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Tourenski Kaufberatung: Über Breite, Länge, Gewicht und Rocker

Wie breit, wie lang und wie schwer soll mein Tourenski sein? Die Vielfalt bei Tourenski ist mittlerweile kaum mehr zu überblicken. Mit unserer Kaufberatung findest Du anhand Deiner Vorlieben das richtige Tourenskimodell.  Weiterlesen

Tourenski  (107 Artikel)

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Neu
Black Crows Navis Freebird 102 Tourenski 17/18
Black Crows Navis Freebird 102 Tourenski 17/18
699,00 €
  • 179cm
  • 185cm
Auf Lager, Lieferzeit 1-3 Tage

Leichter, breiter Tourenski, der sich auch hervorragend für tiefe Powderhänge eignet

Neu
Black Crows Camox Freebird 97 Tourenski 17/18
Black Crows Camox Freebird 97 Tourenski 17/18
669,00 €
  • 171cm
  • 178cm
  • 183cm
Auf Lager, Lieferzeit 1-3 Tage

Genialer Freeride-Touringski, mit hervorragendem Gewicht und perfekten Abfahrtseigenschaften

Neu
Black Crows Orb Freebird 91 Tourenski 17/18
Black Crows Orb Freebird 91 Tourenski 17/18
599,00 €
  • 172cm
Auf Lager, Lieferzeit 1-3 Tage

Touringski mit einer tollen Manövrierbarkeit für kraftvolle Schwünge am Berg

Neu
Black Crows Ova Freebird 85 Tourenski 17/18
Black Crows Ova Freebird 85 Tourenski 17/18
549,00 €
  • 162cm
  • 170cm
  • 175cm
  • 180cm
Auf Lager, Lieferzeit 1-3 Tage

Leichter Touringski mit großer Drehfreudigkeit für unbeschwerte Schwünge im Schnee

11%
BLIZZARD Zero G 95 Tourenski 17/18
BLIZZARD Zero G 95 Tourenski 17/18
579,00 € statt 649,95 €
  • 164cm
Auf Lager, Lieferzeit 1-3 Tage

Leichter Freetouringski mit ausgewogenen Aufstiegs- und Abfahrtseigenschaften

Neu
Völkl BMT 90 Tourenski 17/18
Völkl BMT 90 Tourenski 17/18
999,00 €
  • 170cm
  • 177cm
  • 184cm
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Ausgefeilter Freetouringski mit grandioser Abfahrtsperformance für höchste Ansprüche

Neu
Völkl Kinder Revolt Ski + vMotion 17/18
Völkl Kinder Revolt Ski + vMotion 17/18
279,95 €
  • 128cm
  • 138cm
  • 148cm
Auf Lager, Lieferzeit 1-3 Tage

Das Multitalent unter den Kinderski Sets: enthält einen extrem variablen Ski mit Twintip und Bindung

Neu
K2 Wayback 82 ECOre Tourenski 17/18
K2 Wayback 82 ECOre Tourenski 17/18
529,00 €
  • 160cm
  • 167cm
  • 174cm
  • 181cm
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Effizienter und präziser Tourenski mit umweltfreundlichem Balsa Holzkern

Neu
K2 Damen Talkback 96 Tourenski 17/18
K2 Damen Talkback 96 Tourenski 17/18
599,00 €
  • 163cm
  • 170cm
Auf Lager, Lieferzeit 1-3 Tage

Vielseitiger, leichter Damen Tourenski mit großartigem Auftrieb und Kurvenverhalten

Neu
K2 Damen Talkback 88 Tourenski 17/18
K2 Damen Talkback 88 Tourenski 17/18
529,95 €
  • 153cm
  • 160cm
  • 167cm
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Äußerst leichter, aufstiegsfreudiger Damen Tourenski mit umweltfreundlichem Kern

Neu
Scott Herren Superguide 88 Tourenski 17/18
Scott Herren Superguide 88 Tourenski 17/18
499,00 € statt 549,95 €
  • 168cm
  • 178cm
  • 184cm
Auf Lager, Lieferzeit 1-3 Tage

Hochwertiger Tourenski der sowohl beim Aufstieg, als auch bei der Abfahrt Spaß macht

Neu
Scott Damen Superguide 88 Tourenski 17/18
Scott Damen Superguide 88 Tourenski 17/18
499,00 € statt 549,95 €
  • 154cm
  • 160cm
  • 168cm
Auf Lager, Lieferzeit 1-3 Tage

Superleichter Damen Allround-Touringski mit bemerkenswerten Fahreigenschaften

10%
Scott Superguide 95 Tourenski 17/18
Scott Superguide 95 Tourenski 17/18
539,00 € statt 599,95 €
  • 168cm
  • 178cm
  • 184cm
Auf Lager, Lieferzeit 1-3 Tage

Fortschrittlicher, innovativer Freeride Touringski für Höchstleistungen auf Skitouren

Neu
Völkl Kinder RTM Ski + vMotion 17/18
Völkl Kinder RTM Ski + vMotion 17/18
ab 149,95 €
  • 80cm
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Hervorragendes Einsteiger Kinderski Ser, bestehend aus Ski und Bindung

Neu
Völkl Kinder Mini Revolt Ski + vMotin 17/18
Völkl Kinder Mini Revolt Ski + vMotin 17/18
209,95 €
  • 88cm
  • 98cm
Auf Lager, Lieferzeit 1-3 Tage

Set aus Kinder Freeride Ski und Bindung

Neu
Völkl BMT 109 Tourenski 17/18
Völkl BMT 109 Tourenski 17/18
999,00 €
  • 166cm
  • 176cm
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Starker Touringski mit hervorragenden Abfahrtseigenschaften im Powder

Neu
Völkl VTA 88 Tourenski 17/18
Völkl VTA 88 Tourenski 17/18
599,00 €
  • 160cm
  • 170cm
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Auf Lager, Lieferzeit 1-3 Tage

Superleichter Tourenski mit hervorragender Abfahrtsperformance

Neu
Völkl Kinder Chica Ski + vMotion 17/18
Völkl Kinder Chica Ski + vMotion 17/18
ab 149,95 €
  • 80cm
  • 90cm
  • 100cm
  • 110cm
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Schönes Einsteiger Mädchenski Set mit Ski und Bindung in sanften Farben

Neu
Völkl VTA 84 Tourenski 17/18
Völkl VTA 84 Tourenski 17/18
549,00 €
  • 162cm
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Leichtgewichtiger Tourenski mit bester Leistung bei schnellen Pistentouren und hartem Untergrund

Neu
Völkl VTA 80 Tourenski 17/18
Völkl VTA 80 Tourenski 17/18
399,00 €
  • 150cm
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Leichter, spritziger Ski, der immer Spaß macht

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Tourenski Kaufberatung: Über Breite, Länge, Gewicht und Rocker

Skitourengehen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wahren Trend gemausert. Das Angebot an tauglichem Material nimmt dadurch stetig zu. Gerade im Bereich der Tourenski ist die Auswahl mittlerweile riesig, jeder Skitourengeher sollte einen passenden Ski für sich finden. Aber, das vielfältige Sortiment kann auch überfordern. Unsere Kaufberatung Tourenski klärt zunächst die wichtigsten Fachbegriffe, um Unterschiede zwischen den Modellen zu erkennen. Über das geplante Einsatzgebiet findet Ihr im zweiten Schritt die passende Ski-Kategorie bzw. die richtige Breiten-Klasse. Für die Punktortung Eurer neuen Tourenski haben wir abschließend Längenempfehlungen zusammengefasst.

Zum Tourenski in drei Schritten:

  1. Grundlagen und Überblick verschaffen
  2. Ski-Kategorie bestimmen (Breite)
  3. Die richtige Ski-Länge auswählen

Schritt 1: Tourenski Grundlagen

Vom federleichten Rennpommes zur dicken Powderwaffe: Tourenski gibt's in den vielfältigsten Varianten. Die richtige Breite bestimmt der Einsatzzweck, die optimale Länge variiert je nach Ski-Klasse.
Vom federleichten Rennpommes zur dicken Powderwaffe: Tourenski gibt's in den vielfältigsten Varianten. Die richtige Breite bestimmt der Einsatzzweck, die optimale Länge variiert je nach Ski-Klasse.

Tip-Rocker, Holzkern, 15er-Radius?! Ohne Fachjargon kommt leider kaum eine Sportart aus. Die wichtigsten Begriffe und Basics für die Auswahl eines (Touren)ski haben wir hier kurz zusammengefasst.

Taillierung und Radius

Die Taillierung gibt Auskunft über die Form des Skis: Seit der Carving-Revolution sind auch Tourenski an der Schaufel am breitesten, in der Mitte am schmalsten und am Skiende meist geringfügig schmaler als an der Schaufel. Daraus ergibt sich der Radius. Das Maß entspricht dem Radius jenes (gedachten) Kreises, an den sich die Taillierung des Skis anlegen lässt.

Ein kleinerer Radius bedeutet, dass beim Carven auf der Kante kleinere Kurven leichter fallen. Bei Tourenski ist das zugegebenermaßen weniger interessant, doch auch abseits der Pisten gilt: Ein Ski mit kleinerem Radius ist einfacher zu drehen, fühlt sich aber auch nervöser an. Gerade in ungünstigem Schnee wie Bruchharsch führt ein kleiner Radius auch zu etwas hakeligem Fahrverhalten. Tourenski haben daher meist einen mittelgroßen Radius, je nach Länge zwischen 15 und 20 Meter.

Vorspannung und Rocker

Liegt ein Ski flach auf dem Boden, berührt der Belag den Untergrund an nur zwei Punkten. Diese Kontaktpunkte befinden sich bei klassischen Ski recht nahe an der Schaufel bzw. dem Skiende. Im mittleren Bereich, unterhalb der Skibindung, bedingt die Vorspannung einige Millimeter Luft. Ist ein Kontaktpunkt deutlich in Richtung Skimitte versetzt, spricht man von einem Rocker. So ist die Schaufel eines Skis gerockert, wenn der Kontaktpunkt 20 Zentimeter in Richtung Skimitte versetzt ist.

Ein Rocker bringt vor allem mehr Auftrieb in weichem Schnee, hat aber auch Vorteile bei der Steuerung. Der Ski lässt sich durch die verkürzte effektive Kantenlänge gerade bei langsamerer Fahrweise leichter andrehen und auch bei schwierigen Bedingungen einfacher fahren. Angesichts dieser Vorteile verwundert es nicht, dass heutzutage fast jeder Ski einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Rocker im Schaufelbereich hat. Einziger Nachteil: in harten (pistigen) Verhältnissen fährt sich der Ski kürzer, je stärker der Rocker ausgeprägt ist. Eine Schaufel mit starkem Rocker kommt zudem auch etwas leichter ins Flattern.

Full Rocker, Tip&Tail Rocker oder Tip Rocker? Alle Formen habe ihre Vor- und Nachteile. | Foto: Völkl
Full Rocker, Tip&Tail Rocker oder Tip Rocker? Alle Formen habe ihre Vor- und Nachteile. | Foto: Völkl
  • Full Camber: kassisch gebogene Ski mit Auflagepunkten an beiden Skienden, keine Aufbiegung. Hoher Druck an der Schaufel, laufruhig. Ski folgt gern dem durch die Taillierung vorgegebenen Radius.
  • Tip-Rocker: Ski vorne aufgebogen. Die variable Kantenlänge an der Schaufel erleichtert das Drehen, die verbleibende Vorspannung in Skimitte und hinten gibt Führung.
  • Tip- und Tail-Rocker: Vorn und hinten aufgebogen. Durch die variable Kantenlänge besonders wendig, agil und stabil.
  • Full-Rocker: Ski sind über die gesamte Länge aufgebogen, Auflagepunkte sind nahe an der Bindung. Dadurch entsteht eine sehr kurze Kantenlänge, die große Skibreiten fahrbar macht.

Aufbau und Fahreigenschaften

Beim Aufbau von Tourenski ist allgemein Gewichtsparen angesagt. Bei Kanten, Belag und Topsheet sind meist nur wenige Gramm zu holen, weswegen es schnell ans eingemachte geht: den Skikern. Dieser wird bei Tourenski häufig aus sehr leichtem Holz (z.B. Paulownia oder Balsa), aus Kunststoff-Schaum oder einer Kunststoff-Waben-Konstruktionen hergestellt. Im Ober- und Untergurt verwenden die Hersteller besonders leichtes Fiberglas und Karbon anstelle von Fiberglas und Metall. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Fahreigenschaften, die allerdings schwer zu generalisieren sind. Unterschiede zu Alpin- und Freerideski sind gerade bei weniger auf Gewicht getrimmten Skimodellen fast nicht mehr spürbar - aber eben nur fast ...

Durch den leichten Aufbau sind Tourenski weniger aggressiv zu fahren, was man gerade im harten Schnee oder auf Skipisten bemerkt. Die Kraftübertragung und auch der Kantengriff sind etwas weniger direkt. Außerdem werden Schläge etwas weniger gedämpft und das Speedlimit liegt meist unter dem vergleichbarer Alpin- oder Freerideski. In der Regel erkauft man sich mit einem höheren Skigewicht auch bessere Fahreigenschaften. Aber, es gibt auch leichte Modelle, die - meist aufgrund einer aufwändigen Karbon-Konstruktion - eine Ausnahme darstellen. Leider sind genau diese Tourenski, wie zum Beispiel die Movement X-Series oder die Völkl V-Werks BMT Serie eine Ecke teurer als andere Modelle.

Schritt 2: Ski-Kategorie finden und Breite einschränken

Aufstiegs- und fitnessorientierte Skitourengeher: Ski für Speed-Touring

Tourenski fürs Speedtouring sind in der Regel schmal und extrem leicht. | Foto: Dynafit
Tourenski fürs Speedtouring sind in der Regel schmal und extrem leicht. | Foto: Dynafit

Bewältigst Du gerne lange und auch sehr lange, oft auch technisch schwierige Aufstiege? Bist Du häufig auf mehrtägigen Skidurchquerungen unterwegs? Gehst Du viele Skitouren zu Trainingszwecken, unter anderem auch auf Skipisten? Nimmst Du sogar an Skitouren-Wettkämpfen teil? Dann ist ein Ski aus der Speed-Touring-Kategorie für Dich interessant. Diese Tourenski sind für heutige Verhältnisse mit unter 80 Millimeter in Skimitte zwar relativ schmal, dafür aber auch wirklich leicht. "Richtig leicht" heißt unter zwei Kilogramm, häufig bringt ein Paar sogar weniger als 1.600 Gramm auf die Waage. Der Fischer Alpattack wiegt bei 161 Zentimeter Länge sogar nur 1.200 Gramm (pro Paar), also etwa die Hälfte eines "normalen" Tourenskis.

Für einen schnellen und sicheren Aufstieg ist bei Speed-Touring-Ski nicht nur das geringe Gewicht von Vorteil. Auch die schmale Bauweise ermöglicht einen hohen Druck auf die Kante und damit präzises Gehen. Moderne Speed-Touring Ski funktionieren auch bei der Abfahrt erstaunlich gut, können aber natürlich nicht ganz mit schwereren und breiteren Modellen mithalten. Gerade in frischem Pulverschnee ist der Auftrieb konstruktionsbedingt gering. Bei schwierigen Schneebedingungen wie Bruchharsch ist eine gute Abfahrtstechnik gefragt. Dann können die Ski dem Fahrer einiges abverlangen. Trotzdem sind schmale Tourenski nicht ausschließlich für Skitourenrennen und fürs Training interessant. Auch für abgelegene Gipfel oder Expeditionen, bei denen es auf jedes Gramm ankommt und das Skifahren nur Mittel zum Zweck ist, sind sie gut geeignet.

Klassische Skitourengeher: Ski für Allround-Touring

Einer für alles: Allround-Tourenski sind für viele Einsatzmöglichkeiten bereit ... | Foto: Salewa/Hansi Heckmair
Einer für alles: Allround-Tourenski sind für viele Einsatzmöglichkeiten bereit ... | Foto: Salewa/Hansi Heckmair

Du gehst Skitouren aufgrund des Ski- und Gipfelerlebnisses und willst die Abfahrt im freien Skiraum genießen? Du lässt Dich nicht von widrigen Schneeverhältnissen abschrecken und gehst durchaus mal längere Touren? Du willst einen Ski für alle Bedingungen und nicht jeden Tag neu überlegen, welcher Ski heute zum Einsatz kommt? Dann die Kategorie Allround-Touring für Dich perfekt. Die Alleskönner-Tourenski sind in der Mitte 80 bis 90 Millimeter breit und haben meist einen mäßig ausgeprägten Tip-Rocker. Dadurch fahren sie sich in tiefem Powder ebenso solide und verhältnismäßig einfach, wie auf zischendem Frühlingsfirn oder in üblem Bruchharsch (ok, einfach ist da relativ). Auch beim Aufstieg fallen sie nicht zu sehr ins Gewicht.

Allround-Touringski machen von der typischen Tagesskitour über das Pisteln im Skigebiet mit der Familie bis hin zur Haute Route alles mit. Es ist also nicht verwunderlich, dass es sich hier um die meistverkaufte Ski-Klasse auf dem Tourenski-Markt handelt. Praktisch jeder Hersteller ist in diesem Segment mit mindestens einem Modell vertreten. Typische Vertreter sind - um nur einige zu nennen - Fischer Transalp 88, Dynastar Cham 2.0 87, K2 Wayback, Movement Vertex oder Völkl Inuk.

Abfahrtsorientierte Freerider: Ski für Freeride Touring

"Sind das an Deinen Füßen Ski oder sind das zwei Snowboards ?" - Freerideski schwärmen vor allem für POW! | Foto: Völkl/Adam Clark
"Sind das an Deinen Füßen Ski oder sind das zwei Snowboards?" - Freerideski schwärmen vor allem für POW! | Foto: Völkl/Adam Clark

Dir ist vor allem die Abfahrt wichtig, am besten in möglichst unverspurtem, tiefem Pulverschnee? Du gehst Skitouren häufig aus dem Skigebiet heraus und wenn es dem Abfahrtsspaß dient, trägst Du auch bei längeren Aufstiegen gerne mehr Gewicht am Fuß? Dann bist du in bei den Freeride-Touring-Ski zuhause. Bei den dicken Tourenski handelt es sich noch immer um leichte Ski, die mit einem Gewicht von bis zu vier Kilo pro Paar noch relativ gut bergauf bewegt werden können. Im Aufstieg merkt man das natürlich, aber man kann - die entsprechende Fitness vorausgesetzt - auch mit einem Freeride-Touring-Ski lange Skitouren oder Skidurchquerungen bewältigen.

Neben einer merklich höheren Breite (größer als 90 Millimeter in der Mitte) weisen sie häufig auch einen ausgeprägteren Rocker auf. Man merkt sofort, dass Freeride-Tourenski weichen, tiefen Powder mögen. Das bedeutet aber nicht, dass sie in anderen Schneearten fehl am Platz sind. Auch in Bruchharsch oder Frühjahrssulz fahren sich breite Ski hervorragend - und das nicht nur von Experten. Auch Einsteiger tun sich mit einem Freeride-Touring-Ski im Powder oft leichter und haben so mehr Spaß. Abstriche muss man, im Vergleich zu den "richtigen" Freerideski, meist auf der Piste, im zerfahrenen Gelände oder bei wirklich harten Verhältnisse machen. Dort macht sich der leichtere und oft etwas weichere Aufbau der breiten Freeride-Tourer negativ bemerkbar.

Die Tourenski in der Kategorie Freeride-Touring sind recht vielfältig. Die Palette reicht von noch recht allroundigen Modellen mit unter 100 Millimeter in der Mitte, wie etwa dem Movement Shift, Fischer Hannibal 94 oder Atomic Backland 95 bis zu deutlich breiteren Powderspezialisten wie dem Scott Cascade 110 oder dem Völkl Nunataq.

Schritt 3: Die richtige Skilänge

Längenempfehlung für Tourenski: Dem Einsatzzweck entsprechend werden Speed-Touring Ski recht kurz gefahren, meist deutlich unter der Körpergröße des Tourengehers. Allround-Touring Ski wählt man in der Regel etwas länger, jedoch ebenfalls unter Körpergröße. Zu beachten ist, dass sich ein Ski mit ausgeprägtem Rocker beim Abfahren verhältnismäßig kurz anfühlt und daher auch etwas länger gefahren werden kann. Dies gilt natürlich umso mehr für Skimodelle aus der Kategorie Freeride-Touring. Je nach Geschmack und Spitzkehrentechnik können sie durchaus auch in Körpergröße gefahren werden, um den Auftrieb in tiefem Pulverschnee zu steigern und etwas mehr Stabilität bei High-Speed-Turns zu erreichen.

Tourenski-Set: Das gesamte Ausrüstungspaket muss stimmen

Abschließend sei noch erwähnt, dass natürlich auch Tourenskischuh und Bindung zur ausgewählten Ski-Kategorie passen sollten. Es ist zwar nicht unmöglich mit einem ultraleichten Vollcarbon-Skitourenschuh einen Freeride-Touring-Ski zu fahren, der Sinn lässt sich aber anzweifeln. Ebensowenig wird eine schwere Rahmenbindung auf einen Speed-Touring-Ski Freude bereiten.

Alle Tourenski bei Bergzeit

Mehr Infos und Auswahlkriterien findet Ihr in unseren Kaufberatungen:

Nicht zuletzt: Auch Felle und Harscheisen gehören zur jeder Skitourenausrüstung und müssen natürlich in ihrer Form und Breite zum Ski passen. Deshalb wird beim Umstieg auf einen neuen Tourenski oft auch neues Zubehör notwendig.

Mehr zum Thema Skitourengehen im Bergzeit Magazin

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