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Mikroabenteuer: Die 9 coolsten Ideen fürs Abenteuer vor der Haustüre

6 Minuten Lesezeit
Du träumst davon, Deinen Rucksack zu packen und einfach mal loszuziehen? Da bist Du nicht allein! Ausprobieren lohnt sich - dank Microadventure kannst Du mehr Natur und Freiheit ganz einfach in Deinen Alltag integrieren. Wir haben für Dich sechs Tipps gesammelt, wie Du direkt vor Deiner Haustüre loslegen kannst - und das möglichst nachhaltig.

Raus in die Natur, frische Luft statt Stadtmief atmen, das Abenteuer auf sich zukommen lassen und den minutiös geplanten Büro- und Freizeitstress einfach mal vergessen – das klingt verlockend? Wir haben für Dich Ideen gesammelt, mit denen Du einfach und unkompliziert Deinem Alltag entfliehen kannst.

Microabenteuer: Mehr als nur Draußen sein und den Alltag hinter sich lassen.

Vaude/Attenberger

Microabenteuer: Mehr als nur Draußen sein und den Alltag hinter sich lassen.


Was versteht man unter einem Mikroabenteuer?

Ein Mikroabenteuer (oder auch: Microadventure) ist mehr als nur draußen sein: Es geht darum, etwas zu tun, was Du sonst nie tun würdest und dabei Deine eigene Komfortzone zu verlassen. Als Urvater des Mikroabenteuers gilt der Brite Alastair Humphreys, der die Miniexpeditionen vor der eigenen Haustüre zwar nicht erfand, dem Ganzen im Jahr 2014 aber einen Namen gab: Microadventure. Seine Definition eines Mikroabenteuers: Etwas, der jeder im Alltag und in seiner unmittelbaren Umgebung draußen erleben kann. Du brauchst dafür also weder viel Ausrüstung noch musst Du weit reisen.

Die wichtigste Grundregel: Hinterlasse alles so, wie Du es vorgefunden hast!

Welches Abenteuer Du Dir aussuchst und wohin es Dich zieht, bleibt dabei ganz Deiner eigenen Entscheidung überlassen. Die wichtigste Grundregel, an die Du Dich halten solltest, lautet: „Hinterlasse alles so, wie Du es vorgefunden hast!“ Damit Mikroabenteuer für alle, inklusive Flora und Fauna, ein Genuss bleibt, möchten wir Dir möglichst nachhaltige Optionen vorstellen.

Mikroabenteuer-Tipp #1: Draußen schlafen

Hast Du schon einmal im eigenen Garten übernachtet? Oder wolltest Du schon längst mal wieder Deine Freunde besuchen, die ein großes Grundstück mit Gartenteich haben? Auf privaten Grundstücken zu übernachten ist nicht nur eine Möglichkeit, endlich mal dem Fuchs zu begegnen, der nachts ums Haus schleicht, sondern ist auch die umweltverträglichste Variante, in der Natur zu übernachten. Ansonsten empfehlen wir Dir, legale Trekking-Plätze zu suchen, die Du in ganz Deutschland findest.

Suche Dir dafür eine Nacht ohne Niederschlag und mit angenehmen Temperaturen über 10 Grad aus, dann wird das Erlebnis auch zum Genuss und nicht zum Leid. Also schnapp Dir Schlafsack und Isomatte (oder auch Deine Hängematte) und zusätzliche Ausrüstung wie Stirn- oder Taschenlampe sowie Campingkocher und etwas Geschirr und Proviant – und fertig ist Dein ganz persönliches Mikroabenteuer unter dem Sternenhimmel.

Wann hast Du das letzte Mal draußen übernachtet? Das geht eigentlich immer. Wer keinen Garten hat: Auch auf dem Balkon kann das draußen Schlafen zum Abenteuer werden.

Kathrin Heckmann

Wann hast Du das letzte Mal draußen übernachtet? Das geht eigentlich immer. Wer keinen Garten hat: Auch auf dem Balkon kann das draußen Schlafen zum Abenteuer werden.


Mikroabenteuer-Tipp #2: Wildcampen

Für viele der Inbegriff von Freiheit und Leben: Wildcampen. Dabei geht es in der Regel etwas weiter hinaus, als wenn Du Deinen Schlafplatz einfach für eine Nacht in Deiner näheren Umgebung aufschlägst. Egal ob Du mit dem Auto, dem eigenen Camper oder auch mit dem Fahrrad unterwegs bist: Wähle Deinen Schlafplatz sorgfältig und hole die Erlaubnis des Besitzers ein, auf dessen Grundstück Du Dich niederlassen möchtest. 

Im Übrigen gelten je nach Bundesland beziehungsweise je nach Land in Europa unterschiedliche Regelungen, an die Du Dich dringend halten solltest. Zu den grundlegenden Regeln zählt unter anderem, dass Wildcampen in Naturschutzgebieten und sonstigen Schutzzonen untersagt ist. Auch Feuer machen ist nur unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. Dazu legen wir Dir ans Herz: Nutze nachhaltige Hygieneprodukte und: Halte Dich an die jeweiligen Bestimmungen und leave no trace!

Beim Wildcampen gilt: Informiere Dich gut, wo es erlaubt ist und hinterlasse keine Spuren!

Bergzeit

Beim Wildcampen gilt: Informiere Dich gut, wo es erlaubt ist und hinterlasse keine Spuren!


Mikroabenteuer-Tipp #3: Orientierung ohne GPS

Unsere Väter und Großväter konnten es schließlich auch: Wenn Sie zu einer Wanderung aufbrachen, mussten sich sich ohne Navi und Smartphone zurechtfinden. Stattdessen wurden Karte und Kompass zu Rate gezogen. Sich ohne die Hilfe elektronischer Geräte zurecht zu finden, das Gelände richtig zu lesen und einzuschätzen, kann ein richtiges (Mikro-)Abenteuer sein. Probier’s doch mal aus! Für Notfälle solltest Du das Handy natürlich durchaus einstecken – aber der Versuch, ohne klarzukommen, macht hier das Abenteuer aus.

Eine Wanderkarte gibt nicht nur Auskunft über Wege, sondern auch über die Geländebeschaffenheit (Steigungen; Bebauung) und vieles mehr.

Anna Schade

Eine Wanderkarte gibt nicht nur Auskunft über Wege, sondern auch über die Geländebeschaffenheit (Steigungen; Bebauung) und vieles mehr.


Mikroabenteuer-Tipp #4: Einfach mal draußen kochen

Outdoorfans wissen es schon lange: Kein Kaffee schmeckt so gut wie der selbstgemachte draußen in der Natur. Noch eingemummelt in Deinen Schlafsack bereitest Du Dir die erste Tasse des Tages vor Deinem Zelt oder im Campingbus zu, während ringsum langsam die Natur erwacht.

Doch nicht nur Deinen Kaffee kannst Du mit wenigen einfachen Mittel draußen selbst zubereiten. Du kannst Dir ein ganzes Menü, von den einfachen Spaghetti mit Tomatensoße bis hin zum ausgeklügelten Mehr-Gänge-Dinner mit Candlelight, zaubern. Ein paar Outdoor-Rezeptideen findest Du direkt bei uns im Magazin. Und was Du zum Kochen brauchst, verrät Dir der Beitrag Campingküche: Die Must-Haves der Redaktion.

In welchem Café hat man schon einen solchen Ausblick? Bergzeit Redakteur Stefan hat seine Bialetti bei Mikroabenteuern immer mit dabei.

Stefan Rehm

In welchem Café hat man schon einen solchen Ausblick? Bergzeit Redakteur Stefan hat seine Bialetti bei Mikroabenteuern immer mit dabei.


Und auch die selbstgekochten Nudeln schmecken in freier Natur, direkt vor dem Zelt, einfach besser.

Bergzeit

Und auch die selbstgekochten Nudeln schmecken in freier Natur, direkt vor dem Zelt, einfach besser.


Mikroabenteuer-Tipp #5: Feuer machen

Ein Lagerfeuer wärmt nicht nur, es hat auch seinen ganz eigenen Reiz – wir verbinden es mit gemütlichem Beisammensitzen unter freiem Himmel, guten Gesprächen und möglicherweise mit lecker gegrillten Marshmallows oder Stockbrot.

Wenn Du ein offenes Feuer machen willst, solltest Du vorab sicherstellen, dass es dort, wo Du Dich befindest, auch erlaubt ist. Im Zweifel informiere Dich bei der jeweiligen Gemeinde. In unserem Beitrag „Know-how für das nächste Lagerfeuer“ verraten wir Dir, wie Dir ein Feuer mit und ohne Feuerzeug gelingen kann.

Mikroabenteuer-Tipp #6: Natur erleben mit der Familie

„Ich kann nicht einfach ein Mikroabenteuer in Angriff nehmen, die Kinder…!“ Dabei ist doch gerade die Natur ein idealer Bewegungs- und Lernraum für Kinder. Vor allem die Kleinen unter uns profitieren am meisten von solchen Erlebnissen und ungeahnten Abenteuern in der heimischen Natur. Lass Dich doch mal von einem Kind durch den Wald führen oder entdeckt gemeinsam ein Flussbett. Kinder erleben die Natur ganz anders als wir Erwachsenen – dabei kannst Du erstaunlich viel Neues entdecken.

Mit Kindern wird jeder Baumstamm im Wald...

Caroline Opp

Mit Kindern wird jeder Baumstamm im Wald…


... jeder Stein und jedes Gewässer zum Abenteuer. Lass Dich von den kleinen Entdeckern inspirieren!

Caroline Opp

… jeder Stein und jedes Gewässer zum Abenteuer. Lass Dich von den kleinen Entdeckern inspirieren!


Mikroabenteuer-Tipp #7: Bau ein Insektenhotel

Mikroabenteuer-Tipp #8: Besteige die höchste Anhöhe in Deiner Umgebung

Klar, wer mitten in den Bergen wohnt, kann jederzeit den nächsten „echten“ Gipfel erklimmen. Aber auch für die Flachlandtiroler unter uns gibt es reichlich Berge, Erhebungen oder Hügel, die erobert werden wollen. Ob Du mit dem Fahrrad oder zu Fuß hinaufwillst, ist Dir überlassen. Hauptsache, Du kommst mal für einen Perspektivwechsel nach oben – und kannst von dort den Ausblick genießen.

Mikroabenteuer-Tipp #9: Einfach mal drauf los radeln

Du hast den ganzen Tag Zeit? Wunderbar. Dann schnapp Dir doch einfach mal Dein Rad und schau, wo es Dich hin verschlägt – ganz ohne ein festgelegtes Ziel. Noch besser: Pack Dir eine Brotzeit und Wasser ein, setz Dich mit Deinem Rad in einen Zug oder eine S-Bahn und steig dort aus, wo es Dir gefällt. Jetzt kannst Du per Rad die Gegend erkunden. Und wenn Du besonders motiviert bist, kannst Du von dort auch einfach wieder nach Hause radeln. So oder so, auf zwei Rädern kannst Du unglaublich viel Neues entdecken, weil Du mehr sehen kannst als beispielsweise im Auto und schneller herumkommst als zu Fuß.

Bergzeit Redakteurin Lisa hat's ausprobiert: Im ersten Lockdown setzte sie sich aufs Gravelbike und fuhr einfach drauf los, ganz ohne Plan und Ziel.

Lisa Amenda

Bergzeit Redakteurin Lisa hat’s ausprobiert: Im ersten Lockdown setzte sie sich aufs Gravelbike und fuhr einfach drauf los, ganz ohne Plan und Ziel.


Mikroabenteuer lassen Dich den Wind der Freiheit spüren und sind eine tolle Möglichkeit, etwas Neues zu erleben und die Energiereserven aufzuladen. Dir stehen unzählige Wege offen, Dein eigenes perfektes Abenteuer zu erleben und das beste daran ist: Du kannst direkt vor Deiner Haustüre starten! Du bist dabei selbst für Dich und Dein Tun verantwortlich – denke daher daran, Dich möglichst umweltschonend und nachhaltig zu verhalten, damit Mikroabenteuer für alle ein Vergnügen bleiben.

Was war Dein schönstes Microadventure bisher und welches „Draußen-Abenteuer“ reizt Dich schon lange? Schreibt uns gerne in den Kommentaren!

 

 

 

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