)
  • ideal für die klassische Kopfstütztechnik
  • Stufen hauen ist problemlos möglich
  • verringertes Verletzungsrisiko bei der Handhabung durch entgratete Zähne an der Haue
  • reichen für die Bewältigung kurzer, einfacherer Blankeispassagen aus
  • schmaler Einsatzbereich: Wird es steiler und/oder schwieriger, stoßen Hochtourenpickel durch ihre Geometrie an ihre Grenzen.
  • sperrig

Sonderfall Leichtpickel

Einige Hersteller haben darüber hinaus gewichtsreduzierte Hoch- und Skitourenpickel - sogenannte Leichtpickel - im Programm. Diese eignen sich für Bergsportler, die das Gewicht ihrer Ausrüstung auf ein Minimum reduzieren wollen. Zudem sind sie auch für Skitourengeher geeignet, die einen leichtgewichtigen Eispickel für steilere Firnpassagen oder knifflige Gratabschnitte dabei haben wollen.

Einige Hersteller verzichten bei dieser Art Eispickel sogar auf den Pickeldorn; das angeschrägte Profil reicht für den Einsatz in Firn und Schnee aus. Bei häufigem Einsatz auf Blankeis stoßen diese Pickel im Vergleich zu klassischen Hochtourenpickeln jedoch schneller an ihre Grenze.

Beispiele für Leichtpickel:

  • Black Diamond Raven Axe Ultra (ab 363 Gramm)
  • Grivel Air Tech Racing SA (ca. 406 Gramm)
  • Camp Corsa (je nach Länge ab 205 Gramm; Achtung: eingeschränkter Einsatzbereich, z.B. Skitourenrennen!)

2. Ich plane eine Hochtour mit Steileispassagen

Hier kommt der Kombi- oder auch Hybridpickel mit abgewinkeltem, kürzerem Schaft ins Spiel. Diese Art Eispickel eignet sich für Bergsteiger, die einen Gipfel besteigen möchten, bei dem Eispassagen oberhalb der 30 Grad-Grenze zu meistern sind.

Hybridpickel sind kürzer und handlicher als klassische Hochtourenpickel, der abgewinkelte Schaft sorgt zudem dafür, dass kleine Simse und Vorsprünge besser kletterbar sind und die Hand bei Touren in steilerem Eis keiner Verletzungsgefahr ausgesetzt ist.

Einsatzgebiete für Hybridpickel sind zum Beispiel: Watzespitze, Ortler über Hintergrat, Rochefortgrat.

Wie lang muss ein Kombi- oder Hybridpickel sein?

Kombi- oder Hybridpickel fallen im Allgemeinen kürzer aus als Hochtourenpickel, manche gibt es auch in nur einer einzigen Standardlänge - meist zwischen 50 und 70 Zentimeter.

Beispiele für Hybridpickel bei Bergzeit:

  • Petzl Summit
  • Edelrid Raid
Vorteile von Hybridpickeln Nachteile von Hybridpickeln
  • vielseitiger einsetzbar als ein klassischer Hochtourenpickel
  • mehr Sicherheit und einfachere Handhabung im Steileis
  • ideal für die Schaftzugtechnik
  • kann in Steilpassagen (fast) wie ein Eisgerät eingesetzt werden
  • i.d.R. stabilerer Schaft als bei einem Standardpickel
  • Handhabung verlangt einen versierten Bergsteiger
  • dient nur bedingt als Gehstütze bei Gletscherpassagen

3. Ich plane eine schwierige Steileis- oder Eisklettertour

Für Steileistouren, Wasserfallklettern und Eiswände ist ein Eisgerät ein unersetzbares Hilfsmittel, Eispickel reichen hier nicht mehr aus. Eisgeräte sind die "Werkzeuge" unter den Eispickeln und mehr Kletterutensil als bloßes Hilfsmittel, entsprechend hoch sind auch die Qualitätsanforderungen.

Auf was Du beim Kauf von Eisgeräten achten solltest, erfährst Du in unserer Shop-Kaufberatung zu Eisgeräten.

Exkurs: Die Pickelnormung

Nach offizieller Festlegung wird laut DAV Alpin-Lehrplan 5  unterschieden zwischen:

  • Basiseisgeräten (Typ 1)
  • technischen Eisgeräten (Typ 2)

Ein technisches Eisgerät (Typ 2) dient laut Normdefinition zum Klettern im steilen Eis und Fels, und ist mit einem "T" auf dem Gerät gekennzeichnet. Basiseisgeräte (= Eispickel, Typ 1) sind nach Norm alle übrigen Eisgeräte für den Einsatz in Schnee und Eis.

Die einstige Unterscheidung in T- und B-Norm wurde also überarbeitet. In der folgenden Tabelle sind die Unterschiede in aller Kürze zusammengefasst:

Normanforderungen nach EN 13089 und UIAA 152


Eisgerät bzw. Hauen / Kennzeichnung Typ 2 / T Typ 1 / keine
Schaftfestigkeit (T-Anker Belastung) 2,5 kN 2,5 kN
Festigkeit in Y-Richtung (Schaftzugbelastung) 0,9 kN 0,6 kN
Festigkeit in X-Richtung (Rammpickelbelastung) 4,0 kN 2,5 kN
seitliche Festigkeit flacher Hauen 60 Nm 42 Nm

Alle Angaben gemäß DAV Alpin-Lehrplan 5 "Klettern - Sicherheit und Ausrüstung".

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