Harscheisen (8 Artikel)

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Kurzer Einstieg: Wozu Harscheisen?

Je nach Saison und Routenwahl können Dir Harscheisen dabei helfen, schwierige Situationen etwas zu entschärfen. Ist der Schnee so hart gefroren/harschig, dass Du mit Skifellen allein im Aufstieg keinen Halt mehr findest, so helfen Dir Harscheisen.

Sie werden (je nach Hersteller etwas unterschiedlich) an der Bindung montiert. Bei jedem Tritt pressen sich nun die Zacken aus Metall in den Schnee. Dadurch hast Du sowohl zur Seite als vor allem auch nach hinten mehr Halt und rutschst nicht so leicht. Dafür hast Du beim Gehen aber auch etwas mehr Reibung bzw. einen stapfenden Gang.

Welche Harscheisen-Größe ist die richtige?

Für alle gängigen Hersteller gilt dasselbe: Es gibt für unterschiedliche Skibreiten unterschiedliche Harscheisen-Größen. Im Idealfall ist das Harscheisen nur wenig breiter als der Ski. Ein zu enges Harscheisen lässt sich erst gar nicht auf den Ski montieren, ein zu breites macht das Handling etwas schwieriger.

Vorteile & Nachteile gängiger Hersteller

So viele unterschiedliche Modelle an Skitourenbindungen es gibt, so unterschiedlich sind auch die Modelle der dazugehörigen Harscheisen. Teils sind diese miteinander kompatibel, teils ist nur das Original-Harscheisen möglich. Im Zweifel solltest Du die Montage vor der Tour einmal testen.

Mit am häufigsten sieht man die Pin-Bindungen von Dynafit. Die passenden Harscheisen lassen sich über einen kleinen Steg von der Seite einschieben und sind sehr leicht. Das Handling ist einfach, der Biss der Harscheisen sehr gut. Es gibt die Modelle in unterschiedlichen Breiten (jeweils in anderer Farbe) und auch in einer Speed Version (etwas leichter). Die Dynafit Harscheisen sind mit anderen Bindungen teils kompatibel (z.B. ATK Bindungen).

  • Vorteil: mit vielen anderen Bindungstypen kompatibel, leicht, zuverlässig, einfaches Handling
  • Nachteil: mit höchster Steighilfe teils nicht mehr griffig

Fritschi war früher v.a. für die Rahmenbindungen bekannt, hat seit einigen Jahren aber auch Pin-Bindungen im Angebot. Für beides gibt es spezielle Harscheisen-Modelle. Besonderer Vorteil bei den Rahmenbindungen: Die Harscheisen lassen sich vormontieren und umklappen, stören dann beim Gehen nicht. Kommst Du an eine harschige Stelle, klappst Du die Harscheisen um und sie greifen.

  • Vorteil: Umklappfunktion bei Rahmenbindungen, gute Funktion auch bei aktivierter Steighilfe
  • Nachteil: keine Kompatibilität mit anderen Bindungsmodellen

Seit einigen Jahren kommen auch immer mehr G3-Bindungen auf den europäischen Markt. Prinzipiell sind für die Bindungen die eigenen Harscheisen nötig, diese können jedoch mit einem Adapter auch mit anderen Bindungen kompatibel gemacht werden.

  • Vorteil: mit Adapter mit fast jeder Bindung kompatibel, guter Griff, Handling super
  • Nachteil: Adapter nötig

ATK ist nicht unbedingt eine der häufigsten Bindungstypen und hat eine kleine Sonderstellung. Teilweise sind die auf den Rennsport optimierten Bindungen gar nicht Harscheisen-fähig und müssen mit einem Adapter hierfür vorbereitet werden. Ansonsten sind die Bindungen für die meisten Modelle mit den Dynafit Harscheisen kompatibel.

  • Vorteil: teils mit Dynafit kompatibel, einfaches Handling
  • Nachteil: teils Adapter nötig

Abschließender Tipp

Ich würde unbedingt vor dem Einsatz am Berg ein paar Probemontagen machen. Bei mir waren zum Beispiel die ersten paar Montageversuche recht hakelig und erst nach einigen Versuchen ließ sich das Harscheisen problemlos von der Seite einschieben.

Zu den Harscheisen bei Bergzeit


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