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Mehr Bike oder mehr Hike?

Packliste Bike and Hike

5 Minuten Lesezeit
Für eine Bike and Hike-Tour braucht man bei der Ausrüstungswahl ein sorgfältiges Händchen. Bergzeit Autor Basti Fiedler hat sich Gedanken gemacht, welche Ausrüstungsteile bei Deiner nächsten Tour auf keinen Fall fehlen sollten.

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Verpflegung für unterwegs

Gesundheit & Erste Hilfe

Weiteres optionales Zubehör für den Rucksack

Anmerkung: Wie bei allen Packlisten gilt, dass diese Liste sehr ausführlich ist und man den Rucksack entsprechend den eigenen Bedürfnissen packen – also auf das Wesentliche reduzieren – sollte!

Tipps zur Vorbereitung für Deine Bike and Hike-Tour

Der Sommer klopft an die Tür – und die Motivation für Bergtouren steigt in ungeahnte Höhen. Oft führt der Zustieg zu einem Ausgangspunkt für eine Bergtour über Fahr- und Ziehwege sowie durch lange Täler. Nicht wenige Bergfexe würden spätestens jetzt gerne von Schusters Rappen auf ein Mountainbike umsatteln…

Denn um die Touren etwas zu verkürzen, kann ein Fahrrad überaus nützlich sein. Das gleiche gilt für sehr lange Touren, die im hintersten Teil eines Tals beginnen: Auch hier kann das Fahrrad den langen Talhatscher (vor allem auf dem Rückweg) deutlich angenehmer machen. Zuletzt können diejenigen, die ihre Touren umweltschonend gestalten wollen, die Anfahrt aus eigener Muskelkraft bestreiten.

Mehr Bike? Oder mehr Hike?

Zuerst geht es mit dem Mountainbike hinauf, anschließend wird sich zu Fuß ausgetobt
Zuerst geht es mit dem Mountainbike hinauf, anschließend wird sich zu Fuß ausgetobt | Foto: Bergzeit

Die obige Packliste klingt erstmal nach sehr viel Ausrüstung. Und man darf guten Gewissens auch vieles davon zu Hause lassen – je nachdem, wo der Schwerpunkt der Aktivität gesetzt wird.

Denn Bike and Hike kann vieles bedeuten: Von langen MTB-/Radtouren mit kurzem Abstecher auf den Gipfel bis hin zu kurzen Radstrecken in ein Seitental, an die eine lange Wanderung anschließt. Je nachdem liegt auch der Schwerpunkt der Ausrüstung mehr auf der Bike-Ausrüstung oder mehr auf der Wanderausrüstung.

Prinzipiell ist immer ein Kompromiss notwendig. Sei es beim Rucksack, bei den Schuhen (s.u.) oder bei den restlichen Kleidungsstücken wie z.B. der Hose. Habe ich nur 20 Minuten Radstrecke und danach acht Stunden Wanderung, werde ich vermutlich auf eine Radhose mit Sitzkissen verzichten, da mich diese beim Wandern stören würde. Fahre ich jedoch 50 Kilometer mit dem Rad und gehe dann nur 100 Höhenmeter das letzte Stück auf den Gipfel, werde ich dabei sicherlich nicht auf eine funktionale Radhose verzichten wollen.

Die Frage nach den richtigen Schuhen…

Auch hier ist oftmals ein Kompromiss notwendig. Denn diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Prinzipiell hat man mehrere Möglichkeiten:

  • Möglichkeit A: Mit Wanderschuhen fahren. Erstmal kein Problem, so lange die Streckenlänge überschaubar ist und man auf dem Fahrrad/Mountainbike keine reinen Klickpedale montiert hat. Ich habe beispielsweise für mein Mountainbike sog. Wendepedale, die auf der einen Seite Klickpedale sind und auf der anderen normale Pedale. Gerade für kürzere Strecken ist das die entspannteste Lösung, da man kein zweites Paar Schuhe tragen muss.
  • Möglichkeit B: Mit Radschuhen fahren und diese am Ende entweder an das Fahrrad anschließen oder mittragen. Ist gerade bei längeren Radstrecken sinnvoll, da es einfach entspannter ist, mit Klickpedalen zu fahren (zumindest, wenn man es gewöhnt ist). Hat aber den Nachteil, dass man seine Schuhe mehr oder weniger ungesichert zurücklassen oder sie auf der Bergtour mittragen muss – zudem müssen noch ein paar Wander- oder Bergschuhe zum Wechseln in den Rucksack.
  • Möglichkeit C: Mit Radschuhen auf Wanderung gehen. Je nachdem wie groß der Anteil der Radstrecke im Verhältnis zur Wanderstrecke ist, ist auch das eine Möglichkeit. Wenn ich mit dem Fahrrad bis knapp unter den Gipfel komme und z.B. Mountainbike-Schuhe mit guter Profilsohle habe, kann ich auch problemlos das letzte Stück mit diesen bewältigen. Je nach Modell geht das besser oder schlechter, manche MTB-Schuhe sind so bequem, dass auch längere Strecken problemlos bewältigt werden können.

Fahrrad abschließen nicht vergessen!

Auch wenn man sich in den Bergen befindet und eigentlich an das Gute im Menschen glaubt – selbst im letzten Tal ist das Fahrrad nicht unbedingt sicher. Daher würde ich es immer irgendwo anschließen, so lange ich auf Tour unterwegs bin.

Fazit zur Packliste Bike and Hike

So vielfältig die unterschiedlichen Bergsport-Spielarten sind, so unterschiedlich wird der Rucksack gepackt. Das gilt auch für „Bike and Hike“. Je nachdem wo ich meinen Schwerpunkt setze, kann der Rucksack aussehen wie ein Wanderrucksack und das Fahrrad ist nur Mittel zum Zweck oder ich bin als reinrassiger Mountainbiker unterwegs und mache nur einen kurzen Gipfelabstecher. Eine Packliste für alle Fälle zu schreiben ist daher schier unmöglich. Ich hoffe, die obige Liste hilft zumindest den Kopf und den Rucksack zu sortieren.

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