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Verpackungen bei Bergzeit

Von Karton bis Polybag

Wir bringen jedes Jahr ~460 Tonnen Verpackungen in den Umlauf. Im Onlinehandel sind Pakete Teil unseres Geschäftsmodells.

1,5 Mio. Pakete im Jahr mit rund 2,5 Artikeln pro Paket - auch wir sind uns dieses Problems als Online-Händler bewusst. Doch sind Verpackungen für den Schutz unserer Produkte und die logistische Umsetzbarkeit des schnellen Versands unabdingbar. Wir fühlen uns als Bergsportlerinnen und Bergsportler verantwortlich für die Natur und wollen aufgrund der enormen Umweltbelastung und der immer häufigeren Nachfrage unserer Kundinnen und Kunden unsere Verpackungen so umweltfreundlich wie möglich gestalten.
Deshalb, haben wir uns intensiv mit den Materialien und Verpackungsmöglichkeiten auseinandergesetzt, um die aus unserer Sicht aktuell ressourcenschonendste und umweltfreundlichste Variante zu finden.
Doch was heißt „umweltfreundlich“ und was bedeutet das für unser Verpackungsmaterial? Das ist eine recht komplexe Frage, die auch unter Expertinnen und Experten noch zu vielen Diskussionen führt. Viele Aspekte fließen in das Thema mit ein: von den verwendeten Ressourcen über den Energieeinsatz bei der Herstellung bis zur letztendlichen Verwertung am Lebensende der Verpackung. Natürlich wäre die Verpackung, auf die einfach verzichtet wird, die wohl beste Alternative. Da wir allerdings die Produkte sauber, unbeschädigt und möglichst schnell zu unseren Kundinnen und Kunden bringen wollen, können wir nicht vollkommen auf Verpackungen verzichten.

Kartonagen

Kartonagen: Je nach Kartonagentyp haben wir mind. 70% Rezyklatanteil, d.h. der Karton wird aus Altpapier hergestellt. Das spart im Vergleich zu Neufaserpapier bis zu 15% CO2e
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/papier-druckerzeugnisse#vorteile-von-recyclingpapieren).
Außerdem setzen wir für bis zu 25% unserer Pakete auf sog. Automatikkartons, d.h. die Höhe wird im Prozess reduziert und wir verschicken weniger Luft. In Deutschland (AT/CH) funktioniert unser Altpapierverwertungssystem sehr gut und es werden Kreisläufe geschlossen, daher schätzen wir Papier als den sinnvollsten, kreislauffähigen Rohstoff, den wir gerade nutzen können. Wir versuchen den Materialeinsatz zu verringern, indem wir bspw. die Wellpappqualität unserer Kartons gemeinsam mit unserer Logistik und unserem Qualitätsmanagement optimiert haben, sodass möglichst wenig Gramm Wellpappe pro Karton genutzt werden - das ist mg-Arbeit, aber bei 1,5 Millionen Paketen im Jahr kommt eine Menge zusammen. Vom Aufreißfaden bis hin zum Klebeband, versuchen wir alle Packhilfsmittel weitestgehend auf eine papierbasierte Alternative umzustellen.

Kartonagen Papierfüllmaterial
Papierfüllmaterial: Wenn deine Sendung doch mal ein kleines Polster braucht, z.B. bei Ski, dann mit minimalem Einsatz von Füllmaterial, welches auch aus Recyclingpapier besteht (~10Tonnen/Jahr = 0,006kg/Paket).
Kartonagen Versandtaschen
Versandtaschen: 32% der Sendungen verlassen in Papierversandtaschen statt Kartons unser Lager. Die Bergzeit Papiertaschen sind FSC-Recycling zertifiziert, das bedeutet, dass auch die Versandtaschen aus Recyclingmaterialien, wie Altpapier oder Verschnittresten, bestehen. Das verringert den Druck auf unsere Wälder, der durch Abholzung entstehen würde. Zudem hat die deutschlandweite hohe Altpapierquote von rund 75% Vorbildfunktion gegenüber dem Recycling anderer Rohstoffe: d.h. die Aufbereitung von Papier funktioniert verhältnismäßig gut und es findet so seinen Weg zurück in unseren Alltag.
Kartonagen Polybags
Polybags: Bergzeit setzte bislang jährlich rund fünf Tonnen Polybags für die Neuverpackung von Retouren ein – mit einem entsprechenden Klimafußabdruck von 9,6 Tonnen CO2e jährlich. Mit der Einführung der neuen WILDPLASTIC®-Bags, die zu 87,5% aus recyceltem „wildem Plastik“ bestehen, rechnen wir mit einer Reduktion des Corporate Carbon Footprint (CCF) um mindestens zwei Tonnen CO2e. Was ist WILDPLASTIC®? Die junge Organisation aus Hamburg wurde mit der Vision ins Leben gerufen die Welt von wildem Plastikmüll zu befreien. WILDPLASTIC® sammelt dafür Plastikabfälle, die auf Straßen, offenen oder illegalen Deponien, wie bspw. in Indien, sowie in der Natur liegen, und führt sie in den Recyclingkreislauf zurück. Der Umstieg bringt nicht nur ökologische Vorteile: Rund 21 Tonnen Plastik, die zur Herstellung der ersten Jahresmenge Bergzeit-Polybags gesammelt wurden, werden damit aus der Umwelt entfernt und als Ressource wiederverwendet. Gleichzeitig trägt das Projekt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Sammlerinnen und Sammler vor Ort bei. Die verbleibenden Prozentanteile sind kein Plastik, das aus fossilen Rohstoffen hergestellt wurde (sog. Virgin Plastic), sondern Additive und Farb-Masterbatches, die u.a. zum Einfärben von Kunststofferzeugnissen dienen. Diese Zusätze sorgen dafür, dass das Produkt die gewünschte Farbe, Optik oder andere spezifische Eigenschaften erhält. Mehr zu WILDPLASTIC®.
Herstellerinformationen: Bergzeit GmbH, Georg-Kaindl-Straße 1, 83624 Otterfing, Deutschland
  • FSC Recycled: FSC Recycled findet sich auf Produkten, die ausschließlich aus Recyclingmaterial bestehen, z. B. Papier.

  • RESY: Die RESY Organisation garantiert die gesamthafte Entsorgung und stoffliche Wiederverwertung aller mit dem RESY-Symbol gekennzeichneten Transport- und Umverpackungen aus Papier und Pappe.

  • WFTO: Das WFTO-Zertifikat ist ein Gütesiegel für Fair Trade. Es garantiert, dass Produkte unter fairen und ethischen Arbeitsbedingungen hergestellt werden.

  • Global Recycled Standard: Das Global Recycled Standard (GRS) Zertifikat bestätigt, dass Produkte aus recycelten Materialien hergestellt wurden und strenge ökologische und soziale Kriterien erfüllen.

  • Ocean Bound Plastic: Das Ocean Bound Plastic Zertifikat garantiert, dass Produkte aus Kunststoffabfällen hergestellt werden, die aus Küstenregionen stammen und somit die Verschmutzung der Ozeane verhindern.

  • EU-Cert Plast: Das EU-Cert Plast Zertifikat stellt sicher, dass Kunststoffprodukte strengen europäischen Umwelt- und Sicherheitsstandards entsprechen. Es fördert die Kreislaufwirtschaft und reduziert den Einsatz von neuem Kunststoff durch den Einsatz recycelter Materialien.