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Am Anfang war Synchilla

Wer und was ist Polartec? Funktionsstoffe für Base-Layer, Isolation und Wetterschutz

12 Minuten Lesezeit
Warm, dry, cool – rund 400 Stoffe stellt Polartec aktuell her – großteils für die Outdoorbranche. In Sachen Funktionsstoffe ist das Unternehmen Weltmarktführer, aber auch bei synthetischer Isolation ist Polartec mit Power Fill und Alpha immer stärker vertreten. Die PU-Membran NeoShell überzeugt durch ihre Atmungsaktivität.

Wer und was ist Polartec®?

1979 präsentierte Polartec®, damals noch unter dem Namen Malden Mills, den ersten Polyesterfleece unter dem Markennamen Polarfleece. Kurz darauf begann eine Kooperation, die den Grundstein für den weltweiten Siegeszug von Fleece in funktioneller Bergsport- und Outdoor-Bekleidung legte: die Zusammenarbeit mit Patagonia. In den folgenden Jahren sprangen weitere Bekleidungshersteller auf den Fleece-Zug auf.

Als Malden Mills 1991 die erste Polartec-Kollektion mit unterschiedlichen Materialvarianten präsentierte, etablierte sich der Stoffproduzent schnell als Weltmarktführer. Durch die konstante und enge Zusammenarbeit mit Patagonia setzte das US-amerikanische Unternehmen zudem bereits früh auf nachhaltige Produktion und Recycling-Materialien. Seit 2007 firmiert das Unternehmen nun unter dem Namen Polartec. Zum Kundenkreis zählt bis heute alles, was in der Outdoorbranche Rang und Namen hat.

Aktuell produziert Polartec rund 400 verschiedene Funktionsstoffe, die sich – entsprechend des Zwiebelprinzips – in die Kategorien Baselayer, Isolation und Wetterschutz unterteilen lassen. Um welchen Stoff es sich genau handelt, wird für Endkunden am fertigen Kleidungsstück über ein Etikett bzw. Hangtag ausgezeichnet. Auch Informationen zu Funktionalität und Materialspezifikationen sind darin angegeben. Oft werden Polartec-Stoffe auch mit Materialien anderer Hersteller kombiniert, um eine möglichst zielgerichtete Funktionalität der fertigen Kleidungsstücke zu erwirken. So tauchen z.B. Einsätze aus Polartec Power Stretch gerne bei Hybrid-Konstruktionen auf, um im Unterarmbereich eine optimale Atmungsaktivität zu erzielen.

Next-to-Skin: Polartec® als Baselayer

Oberstes Ziel der Next-To-Skin-Textilien im Komfortbereich ist es, überschüssigen Schweiß aufzunehmen und die Feuchtigkeit von der Haut weg nach außen zu transportieren. Polartec bietet dafür drei Produktfamilien: Polartec Power Dry®, Polartec Power Grid™ und Polartec Power Stretch®. Allen gemeinsam ist der rasche Abtransport von Feuchtigkeit, unabhängig von Witterung und Aktivität. Da mittlerweile viele Outdoor-Konfektionäre in der Produktentwicklung eng mit dem Stoffproduzenten zusammenarbeiten und eigene Materialvarianten anstreben, ist die Vielfalt bei Optik und Materialstärke groß.

Polartec® Power Dry®

Vielfältig – das gilt besonders für Polartec Power Dry, das seine Funktionalität durch eine durchdachte Materialkombination erhält. Durch ein patentiertes Zwei-Komponenten-Strickverfahren wird für die Innenseite ein dickeres Garn und für die Außenseite ein feineres Garn verstrickt. Die Feuchtigkeit wandert also von der Haut weg auf die Außenseite des Baselayers – die Physik und ihre Gesetze machen es möglich.

Polartec® Power Grid™

Als höchst effizient gelten Polartec Power Grid-Stoffe mit Waffelstruktur auf der Innenseite: Durch die Vertiefungen im Material entstehen Luftkanäle und viele Kontaktpunkte mit der Haut. Durch diese kann die Feuchtigkeit von der Haut effizient zur Außenseite transportiert werden. Die Luftkanäle bzw. ihre Struktur auf der Außenseite beschleunigen noch zusätzlich die Verdunstung. Gleichzeitig wird an Gewicht gespart und Körperwärme bei kälteren Temperaturen durch das entstehende Luftpolster gespeichert.

Polartec® Power Stretch® und Polartec® Power Stretch® Pro

Auch Polartec Power Stretch und Power Stretch Pro sind aus zwei Faserkomponenten mit unterschiedlichen Eigenschaften gestrickt. Die Außenseite von Polartec Power ist robust, windabweisend und abriebfest. Die hauchfeinen Mikrofasern nehmen die Feuchtigkeit aus dem Inneren aufgrund ihrer Oberflächenspannung über Hohlräume auf und verteilen sie großflächig auf der Außenseite.

Trailrunnerinnen in Polartec-Bekleidung. | Foto: Salewa
Polartecs Funktionsstoffe sind optimal für den Outdoor- und Bergsport. | Foto: Damiano Levati/Storyteller-Labs/Salewa

Ein Effekt, den man mit einem kleinen Wassertropfen auch zu Hause einfach überprüfen kann: Dazu auf der Innenseite einen Wassertropfen kleinflächig in das Textil drücken, umdrehen und die Außenseite beobachten. Der Tropfen verteilt sich dort weiträumig und die Feuchtigkeit kann binnen kürzester Zeit – ähnlich einer seichten Regenpfütze – trocknen.

Power Stretch-Stoffe sind in alle Richtungen dehnbar und dennoch formstabil und robust. Bei der Variante Polartec Power Stretch Pro wurde darauf noch einmal ein extra Augenmerk gelegt und die Außenseite mit Nylon verstärkt. Der besondere Aufbau des Stoffes verbessert die Widerstandsfähigkeit, ohne Abstriche bei Atmungsaktivität oder Tragekomfort zu machen.

Polartec® Power Wool™

Mit Polartec Power Wool hat der Hersteller einen innovativen Fasermix aus Woll- und Synthetikfasern im Programm. Durch ein spezielles Zwei-Komponenten-Strickverfahren werden die Vorteile beider Materialien perfekt ausgenutzt. Auf der hautzugewandten Seite befindet sich feine Merinowolle, auf der Außenseite Kunstfaser. Die Wolle nimmt Feuchtigkeit auf, wirkt geruchshemmend und klimaregulierend, während die Synthetikfasern für Widerstandsfähigkeit, Formerhalt und schnelle Trocknung sorgen. Durch diese hohe Funktionalität ist Power Wool besonders für die erste Lage geeignet, wo sie ihre wärmende und feuchtigkeitsabsorbierende Wirkung perfekt ausspielen kann.

Polartec® Delta™

Polartec Delta ist die Waffe der Wahl für warme oder heiße Bedingungen. Der Aufbau der Zwei-Komponenten-Strickkonstruktion aus hydrophilen und hydrophobem Garn gleicht einem Radiator und wirkt kühlend auf der Haut. Die hydrophile Zellulosefaser Tencel nimmt soviel Feuchtigkeit auf, wie der Körper zur natürlichen Kühlung benötigt. Der Überschuss wird nach außen abtransportiert und kann rasch verdunsten. So wird der natürliche Kühlungsprozess des Körpers – das Schwitzen – bestmöglichst unterstützt und ein Überhitzen vermieden.

Als isolierende Schicht: Polartecs Ur-Kompetenz

Als Erfinder von Fleece ist es kein Wunder, dass Wärmeisolation bei Polartec nach wie vor eine große Rolle spielt. Die Produktfamilien Polartec Classic, Polartec Micro, Polartec Thermal Pro® und High Loft™ zielen daher auf das Speichern von Körperwärme ab. Entscheidend für Isolationsfähigkeit ist dabei der sogenannte Loft, der über den Herstellungsprozess der Fleecestoffe reguliert werden kann.

Frau in einer Polartec-Jacke trinkt Tee.
Oft werden bei Polartec-Bekleidung auch mehrere funktionale Stoffe kombiniert. | Foto: Damiano Levati/Storyteller-Labs/Salewa

Fleece ist eine Strickware, bei der zunächst Schlaufen gestrickt und später aufgeschnitten werden. Die feinen Mikrofaserfilamente springen in der Folge auf und werden entsprechend der gewünschten Florhöhe abgeschoren. Die Zahl und Größe der Luftkammern, in welchen die Körperwärme gespeichert wird, gibt nun Aufschluss über den Loft. Grundsätzlich gilt: je mehr, desto besser ist die Wärmeleistung des Textils.

Polartec® Classic

Polartec Classic ist das robusteste Fleece im Sortiment, das hinsichtlich Wärme, Gewicht und Atmungsaktivität als Messlatte für Fleecestoffe gilt. Zur Produktfamilie zählt unter anderem auch das eingangs erwähnte Synchilla von Patagonia, ein Fleece das in Bergsteiger- und Outdoorkreisen seit Jahrzehnten für herausragende Langlebigkeit und Qualität bekannt ist.

Polartec Classic ist in verschiedensten Designs, Farben und Materialstärken von 100 bis 300 Gramm pro Quadratmeter erhältlich. Diverse Endbearbeitungen bzw. Behandlungen ermöglichen die gezielte Anpassung für vielerlei Einsatzgebiete – zum Beispiel eine wasserabweisende Außenseite.

Polartec Micro gehört ebenfalls zur Classic-Familie. Mit einem Gewicht von bis 100 Gramm pro Quadratmeter ist diese Fleece-Qualität aber besonders leicht.

Polartec® Thermal Pro®

Nahezu unendlich sind die Materialvarianten in der Polartec Thermal Pro-Produktfamilie. Im Vordergrund steht leistungsstarke Wärmeisolation – alles Weitere ist quasi Geschmacksache. Polartec Thermal Pro gibt es in den vielfältigsten Designs, Mustern und mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen, die meist zur gezielten Unterstützung der Funktionalität gemeinsam mit den Konfektionären entwickelt werden.

Polartec® High Loft™

Die hochflorigen Varianten von Polartec High Loft erzielen das beste Verhältnis von Wärmeleistung zu Gewicht unter allen Polartec-Stoffen. Aufgrund der weichen, flauschigen Struktur lassen sich die Produkte einfach zu einem kleinen Packmaß komprimieren. Individuelle Strickarten erlauben wiederum eine einzigartige Optik und damit den Konfektionären eine gezielte Abgrenzung von den Produkten der Mitbewerber.

Synthetische Isolation: Polartec Alpha® & Power Fill™

Mit Alpha® und Power Fill™ hat Polartec zwei komplett unterschiedliche Kunstfaserisolationen am Markt. Polartec Alpha ist ein leichtes, grobmaschiges Isolationsfleece das von hochflorigem Polartec Thermal Pro High Loft inspiriert ist. Power Fill ist eine Fasermatrix aus Polyester, die ein sehr gutes Verhältnis von Wärmeleistung zu Gewicht bietet und zu einem hohen Anteil (80 Prozent) aus PET-Flaschen gefertigt ist.

Polartec® Alpha® und Polartec® Alpha® Direct

Alpha ist ein grob gewirkter Stoff, der durch die weite Maschenbindung und den leichten Flor Platz für Lufteinschlüsse und damit Wärmeisolation bietet. Das Material transportiert Feuchtigkeit vom Körper weg, gleichzeitig findet ein permanenter Luftaustausch statt. Optimal bewährt sich Alpha in leichter Isolationsbekleidung, die sowohl im Aufstieg als auch in Ruhephasen getragen werden kann – und zwar ohne, dass es zum Hitzestau kommt.

Polartec Alpha ist in Outdoor-Bekleidung als eigene Lage zwischen Innenfutter und Außenmaterial eingearbeitet. So bleibt der Isolationsstoff formstabil und dort, wo er hingehört. Die Konstruktion bietet mit Blick auf das Einsatzgebiet von Alpha die beste Atmungsaktivität bei synthetischen Isolationsmaterialien, wenn auch einen geringeren Isowert. Polartec Alpha wird in Materialstärken von 60 bis 120 Gramm pro Quadratmeter verarbeitet.

Polartec Alpha Direct ist noch robuster und kommt ohne zusätzliches Innenfutter aus. Zudem gibt es Varianten, die komplett ohne Innen- und Außenfutter verarbeitet werden. Das Ergebnis ist besonders leichte und atmungsaktive Wärmeisolation.

Polartec® Power Fill™

Polartec Power Fill ist eine weiche, anschmiegsame Kunstfaserisolation aus Polyester-Hohlfasern. Über einen kontrollierten Schmelzprozess verbinden sich die Fasern zu einer formstabilen Matrix, welche die Wärme zuverlässig am Körper hält. Polartec Power Fill nimmt keine Feuchtigkeit auf und trocknet rasch. De Wärmeleistung ist im Verhältnis zum Gewicht sehr hoch, was das aus 80 Prozent Recycling-Material (PCR) gefertigte Isolationsmaterial ideal für einen sehr breiten Einsatzbereich macht.

Atmungsaktiver Wetterschutz: Polartec® Neoshell®

Nahaufnahme Polartec Neo Shell
Polartec NeoShell enthält eine poröse Polyurethan-Membran und schützt so vor Regen. | Foto: Polartec

Atmungsaktivität steht bei allen Polartec-Produkten als Kernkompetenz im Zentrum, so auch bei der Wetterschutzmembran NeoShell®. Die bereits mehrfach ausgezeichnete poröse Polyurethan-Membran unterscheidet sich im technischen Aufbau von den Mitbewerbern. Ursprünglich für die Filterindustrie entwickelt ist das Material luftdurchlässig und ermöglicht auch ohne Bewegung und Druckgefälle einen Luftaustausch von innen nach außen, den sogenannten Zwei-Wege-Luftaustausch. Der Effekt ist ähnlich wie beim Duschen mit offenem Fenster: Die Innenseite der Membran beschlägt weniger, da Wärme und Feuchtigkeit laufend entweichen können.

Natürlich klappt das nicht ganz ohne Abstriche: Für Polartec NeoShell gibt der Hersteller eine Wassersäule von 10.000 Millimeter an. Das Material kommt damit im direkten Zahlenvergleich gegen die Mitbewerber Gore-Tex oder Dermizax nicht an. Praktisch hält auch die niedrigere Wassersäule bei normalen Einsätzen trotz starkem Regen dicht.

Polartec geht diesen Weg ganz bewusst, denn NeoShell-Produkte sind für den aktiven Einsatz gemacht, zum Beispiel auf dem Rennrad, beim Mountainbiken, auf Variantenjagd mit Freeride-Ski oder beim klassischen Wandern wenn Wärme und Feuchtigkeit von innen zuverlässig nach außen abtransportiert werden müssen.

Polartecs Softshell-Familie: wider dem Wind

Schutz vor den Elementen bieten auch die Produktfamilien Polartec® Wind Pro®, Polartec® Windbloc® und Polartec® Power Shield® – und zwar der Reihe nach in ansteigender Intensität.

  • Polartec Wind Pro Stoffe sind dichter gestrickt als normales Fleece, daher sind sie vier Mal windabweisender, als zum Beispiel Polartec Classic – die Atmungsaktivität bleibt dabei erhalten. Wind Pro ist robust und langlebig und wird sowohl in Isolations- als auch Außenbekleidung eingesetzt.
  • Windbloc Stoffe lassen dem Wind kein Fenster offen. Dank DWR-Ausrüstung (dauerhaft wasserabweisend) bietet der gerne zu Jacken verarbeitete Stoff auch bei feuchtem und kaltem Wetter guten Schutz.
  • Noch einen Schritt weiter geht Power Shield, ein Softshellmaterial das eine isolierende Fleece-Innenseite mit einer wasser- und windabweisenden, perforierten Membran und einer abriebfesten, atmungsaktiven Außenseite kombiniert.
  • Power Shield Pro komplettiert die Polartec-Softshell-Familie. Die Membran ist zu 98 Prozent winddicht und mit einer Wassersäule von 5.000 Millimeter stark wasserabweisend. Power Shield Pro wurde für Ausdauersportarten entwickelt und kann zu 95 Prozent der Wetterbedingungen getragen werden. Das Material wird gerne im Radsport verarbeitet.
  •  Lesetipp: Softshell – alles über das Outdoor-Material

Fleece und Polartec-Stoffe pflegen

Grundsätzlich klappt die Pflege von Polartec-Produkten: Die Funktionstextilien sind einfach und problemlos entsprechend des Waschetiketts in der Waschmaschine zu waschen. Die Anweisungen können je nach Hersteller bzw. Produkt variieren, da häufig mehrere Stoffe kombiniert oder spezielle Finishings verwendet werden.

Grundsätzlich sollten Fleeceprodukte für eine möglichst lange Lebensdauer auf Links, also mit der Innenseite nach außen, und mit mildem Waschmittel gewaschen werden. Mit Blick auf die Umwelt und einen möglichst schonenden Umgang mit den Materialien empfiehlt Polartec für all seine Produkte Kaltwäsche und Wäscheleine anstatt Warmwäsche und Trockner. Für ein Mehr an Flauschigkeit reichen – wenn überhaupt – bereits wenige Minuten im Wäschetrockner. Zudem weist der Textilproduzent auf einen sparsamen Umgang mit Waschmittel hin. Weichspüler sollte grundsätzlich nicht verwendet werden.

Weichspüler wird bei Fleeceprodukten häufig als gut gemeinter Tipp genannt, um die elektrostatische Aufladung zu reduzieren. Aber, auch wenn man sich davon vielleicht ein noch höheres Maß an Flauschigkeit verspricht, rücken Weichspüler der Funktionalität der Kleidungsstücke auf den (Faser)Pelz. Durch Rückstände verstopfen die feinen Luftkammern und Kapillaren im Fleece, so dass Feuchtigkeit aus dem Inneren immer schwieriger entweichen kann und längere Trocknungszeiten nötig sind. Auch eine DWR-Ausrüstung verliert durch den Einsatz von Weichspülern an Effekt, bei Wetterschutzbekleidung ist dieser generell nicht empfohlen. Polartec rät daher bei all seinen Produkten von der Verwendung von Weichspülern kategorisch ab.

Qualität: Woran erkenne ich hochwertiges Fleece?

Ein besonders augenscheinliches Qualitätsmerkmal von Fleece-Produkten ist die Pillingneigung. Pilling, kleine verfilzte Kügelchen an der Fleeceoberfläche, ist ein Materialverlust, der sich negativ auf Haltbarkeit und Isolationsfähigkeit der Bekleidungsstücke auswirkt. Was bei vielen Discount-Produkten gang und gäbe ist, betrachtet Polartec als Reklamationsgrund. Pilling kommt bei den hochwertigen und auf Langlebigkeit ausgelegten Qualitätsprodukten nicht in die Tüte – immerhin stecken in Polartec-Fleece mittlerweile 35 Jahre Forschungsevolution.

Am Anfang war Synchilla: Kurze Geschichte des Fleece

Synchilla, das unverwüstliche Material, das Patagonias legendären Fleecejacken in den frühen 1980er-Jahren zum steten Siegeszug verhalf, stammt aus dem Hause Polartec. Malinda Chouinard hatte auf der Suche nach einem wärmenden, leichten und atmungsaktiven Material für Midlayer den Ur-Fleece bei Malden Mills entdeckt. Die ersten Prototypen weckten schnell das Interesse von Bergsportlern, auch wenn Passform und Optik durchaus noch Wünsche offen ließen. Gemeinsam forschten Patagonia und Malden Mills am Material bis letztlich das weiche, doppelseitige Synchilla-Fleece Marktreife erlangte. Damit konnte der Fleece-Hype in der Outdoor-Szene losgehen.

Mann steht an Berghang mit Gleitschirm in einem Synchilla-Pulli von Patagonia.
Die Bergmode der späten 1980er: Patagonias Synchilla-Pullis hatten Kultstatus. Grund dafür war die Funktionalität der Polartec-Stoffe. | Foto: Archiv Hackinger

Wie nachhaltig Malden Mills bzw. Polartec mit seinen Materialien die Trends bei Outdoorbekleidung seit Anfang der 1980er-Jahre beeinflusst, machte unter anderem die Outdoor 2014 deutlich: Dort wurde Malden Mills-Gründer Aaron Feuerstein zur „OutDoor Celebrity of the Year“ gekührt, da sein Unternehmen „entscheidend für die Entwicklung der Outdoor-Industrie“ ist, so Laudator und Branchenexperte David Udberg.

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