💧 Wofür steht DWR? Durable water repellent – dauerhaft wasserabweisend.
🗓️ Wie lange hält eine DWR-Imprägnierung? Je nach Einsatz 10 bis 20 Waschgänge.
🧽 Wie pflege ich Textilien mit DWR-Imprägnierung?
- Waschen nur mit Funktionswaschmittel, kein Weichspüler.
- Danach Reaktivierung durch Wärme.
- Gegebenenfalls neu imprägnieren.
⚠️ Beachte immer die Pflegehinweise des Herstellers.
Was bedeutet DWR?
DWR steht für „durable water repellent“ – also „dauerhaft wasserabweisend“. Bei Textilien, die mit einer DWR-Imprägnierung ausgestattet sind, bleibt der Oberstoff trocken, weil Wassertropfen auf der Oberfläche keinen Halt finden. Die Schwerkraft lässt sie einfach in Perlen nach unten ablaufen – ähnlich wie beim Lotusblüteneffekt in der Natur.
Speziell bei Regenbekleidung stellt dies sicher, dass die integrierte, wasserdichte Membran wie vorgesehen „atmen“ kann und die Körperfeuchtigkeit aus dem Inneren zuverlässig nach außen abgibt. Nur so freust Du Dich über Deine wasserdichte, atmungsaktive Regenjacke.
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Wie lange hält eine DWR-Imprägnierung?
Der Schutz einer DWR-Imprägnierung hält nicht so dauerhaft wie der Name vermuten lässt. Sie bedarf – bei regelmäßiger Verwendung des Kleidungsstückes – einiger Pflege.
Einige Faktoren verkürzen die Haltbarkeit der DWR-Imprägnierung. Das sind zum Beispiel:
- Reibung – zum Beispiel durch Rucksackgurte
- Waschen mit ungeeigneten Waschmitteln oder Weichspüler
- Verschmutzungen wie Öl oder Staub
Einerseits sollte der Oberstoff möglichst sauber gehalten werden, andererseits musst Du eine DWR-Imprägnierung hin und wieder reaktivieren. Nur so bleibt die gesamte Funktionalität der Regenkleidung – Wetterschutz und Klimaregulierung – dauerhaft erhalten.
Wie lange die DWR-Imprägnierung Deiner Regenjacke oder Bekleidung hält, hängt also stark von der Nutzung und Pflege ab, aber auch von der Qualität. Grob lässt sich sagen, dass sie etwa 15-20 korrekte Waschgänge durchhält.
Besser als Waschgänge zu zählen, ist es aber zu beobachten, wie sich Deine Regenkleidung verhält: Sobald das Wasser nicht mehr abperlt oder der Stoff bei Nässe schwer wird, musst Du gegebenenfalls neu imprägnieren.
👉 Mehr dazu: Regenjacke imprägnieren – so geht’s mit Spray und Einwaschmittel
Wie reaktiviere ich eine DWR-Imprägnierung?
Manche DWR-Imprägnierungen müssen oder können mit Hilfe von moderater Wärme aktiviert werden. Dies gilt besonders (aber nicht nur) für Imprägnierungen auf Basis von per- oder polyfluorierter Chemikalien (PFC).
Informiere Dich vorher immer, welche Empfehlung der Textilhersteller für seine Kleidungsstücke gibt – oder welche DWR-Technologie herstellerseitig verwendet wurde.
👉 Alternativ helfen unsere Pflegeanleitungen für Gore-Tex- und Dermizax-Bekleidung:
- Gore-Tex waschen: Anleitung zur richtigen Pflege von Outdoor-Kleidung
- Dermizax waschen und imprägnieren: So pflegst Du die Membran richtig!
Um eine DWR-Imprägnierung mit Hilfe von Wärme zu reaktivieren, wäschst Du Dein Kleidungsstück zunächst wie vom Hersteller angegeben. Danach braucht es moderate Wärme, die Du dem Kleidungsstück auf drei unterschiedliche Weisen zuführen kannst:
- Im Wäschetrockner: Jacke bzw. Kleidungsstück in den Trockner geben und den Schongang bei 60°C einstellen. 30 Minuten sind ausreichend.
- Mit dem Bügeleisen: Unbedingt ein Tuch zwischen Bügeleisen und Jacke legen und diese bei mittlerer Hitze sorgfältig bügeln.
- Mit dem Föhn: Jacke auf einen Kleiderbügel hängen und mit einigen Zentimetern Abstand rundherum sorgfältig (und vorsichtig) abföhnen.
Wichtig: Nicht alle Imprägniermittel müssen aktiviert werden. Beachte dabei stets die Anwendungshinweise des Herstellers.
Was ist drin? Unterschiede gibt es bei DWR-Imprägnierungen
Um textile Oberflächen so zu imprägnieren, dass sie wasserfest und trotzdem atmungsaktiv bleiben, müssen Outdoor-Unternehmen bei der Herstellung von DWR-imprägnierter Kleidung in die Chemie-Trickkiste greifen. Dafür gibt es unterschiedliche Wege:
Ein Schlüssel zum trockenen Erfolg war lange mit PFC bzw. PFAS verbunden. Das sind per- oder polyfluorierte Chemikalien, auch Fluorcarbone genannt. Diese Bezeichnung deckelt eine Gruppe von über 10.000 unterschiedlichen Stoffen. Die bekanntesten Vertreter im Bereich Outdoorbekleidung und -ausrüstung sind Perfluoroktansulfonsäure (PFOS) und Perfluorktansäure (PFOA), deren Verwendung in Europa mittlerweile stark eingeschränkt bzw. verboten ist1.
Florian Glott
DWR-imprägnierte Kleidung solltest Du gut pflegen – die Entsorgung kann problematisch sein.
PFCs haben kein natürliches Vorkommen. Dennoch lassen sie sich mittlerweile auch in den abgelegensten Regionen nachweisen. Viele Verbindungen sind persistent (nicht abbaubar), die Entsorgung gestaltet sich dementsprechend schwierig. Zudem stehen manche Stoffe im Verdacht krebserregend und/oder hormonwirksam zu sein2.
👉 Mehr dazu: PFAS- und PFC-frei – was bedeutet das bei Outdoor-Produkten?
Alternativ gibt es mittlerweile auch Imprägnierungen, die ohne den Einsatz von PFAS hergestellt werden. Beispielsweise gehören die Produkte von Nikwax zu den beliebtesten . Nikwax-Produkte enthalten wassereabweisende Elastomere, die sich als bewegliche Beschichtung über nicht wasserabweisende Oberflächen legen. Faser- bzw. Membran-Zwischenräume bleiben dabei offen und atmungsaktiv.
Quellen zu diesem Beitrag
- Umweltbundesamt.de: Was sind PFAS?, 15.09.2026
- Umweltbundesamt.de: Besorgniserregende Eigenschaften von PFAS, 03.02.2025