Der Amicizia ist ein leichter Sommerschlafsack und eignet sich laut Hersteller besonders für Trekking- und Hüttentouren sowie zum Reisen. Da ich gerne Mehrtagestouren mit Zelt und Schlafsack unternehme, interessierte mich, wie sich der Amicizia von Mountain Equipment im Schlaf-Test schlägt.
🌡️ Temperaturbereiche: Komfort 9 °C, Limit 5 °C, Extrem -8 °C
⚖️ Gewicht: 864 g (nachgewogen)
🧵 Materialien: Außen 100 % Polyamid, Innen 100 % Polyester
☁️ Füllung: 100 % Polyester (Polarloft)
📏 Varianten: max. 185 cm (im Test), max. 200 cm; jeweils mit Reißverschluss links oder rechts
Größenauswahl und Varianten
Grundsätzlich hat man beim Amicizia Schlafsack die Wahl zwischen den Modellen für maximal 1,85 oder 2,00 Meter Körperlänge. Jede Größe gibt es mit dem Reißverschluss auf der rechten oder linken Seite, um – für den extra Kuschelfaktor – zwei Schlafsäcke koppeln zu können.
Nuria Bachhausen
Für meine 1,69 Meter Körpergröße habe ich die kürzere Option für maximal 1,85 Meter gewählt.
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Die Mumienform ist nicht extrem ausgeprägt und lässt auch Seitenschläfern etwas mehr Bewegungsfreiheit.
Der Platz reicht natürlich aus. Aber für meine Körpergröße würde ich mir noch eine kürzere Schlafsackgröße und damit leichteres Modell wünschen.
Ausstattung
Beim Amicizia handelt es sich um einen Mumienschlafsack mit anatomisch geformter Kapuze und Zehenbox. Die Kapuze lässt sich mit einem Zugband flexibel verstellen. So wird die Öffnung um das Gesicht verkleinert und verringert das Eindringen von kühler Luft.
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Leichter Mumienschlafsack mit wärmender Kapuze und effizienter Isolierung für komfortable Nächte unterwegs.
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Details, wie das Zugband, helfen Dir, die Wärme dort zu halten, wo Du sie brauchst.
Durch den praktischen Zwei-Wege-Reißverschluss lässt sich die Temperatur gut regulieren. Er lässt sich bis zur Zehenbox öffnen, sodass man den Schlafsack auch als eine Art Decke verwenden kann. Innen wird der Reißverschluss mit einer dicken Stoffschicht überdeckt, sodass hier keine unangenehme Kälte eindringen kann. Diese gefütterte Abdeckleiste sorgt auch dafür, dass Du am Kinn nicht mit dem Reißverschluss in Berührung kommst. Dank dem unteren Verschluss lässt sich der Schlafsack bei Bedarf auch nur unten öffnen. Das ist praktisch, wenn man am Abend noch draußen sitzen möchte, ohne auszukühlen.
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Besonders positiv aufgefallen ist mir außerdem der praktisch konstruierte obere Schlitten des Zwei-Wege-Reißverschluss.
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Anstelle von zwei Zippern an der Außen- und Innenseite hat der Amicizia nur einen, mit umlaufendem Bändel, sodass er von beiden Seiten gut erreichbar ist.
Packmaße
Der Schlafsack lässt sich im mitgelieferten Packsack schnell und einfach verstauen. Wichtig dabei ist es, den Schlafsack schlicht und einfach in den Packsack zu „stopfen“. So liegt er jedes Mal ein wenig anders und das Füllmaterial wird nicht immer an denselben Stellen komprimiert.
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Größenvergleich mit einer 1 Liter Flasche
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Durch die Kompressionsbänder kann man den Schlafsack anschließend sehr klein zusammenpacken, ohne dabei viel Kraft aufwenden zu müssen.
Trotz der Kunstfaser-Füllung lässt sich der Schlafsack relativ kompakt packen und braucht etwas mehr als fünf 1-Liter-Flaschen Volumen. So passt er gut in einen Wanderrucksack und muss nicht kompliziert außen befestigt werden.
Der Amicizia Schlafsack im Praxis-Test
Um herauszufinden, ob der Schlafsack hält, was er verspricht, testete ich ihn für zwei Nächte bei Außentemperaturen von 8 bis 19 °C in meinem Garten. Da die Komfort-Temperatur des Amicizia bei etwa 9 °C liegt, war ich gespannt, ob er mich trotzdem die ganze Nacht über warmhalten würde.
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Mein Test-Schlafsystem bestand aus meinem Zelt, einer aufblasbaren Isomatte, mit einem R-Wert von 3 und dem Mountain Equipment Amicizia Schlafsack.
Der Schlafsack fühlte sich am Abend der ersten Nacht bei etwa 15 °C angenehm warm an, sodass ich den Reißverschluss zu Beginn sogar einen Spalt offenlassen könnte. Zum Schlafen machte ich ihn aber lieber zu und zog auch die Kapuze mithilfe des Zugbandes etwas enger. Am frühen Morgen bei etwa 8 bis 10 °C wachte ich auf, da mir am Oberkörper etwas kalt wurde.
In der zweiten Nacht war es deutlich wärmer (ca. 13-19 °C), daher benutzte ich den Schlafsack als Decke. Den Reißverschluss musste ich die ganze Nacht über nicht zuziehen und die Temperatur blieb angenehm.
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Mit einem Pulli über meinem Langarm-Shirt war es sehr angenehm im Schlafsack und an meinen Füßen und Beinen war es durchgängig angenehm warm.
Im geschlossenen Schlafsack konnte ich ohne Probleme auf dem Rücken und der Seite liegen. Auf dem Bauch darf die Kapuze nicht zu eng gezogen sein, damit man noch genügend Luft bekommt. Für mich haben alle drei Schlaf-Positionen gut funktioniert.
Test-Fazit zum Mountain Equipment Amicizia Schlafsack
Da ich häufig in den nordischen Ländern unterwegs bin, war mir bisher eine niedrigere Komfort-Temperatur wichtig. Für sommerliche Touren etwa in Deutschland ist der Amicizia aber durchaus besser geeignet.
Der Amicizia ist eine gute Ergänzung für mein Camping-Equipment, da ich bisher noch keinen Sommerschlafsack besessen habe.
Ob der Schlafsack für Dich passt, hängt also auch von Deinem Einsatzgebiet ab. Für eine etwas wärmere Variante könntest Du Dir auch einmal den Lunar II (4°C Komforttemperatur) oder Lunar III (1°C Komforttemperatur) anschauen.
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Er ist gut geeignet für alle, die eine verlässliche Begleitung für Frühling bis Herbst suchen.
Ich achte bei meiner Campingausrüstung immer sehr genau auf das Gewicht, um keine unnötige Last mit mir herumzutragen. Der Amicizia wäre daher mit seinen 864 Gramm zumindest für eine längere Trekkingtour nicht meine erste Wahl. Doch für ein paar Nächte im Zelt nutze ich ihn in Zukunft aber sicher gerne.
Für den vergleichsweise günstigen Preis ist er absolut empfehlenswert wenn Dir „leicht“ ausreicht und „ultralight“ nicht so wichtig ist – und wenn Du einfach gut schlafen möchtest.