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Maske muss sein!

Skifahren mit Maske: Tipps, Hacks und Infos rund um FFP2-Masken und Co.

9 Minuten Lesezeit
Wo gilt FFP2-Maskenpflicht und wo ist auch ein Schlauchschal zulässig? Wie kombiniert man Maske und Skihelm und welche Tipps und Hacks gibt es, um das Tragen einer Maske beim Skifahren so bequem wie möglich zu machen? Wir zeigen dir eine einfache DIY-Lösung die jeder kann!

Das unbeliebteste Teil einer Skiausrüstung? Die Maske. Im Winter 2021/22 gehören Mund-Nasen-Bedeckungen oder FFP2-Masken im gesamten Alpenraum zur Standardausrüstung beim Skifahren – und werfen spätestens beim ersten Einsatz auf der Piste einige Fragen auf.

Welche Maske trägt man wo zum Skifahren?

Klar ist: Im gesamten Alpenraum trägt man als Erwachsener diesen Winter in Skiliftschlangen, Gondeln und Sesselliften eine Maske. Nicht ganz so klar ist, welche Art davon. Im Zweifelsfall ist eine FFP2-Maske immer eine gute Wahl. Der „Gold-Standard“ gilt als zuverlässigste Barriere für SARS-CoV-2 und ist auch in den Corona-Maßnahmen aller Alpenländern ohne Vorbehalte zugelassen – auch für den Fall, dass sich bei den Regeln mal was ändern sollte.

Ansonsten sind die Regeln von Land zu Land unterschiedlich. Während in der Schweiz und Frankreich bestimmte Communitymasken erlaubt sind, herrscht in Österreich und mittlerweile auch in Italien am Skilift eine strikte FFP2-Maskenpflicht. In Deutschland variieren die Regelungen nach Bundesland und Landkreis aber auch in den anderen Ländern sind regionale Unterschiede möglich. Hier ein Überblick.

  • Tipp: Im Zweifelsfall lohnt es sich morgens neben der Wetter- und Lawinenlage auch noch einen Blick auf die aktuellen Coronaregeln im Skigebiet zu werfen.
LandAktuelle Masken-Regelung *Weitere Covid-Regeln *Quellen
DeutschlandAktuell herrscht in Bayern und Baden-Württemberg FFP2-Maskenpflicht in allen Innenräumen, Anstehbereichen, in Seilbahnkabinen, Sessel- und Schleppliften. Diese gilt in Bayern für Erwachsene und Jugendliche ab 17 Jahren, in BaWü ab 18 Jahren. Für Kinder ab sechs Jahren sind in Bayern auch medizinische Gesichtsmasken und Mund-Nasen-Bedeckungen (Communitymasken) zulässig.
In den weiteren Bundesländer gelten teils unterschiedliche, inzidenzabhängige Regeln. Die aktuelle Gesetzeslage findet Ihr auf den Corona-Infoseiten der Länder. Auch die Skigebiete informieren im Web zu den gültigen Maßnahmen.
Länder- und Inzidenzabhängig. Beispielsweise gilt 2G in Bayern beim Skifahren flächendeckend. In Baden-Württemberg gilt 2G plus. Thüringens Skigebiete sind mit 3G zugänglich. In Sachsen ist derzeit nur Vereinssport für Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren unter 3G erlaubt. Bayerisches Gesundheitsministerium
Corona-Verordnung Baden-Württemberg
Corona-Maßnahmen Sachsen
Corona-Infos NRW
Corona in Hessen
Corona-Informationen Thüringen
ÖsterreichEine FFP2-Maskenpflicht gilt in ganz Österreich für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren überall, wo ein 2-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann - auch im Freien. Für Kinder ab sieben Jahren ist auch ein Mund-Nasen-Schutz zulässig. Bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr ist kein MNS notwendig. Seit 19. Februar 22 gilt 3G, Kinder unter 13 Jahren sind davon ausgenommen. Jugendliche von 13 bis 15 Jahren können den 2G-Nachweis auch über den Ninja-Pass (Schultests) oder Gleichwertiges erbringen. PCR-Tests gelten für 72, Anti-Gen-Tests für 24 Stunden. Österreichisches Sozialministerium
Schweiz In der Schweiz sind als "Maske" neben FFP2-Masken auch Communitymasken, OP-Masken oder industriell gefertigte Mund-Nasen-Schutzmasken zulässig. Die Maskenpflicht gilt für Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren. Kantonale Ausnahmen sind möglich. In Samnaun gilt FFP2-Maskenpflicht.3G gilt bislang nur für den Innenraum von Gastronomiebetrieben. Ab 16 Jahren. Auch für den Grenzübertritt in Samnaun gilt 2G. Bundesamt für Gesundheit zu Masken
Aktuelle Regelungen des Bundes
ItalienIn Italien herrscht in geschlossenen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln – und damit auch in Seilbahnen, Gondelbahnen und Sesselliften mit Kuppel – eine FFP2-Maskenpflicht. Im öffentlichen Raum ist auch im Freien mindestens ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben, wenn ein Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann. Für Kinder zwischen sechs und elf Jahren sind auch chirurgische Masken (OP-Masken) oder gleichwertige Communitymasken zulässig. Seit 10. Januar bis 31. März 2022 gilt in Italien für die Benutzung von Aufstiegsanlagen 2G (Super Green Pass). Kinder unter zwölf Jahren sind davon ausgenommen. Covid-19 Regeln Südtiroler Landesverwaltung
Auswärtiges Amt zu Italien
FrankreichIn Frankreichs Skigebieten gilt in Warteschlangen, in einigen Liften sowie in geschlossenen Räumen eine Maskenpflicht für Personen ab 11 Jahren. MNS, OP-Masken und Textilmasken, die den Standard AFNOR Spec S76-001 erfüllen sind zulässig. Gesundheitspass (3G) erforderlich ab 12 Jahre und 2 Monate. Staatliche Coronainfos zu Frankreichreisen
Auswärtiges Amt zu Frankreich
Explore France
* Stand 24.02.2021. Angaben ohne Gewähr. In Skigebieten können auch individuelle Regelungen gelten.

Wie kombiniere ich Maske und Skihelm?

Maske auf, Skihelm drüber? Naja. Der pragmatische Ansatz ist zwar einfach, aber für einen Tag auf der Piste nicht unbedingt komfortabel. Besonders dann, wenn man es mit einer OP- oder FFP2-Maske mit Ohrenschlaufen zu tun hat. Will man die Maske bei den Abfahrten aus dem Gesicht haben und sie für die nächste Liftfahrt wieder aufsetzen, wird es schnell friemelig. Und den eingekuschelten Helm möchte man auch nicht alle paar Minuten absetzen. Runterziehen geht, es zwickt und zwackt aber spätestens nach mehrmaliger Wiederholung ungemütlich an den Ohren. Auch der Sitz der Maske ist beim Wiederaufziehen auch nicht immer optimal. Was also tun?

Die Maske wird beim Skifahren besser außen am oder um den Helm befestigt, die Ohren haben frei!

Besser drüber als drunter. Zum Fixieren der FFP2-Maske am Skihelm gibt es einige Lösungen.

Jörg Hackinger

Besser drüber als drunter. Zum Fixieren der FFP2-Maske am Skihelm gibt es einige Lösungen.


Die einfache Lösung: Maskenhalter für Helm oder Brille

Für das Problem „Skifahren mit Maske“ gibt es im Handel mittlerweile einige Lösungen für mehr oder weniger kleines Geld. Die Mask Holder von Maxeez werden beispielsweise je nach Modell an der Skibrille oder am Helm festgesteckt. Die Ohrschlaufen der Maske lassen sich dann einfach an den robusten Ankerpunkten außerhalb des Helmes einhängen. Hergestellt werden die Maskenhalter übrigens in Deutschland aus einem Kunststoff, der zu je 50 Prozent aus Altöl und Pflanzenöl basiert.

  • Praxis-Tipp: Egal ob Maxeez Mask Holder oder ein anderes Model – positioniert Maskenclips zum Aufstecken am hinteren Gurtband des Skihelmes. So passt die Position häufig besser zur Länge der Ohrenschlaufen von FFP2- und OP-Masken. Ein Knoten zum Kürzen der Ohrschlaufe macht die Sache wieder fummelig.

DIY: Maskenhalter zum Skifahren selbst gemacht

Auch Do-It-Yourself-Lösungen sind zahlreich im Umlauf. Knackpunkt ist dabei, wie gut sich die jeweilige Lösung mit Handschuhen bedienen lässt und wie weit die eigenen Handarbeitsskills reichen. Hier erklären wir eine Lösung, die jeder mit kleinem Aufwand umsetzen kann.

Für diesen Beitrag habe ich mir auf der Suche nach einer günstigen, einfachen, für jeden umsetzbaren DIY-Lösung über die Weihnachtsfeiertage den Kopf zerbrochen. Ich habe Knöpfe angenäht, Druckknöpf in Gurtbänder genietet, Klettverschlüsse an Gummibänder genäht und mit Sicherheitsnadeln, Vorhanghäkchen, Schlüsselringen, D-Ringen und Büroklammern experimentiert. Vieles war funktional, nichts war banal und kostengünstig. Dann fiel mein Blick auf eine alte Freundin: Die Jerseyschnur!

Möglichkeiten für den Eigenbau eines Maskenhalters zum Skifahren gibt es viele. Aber was ist einfach, günstig und praktikabel? Für unsere Lösung sind Schere, Stift, Lineal und ein altes T-Shirt ausreichend.

Jörg Hackinger

Möglichkeiten für den Eigenbau eines Maskenhalters zum Skifahren gibt es viele. Aber was ist einfach, günstig und praktikabel? Für unsere Lösung sind Schere, Stift, Lineal und ein altes T-Shirt ausreichend.


Das kann jeder: DIY-Maskenhalter aus Jerseyschnur

Die Jerseyschnur ist meine persönliche Lieblingsentdeckung aus der Zeit des großen Communitymaskennähens. Schon damals zeigte sich, dass die aufwändigste Lösung selten schnell und praktisch ist.

Ein schmaler Streifen aus elastischem Jersey (ganz normaler T-Shirt-Stoff) ist ein funktionaler Ersatz für Gummibänder und auch in Zeiten der Materialknappheit recht einfach in jedem Haushalt aus vorhandenen Materialien herstellbar. Ein altes T-Shirt, verschlissene Leggings, alte Bettlaken oder auch ein stinkendes Funktionsshirt: Alles, was man sonst vielleicht zu Lumpen verarbeitet, lässt sich für die folgende Lösung verwenden. Du brauchst zum Herstellen lediglich eine Schere. Lineal und Stift sind hilfreich für eine möglichst saubere Lösung. Wer es nicht ganz so genau nimmt, kann auch mit Augenmaß arbeiten.

  1. Schneide aus Deinem Stoff einen etwa drei Zentimeter breiten und mindestens 40 Zentimeter langen Streifen. Bei dickeren Stoffen reichen als Breite auch schon gute zwei Zentimeter, bei dünnen Materialien wie einer Strumpfhose brauchst Du vielleicht sechs Zentimeter. Achte auf den Fadenlauf und schneide entweder waagrecht oder senkrecht zu den Rillen.
  2. Ziehe an beiden Enden Deines Streifens und dehne ihn auf die maximale Länge aus. Das Band rollt sich nun je nach Fadenlauf mit der glatten oder der gerippten Seite nach außen zu einer Schnur.
  3. Nun ziehst Du das Band durch die Ohrschlaufen deiner Maske und verknotest die beiden Enden in der für Dein Skihelm-Setup passenden Länge. Überlänge abschneiden.
  4. Aufgrund der Elastizität der Jerseyschnur kannst Du Deine Maske mit diesem einfachen Maskenhalter ganz easy über Deinen Skihelm ziehen und die Schnur ggf. auch in der Brillenhalterung fixieren.
Bevor Du los legst, schau auf den Fadenlauf Deines Stoffes. Schneide entweder senkrecht entlang der Rillen oder horizontal dazu.

Jörg Hackinger

Bevor Du los legst, schau auf den Fadenlauf Deines Stoffes. Schneide entweder senkrecht entlang der Rillen oder horizontal dazu.


Ein Lineal hilft beim Anzeichnen Deines Streifens. Für ein derartiges Projekt kannst Du einfach einen Kugelschreiber verwenden.

Jörg Hackinger

Ein Lineal hilft beim Anzeichnen Deines Streifens. Für ein derartiges Projekt kannst Du einfach einen Kugelschreiber verwenden.


Dein Streifen sollte später mindestens 40 Zentimeter lang und etwa drei Zentimeter breit sein.

Jörg Hackinger

Dein Streifen sollte später mindestens 40 Zentimeter lang und etwa drei Zentimeter breit sein.


Wenn Du es eilig und eine sichere Hand hast, kannst Du natürlich auch nach Gefühl schneiden.

Wenn Du es eilig und eine sichere Hand hast, kannst Du natürlich auch nach Gefühl schneiden.


Voilà! Der schwierige Teil ist nun erledigt. In nächsten Arbeitsschritt ziehst Du...

Jörg Hackinger

Voilà! Der schwierige Teil ist nun erledigt. In nächsten Arbeitsschritt ziehst Du…


... den Streifen so weit es geht in die Länge.

Jörg Hackinger

… den Streifen so weit es geht in die Länge.


Und noch ein bisschen fester.

Jörg Hackinger

Und noch ein bisschen fester.


Je nachdem wie Du zugeschnitten hast, rollt sich nun entweder die gewellte oder die glatte Seite des Jerseys nach außen.

Jörg Hackinger

Je nachdem wie Du zugeschnitten hast, rollt sich nun entweder die gewellte oder die glatte Seite des Jerseys nach außen.


Fädle Deine Jerseyschnur nun durch die Ohrschlaufen Deiner Maske und verknote die Enden.

Jörg Hackinger

Fädle Deine Jerseyschnur nun durch die Ohrschlaufen Deiner Maske und verknote die Enden.


Achte auf einen nicht zu festen Knoten, den Du später zum Wechseln der Masken wieder öffnen kannst.

Jörg Hackinger

Achte auf einen nicht zu festen Knoten, den Du später zum Wechseln der Masken wieder öffnen kannst.


Die Länge richtet sich nach Deinem Skihelm und den verwendeten Masken. Bei unserem Beispiel sind ca. 20 Zentimeter ein gutes Maß.

Jörg Hackinger

Die Länge richtet sich nach Deinem Skihelm und den verwendeten Masken. Bei unserem Beispiel sind ca. 20 Zentimeter ein gutes Maß.


Einfach, schnell und unspektakulär: Dank der Jerseyschnur kann die Maske nun bequem über dem Skihelm getragen werden. Korrekt sitzen sollte sie trotzdem ;-).

Jörg Hackinger

Einfach, schnell und unspektakulär: Dank der Jerseyschnur kann die Maske nun bequem über dem Skihelm getragen werden. Korrekt sitzen sollte sie trotzdem ;-).


Alternativ zur selbst gemachten Jerseyschnur kannst Du natürlich auch ein Gummiband oder eine Gummischnur benutzen. Wichtig für eine dauerhaft praktikable Lösung ist etwas Elastizität und ein Knoten, der sich zum Wechseln der Maske wieder lösen lässt.

Knopf am Ohr: stationärer DIY-Maskenhalter am Skihelm

Das Webportal Snowplaza.de hat sich ebenfalls eine simple Lösung für die Maskenproblematik überlegt, die zumindest jeder umsetzen kann, der die Kunst des Knopfannähens beherrscht und Knöpfe, Nadel und Faden bei der Hand hat.

So geht’s: Statt aufsteckbarer Haken aus dem Handel werden hier einfach zwei mittelgroße Knöpfe an den Bändern der Helmfixierung festgenäht. Diese übernehmen die Funktion der Haken.

Diese (temporär) permanente Lösung zum Befestigen einer Maske am Skihelm hat den Vorteil, dass die Befestigung nicht verloren gehen oder vergessen werden kann. Dennoch lässt sich bei aufgehobener Maskenpflicht wieder vom Helm entfernen. Nachteil: Die Befestigungsgurte des Helms werden durch das Festnähen verändert. Wer das nicht mag, greift zu einer anderen Lösung.

  • Tipp: Wir empfehlen vor dem Festnähen der Knopfe einen kurzen Positionscheck mit Helm und Maske. Der Bergzeit-Feldversuch zeigte, dass oft das hintere Gurtband die bessere Wahl zum Befestigen eines Maskenhalters sein kann.
Zwei mittelgroße Knöpfe, Nadel, Faden und etwas Handarbeitsgeschick: Auch so lässt sich ein Maskenhalter am Skihelm selbst herstellen.

Jörg Hackinger

Zwei mittelgroße Knöpfe, Nadel, Faden und etwas Handarbeitsgeschick: Auch so lässt sich ein Maskenhalter am Skihelm selbst herstellen.


In meinem Feldversuch stellte sich das hintere Gurtband als die bessere Option zum Platzieren der Knöpfe heraus. Zum Annähen verwende ich Knopflochseide. Es geht natürlich auch mit normaler Nähseide.

Jörg Hackinger

In meinem Feldversuch stellte sich das hintere Gurtband als die bessere Option zum Platzieren der Knöpfe heraus. Zum Annähen verwende ich Knopflochseide. Es geht natürlich auch mit normaler Nähseide.


Im Gegensatz zu aufsteckbaren Helmclips sind die Knöpfe fest am Helm fixiert und können so nicht verloren gehen. Für Kinder eine tolle Lösung.

Jörg Hackinger

Im Gegensatz zu aufsteckbaren Helmclips sind die Knöpfe fest am Helm fixiert und können so nicht verloren gehen. Für Kinder eine tolle Lösung.


Kleiner Hack: Wir knoten eine kleine Schlaufe ins linke Band des Mund-Nasen-Schutzes. So kann dieser am Helm festgeknöpft werden.

Jörg Hackinger

Kleiner Hack: Wir knoten eine kleine Schlaufe ins linke Band des Mund-Nasen-Schutzes. So kann dieser am Helm festgeknöpft werden.


Der BH-Träger-Hack

Neben DIY und Neukauf gibt es noch eine weitere Möglichkeit, um sich für’s Skifahren mit Maske zu rüsten: etwas Vorhandenes zweckentfremden. Eine Möglichkeit (zumindest für Frauen) sind abnehmbare BH-Träger. Auch sie sind elastisch, längenverstellbar und eine Maske lässt sich einfach in die Häkchen an beiden Enden einfädeln. Wenn es nicht gerade Träger in Nude-Tönen sind, dann stimmt auch die Optik. Nachteil dieser Lösung: Da die Häkchen sehr filigran sind, zerfällt die Kombination schnell in ihre Einzelteile, sobald sich die Spannung löst. Etwas Vorsicht beim Absetzen schadet nicht.

Fix und fertig zum Zweckentfremden: Abnehmbare BH-Träger lassen sich als Maskenhalter über dem Skihelm nutzen.

Jörg Hackinger

Fix und fertig zum Zweckentfremden: Abnehmbare BH-Träger lassen sich als Maskenhalter über dem Skihelm nutzen.


Unter Zug hält die Kombination sehr gut am Helm. Etwas Vorsicht gilt beim Absetzen, damit die Kombination nicht ihre Einzelteile zerfällt.

Jörg Hackinger

Unter Zug hält die Kombination sehr gut am Helm. Etwas Vorsicht gilt beim Absetzen, damit die Kombination nicht ihre Einzelteile zerfällt.


Schlauchschal statt Mund-Nasen-Maske: Sind Tücher oder Schals beim Skifahren zulässig?

Ein Schlauchschal oder eine Sturmhaube gehört bei vielen zur Standardskiausrüstung. Wer von der FFP2-Maskenpflicht ausgenommen ist (wie zum Beispiel Kinder unter 12 Jahren) kann in Deutschland und Österreich auch ein Schlauchtuch oder einen Schal anstatt einer Alltagsmaske verwenden. Das gilt auch beim Skifahren und ist insbesondere für Schulkinder eine unkomplizierte, gewohnte Lösung. Von Buff und UYN gibt’s für den Wintersport raffinierte Schlauchtücher mit „Maskenschnitt“. Buff erfüllt hierbei sogar die DIN EN 14683 I & II für chirurgische Masken.

In der Schweiz zählen Halsschläuche zu den Community-Masken und sollten dem Empfehlungen der Schweizer Science Task Force entsprechen. Normale Tücher und Schals sind bei den Eidgenossen aufgrund der beschränkten Fremdschutzwirkung nicht zulässig. In Frankreich legt der Standard  AFNOR Spec S76-001 fest, ob eine textile Lösung bzw. ein Produkt zulässig ist. In Italien gelten medizinische Masken oder „Gleichwertiges“ als Alternativen zur FFP2-Maske für Kinder zwischen sechs und elf Jahren.

Wo gilt die (FFP2-)Maskenpflicht beim Skifahren?

Bei der Abfahrt und dem Aufenthalt in einem Skigebiet im Freien, abseits von stark frequentierten Anstellbereichen, gilt KEINE Maskenpflicht. Auch wer nicht mit haushaltsfremden Personen in einem Lift oder einer Gondel fährt, kann in der Regel auf die Maske verzichten.

Einheit herrscht im Alpenraum aber darüber, dass überall dort, wo fremde Menschen eng aufeinander treffen, die jeweilige Maskenpflicht zum Tragen kommt. Im Detail sind aber auch hier die Vorgaben von Land zu Land unterschiedlich – beispielsweise beim Mindestabstand oder, ob die Maske auch im Freien verpflichtend ist.

Den strengsten Maßstab setzt Österreich: Hier gilt die dort vorgeschriebene FFP2-Maskenpflicht laut sozialministerium.at „überall dort, wo der empfohlene Mindestabstand von zwei Metern zu haushaltsfremden Personen nicht eingehalten werden kann oder nicht eingehalten wird“. Seit 11. Januar kommt dies auch im Freien zum Tragen. Das bedeutet, dass nun auch in Anstellbereichen von Schleppliften oder kuppellosen Sesselliften grundsätzlich eine Maske zu tragen ist, sofern der Abstand nicht eingehalten werden kann.

In Bayern und Baden-Württemberg ist die Verordnung ähnlich. Der Abstand ist mit 1,5 Meter definiert. In der Schweiz gilt die Empfehlung zum Tragen einer Maske im Freien ab einem Abstand unter 1,5 Metern. Für die italienische Maskenpflicht im Freien gilt ein Mindestabstand von einem Meter. Für Frankreich gilt die Maskenpflicht nach einer Infografik der französischen Skigebiete „in Warteschlangen und einigen Liften“.  

Wo finde ich die aktuellen Coronaregeln zum Skifahren?

Die Regeln und Handlungsempfehlungen zur Eindämmung des Coronavirus sind je nach Land, Bundesland, Landkreis, Bezirk oder Region sehr unterschiedlich. Änderungen sind häufig und angesichts der nächsten Mutationswelle sehr wahrscheinlich. Zudem haben Skigebiete die Möglichkeit von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und auf eigene Faust strengere Regeln festzusetzen. Ihr ahnt also: Allgemein gültige Coronaregeln zum Skifahren gibt es nicht.

Wer einen Skitag oder Skiurlaub plant informiert sich vorab am besten direkt beim Liftbetreiber oder dem Tourismusbüro in der Zielregion und checkt die Angaben vor der An- und Abreise noch einmal gegen. Die wichtigsten Fragen dabei:

  1. Welche Bestimmungen gelten bei der Einreise?
  2. Welche allgemeinen Regeln gelten im Reiseland?
  3. Welche Bestimmungen gelten im Skigebiet, in Restaurants und Unterkünften?
  4. Welche Bestimmungen gelten bei der Rückreise?

Hast Du auch einen DIY-Tipp zum Thema Skifahren mit FFP2-Maske oder kennst einen Trick, der die Sache in der Anwendung einfacher macht? Schreib uns gerne Deine Ideen und Hacks unten ins Kommentarfeld!

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