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Salomon Techamphibian 3: Die Outdoor-Sandale im Test

8 Minuten Lesezeit
Der Alleskönner- und Wassersportschuh Salomon Techamphibian 3 wird sukzessive verbessert. Aber sind die Neuerungen immer sinnvoll und bringen auch etwas? Die beliebte Outdoor-Sandale im Test über Stock und Stein, durch Bäche und Schlamm.

Dass ich ausgerechnet im Winter das neue Modell der Techamphibian 3, zum Testen bekommen habe, liegt daran, dass ich bereits seit zwei Jahren das Vorgänger-Modell des Techamphibian trage. Meine Bergzeit-Kollegen fanden, dass ich das neue und das ältere Modell dieser Outdoorschuhe gut vergleichen könne. Und der Testschuh traf nun einmal im Januar ein. Für mich ist die Sandale ein echtes Allroundtalent. Ich trage den Techamphibian im Sommer am liebsten bei Spaziergängen mit dem Hund, die an heißen Tagen meistens durch Bäche oder Flüsse führen. Oder auch dank der umklappbaren Ferse gerne als Slipper, wenn es sonntags früh schnell zum Semmeln holen geht. Der Salomon Techamphibian 3 ist für Damen in zwei Farben erhältlich, in sandfarben oder schwarz.

Salomon Techamphibian 3: Bessere Dämpfung, mehr Komfort

Salomon Techamphibien 3 Test
Flussböschungen, Uferbereiche und Bachläufe – der Salomon Techamphibian 3 ist ideal für Kanuten, Sommertage und Strandwanderer. | Foto: Sarina Raab

Trotz der winterlichen Verhältnisse, die ein ausgiebiges Testen etwas erschweren, hat es mich natürlich neugierig gemacht, was die Unterschiede zwischen meinem ersten Techamphibian und dem neuesten Modell Nummer 3 sind. Auf den ersten Blick und auch beim Gewichtsvergleich ist mir zunächst kein großer Unterschied aufgefallen. Das Gewicht ist aber auch nur schwer zu übertreffen, denn der Techamphibian ist mit 530 Gramm bei Größe 6 sowieso schon ein Vorreiter in Sachen Leichtigkeit.

Salomon verspricht beim Techamphibian 3 einige Neuerungen, wie zum Beispiel ein weicheres Futter, eine bessere Zungenkonstruktion und weitere performanceorientierte Detaillösungen. Als ich dann beide Modelle zum Vergleich an meinen Füßen hatte, war der erste von Salomon versprochene Punkt deutlich zu spüren. Der Hersteller hat die Fersenpolsterung beim neuen Techamphibian 3 spürbar verbessert und weiterentwickelt. So sind hinten an der Ferse zwei große Polster in die Sandale verarbeitet. Die Polsterung wird zusätzlich noch links und rechts von der Ferse mit zwei kleinen Dämpfungskissen verstärkt. Dies führt sowohl bei hoch- wie auch umgeklappter Ferse zu einem sehr guten Tragekomfort mit angenehmer Dämpfung.

Typisch Salomon: Zungenpolster und Schnürsystem

Auch die Weiterentwicklung der Zungenkonstruktion ist Salomon gelungen. Beim ersten Techamphibian-Modell wurde die Mesh-Konstruktion auf der Innenseite der Zunge verarbeitet, was zu einer hohen Atmungsaktivität am Fußrücken geführt hat. Beim Techamphibian 3 wurde die Mesh-Konstruktion nur noch auf der Zungenaußenseite verwendet und auf der Innenseite weiches Polyester verarbeitet. Dadurch wird der Tragekomfort der neuen Salomon-Sandale deutlich nach oben geschraubt, und ich habe keine Abdrücke der Mesh-Konstruktion am Fußrücken, wenn ich den Schuh eine Zeit lang an meinen Füßen hatte. Allerdings muss ich dafür der Atmungsaktivität einen kleinen Punktabzug geben.

Fester Sitz mit perfekter Belüftung, wenn man den Salomon Techamphibian 3 als Sandale trägt. Aber auch als Slipper macht er eine gute Form - der Fersenteil lässt sich schnell herunterklappen. | Foto: Sarina Raab
Fester Sitz mit perfekter Belüftung, wenn man den Salomon Techamphibian 3 als Sandale trägt. Aber auch als Slipper macht er eine gute Form – der Fersenteil lässt sich schnell herunterklappen. | Foto: Sarina Raab

Zwei weitere Fortschritte vom ersten Salomon Techamphibian hin zum aktuellsten Modell sind die Schnürsenkeltasche und die Befestigungsriemen des Quicklace-Schnellschnürsystems. Bei meinem ersten Modell ist die Schnürsenkeltasche noch keine Tasche, sondern ein Dreieck, das an allen drei Seiten offen ist. Leider führt das oft dazu, dass das System immer wieder herausrutscht. Beim Techamphibian 3 hat Salomon das Dreieck in eine auf drei Seiten geschlossene Schnürsenkeltasche verwandelt, somit ist das Schnürsystem ordentlich in der Tasche verstaut und bleibt auch dort.

Auch in Sachen Weiterentwicklung von performanceorientierten Details hat Salomon sein Wort gehalten. Die Befestigungsriemen, durch die das Schnürsystem läuft, sind bei meinem ersten Techamphibian-Modell Stofflaschen. Beim Salomon Techamphibian 3 wurden diese durch stabile und robuste Synthetikleder-Laschen ersetzt. Der Vorteil ist deutlich sichtbar, die Stofflaschen sind bei meinem alten Modell durch den Zug des Schnürsystems an zwei Stellen schon eingerissen bzw. durchgewetzt. Durch die Verarbeitung von Synthetikleder hat der Techamphibian 3 wesentlich mehr Robustheit.

Das Obermaterial: Atmungsaktiv, schnelltrocknend, stabil

Das Obermaterial des Techamphibian 3 besteht aus einem atmungsaktiven und schnelltrocknenden Mesh-Gewebe, das zusätzlich durch Synthetikleder unterstützt wird. In puncto Atmungsaktivität hält es sein Versprechen. Das Mesh-Gewebe ist so grobmaschig, dass der Fuß auch an heißen Tagen gut Luft bekommt. Auf der anderen Seite aber feinmaschig genug, dass es zugleich als Schutz für Geröll oder Steine dient. Selbst bei meinen Spaziergängen durchs Bachbett, wo Schritt für Schritt Sand und kleine Steine aufgewirbelt werden, hält das Mesh-Gewebe die kleinen, schmerzenden Eindringlinge ab.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass die Outdoor-Sandale schnell wieder trocknet. Auch nach langer Flussdurchschreitung habe ich nie das Gefühl, dass sich der Schuh mit Wasser vollsaugt und schwer wird. Mit der Unterstützung von ein paar Sonnenstrahlen ist der Techamphibian innerhalb kürzester Zeit wieder trocken und bereit für das nächste Wasserabenteuer.

Der Salomon Techamphibian 3 ist die perfekte Symbiose aus Sandale, Slipper und Outdoorschuh: Gut belüftet, Profilsohle mit Grip, stabiler Rundumschutz für die Zehen. | Foto: Sarina Raab
Techamphibian ist die perfekte Symbiose aus Sandale, Slipper und Outdoorschuh: Gut belüftet, Profilsohle mit Grip, stabiler Rundumschutz für die Zehen. | Foto: Sarina Raab

Die Sohle für alle Fälle: Grip auch Unterwasser

Wie ich schon erwähnt habe, trage ich den Salomon Techamphibian 3 am liebsten bei Spaziergängen, die an heißen Tagen vorwiegend durchs oder ans Wasser gehen. Um das auch voll und ganz genießen zu können, ist guter Grip ein absolutes Muss. Salomon hat auf solch nasse, rutschige und feuchte Bedingungen mit einer speziellen Sohle reagiert. Die Non-marking Water Contagrip®-Sohle besteht aus einem Stollenprofil, um sicheren Halt und Trittfestigkeit zu gewährleisten. Dennoch hat die Sohle auch auf hartem Untergrund, wie zum Beispiel Asphalt, eine ausreichende Dämpfungsfunktion.

Als ich den Salomon Techamphibian das erste Mal an meinen Füßen hatte, empfand ich die Sohle und Dämpfung als sehr angenehm weich. Ich konnte mir nur schwer vorstellen, dass ich mit diesem Sohlenprofil auf einem nassen, steinigen Untergrund guten Halt finden kann. Doch da hat mir der Techamphibian bei der ersten kleinen Wanderung durch die Mangfall das Gegenteil bewiesen – ein super Grip auch auf moosigen und feuchten Steinen!

Tragekomfort und Passform

In punkto Tragekomfort besticht der Salomon Techamphibian 3 mit seinem Gewicht, so dass man – besonders im Wasser – schon mal vergessen kann, dass man überhaupt einen Schuh an den Füßen hat. Gut, dass es hier die umklappbare Ferse mit verstellbarem Fersenriemen gibt, die die Sandale an den Füßen hält. Mit dem Fersenriemen, der in Höhe des Übergangs von Ferse zu Wadenbein verläuft, kann das Fersenpolster individuell eingestellt werden.

Dieser verstellbare Fersenriemen ist leicht zu bedienen, mit nur einem Zug wird das Fersenpolster enger an die Ferse gedrückt. Leider muss ich jedoch sagen, dass ich bei längeren Wanderungen oder Spaziergängen sowohl bei meinem ersten Modell wie auch beim Techamphibian 3 den Fersenriemen immer wieder neu zuziehen musste, weil er sich von selbst wieder lockert. Besonders unpraktisch und störend finde ich das im Wasser, weil die Sandale durch die leichte Wasserströmung beim Schwimmen schon mal vom Fuß rutschen kann. Untergehen tut er jedoch nicht, sondern schwimmt erfolgreich, wie der Selbstversuch beweist.

Trotz dieses Lockerns sitzt der Techamphibian bei mir gut am Fuß und liegt vor allem im vorderen Fußbereich eher eng an. Daher würde ich – bezogen auf die Passform – den Techamphibian Frauen mit schmaleren Füßen ans Herz legen.

Mein Fazit: Allrounder für den Sommer … und mehr!

Für mich ist der Salomon Techamphibian 3 ein echter Sommer-Allrounder mit vielfältigen Einsatzbereichen. Ich trage die Outdoor-Sandale am liebsten bei Spaziergängen mit dem Vierbeiner, die im Sommer meist durch das Flußbett der Mangfall verlaufen. Außerdem habe ich den Techamphibian auch immer wieder gerne im Hochseilgarten oder beim Rafting an. Auf Grund des guten Sohlenprofils kann die Salomon-Sandale auch der perfekte Begleiter für kleine Wanderungen an heißen Sommertagen sein.

Doch der Vielfältigkeit noch nicht genug – mit seiner umklappbaren Ferse setzt der Techamphibian noch eins drauf. Dieses Feature setzt in meinen Augen meinem Allroundkönig noch die Krone auf. Die komplette Ferse inklusive Fersenpolster kann ganz einfach nach innen geklappt werden. So wird aus der Sandale im Nu ein sportlicher Slipper mit gepolsterter Ferse. Ich liebe dieses Feature und verwende den Techamphibian so oft es geht als praktischen Slipper zum Reinschlupfen, wenn es mal schnell gehen muss. Der Einsatzbereich lässt sich gar nicht so eng eingrenzen: Vom Kanuten bis hin zum Biergartenradler eignet sich der Schuh perfekt.

Salomon Techamphibian 3 auf einen Blick

  • Umklappbare Ferse – macht die Sandle im Nu zum Slipper
  • Schnürsenkeltasche zum einfachen Verstauen des Quick-Fit Schnürsystems
  • Verstellbarer Fersenriemen
  • Quicklace™ Schnellschnür System
  • Non-Marking Water Contragrip® Sohle für maximale Haftung bei nassen und rutschigen Bedingungen
  • Obermaterial: schnelltrocknendes und atmungsaktives Mesh-Gewebe, Synthetikleder zur Stabilitätsunterstützung
  • Gewicht: 530 Gramm pro Paar bei Größe 6

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