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Kompakter Rucksack für jeden Trail

Die Ultimate Direction Mountain Vest 4.0 im Test

4 Minuten Lesezeit
In Ultraläufer-Kreisen ist Ultimate Direction schon lange eine feste Größe, wenn es um innovative Laufrucksäcke geht. Bergzeit Autor Daniel Zidaric hat den Trailrunningrucksack Mountain Vest 4.0 von Ultimate Direction einem Praxistest unterzogen.

Ich durfte die Mountain Vest 4.0 von Ultimate Direction ausgiebig testen und so viel schon vorweg: Nach einigen Trainingskilometern und einem langen Wettkampf bin ich wirklich glücklich mit diesem Teil. Die Mountain Vest ist Teil der Signature Series, für die Ultimate Direction mit namhaften Athleten wie Scott Jurek oder Peter Bakwin zusammenarbeitet, um allen speziellen Anforderungen gerecht zu werden. Daher hat bei meinem Modell niemand geringeres als Anton Krupicka seine Expertise beigesteuert, was man auch schnell merkt, da sich hier richtig viele Gedanken gemacht und auch die kleinsten Details berücksichtigt wurden.

Passform, Tragekomfort und Sitz der Mountain Vest 4.0

Der Comfort Crinch erleichtert die Anpassung der Laufweste
Der Comfort Crinch erleichtert die Anpassung der Weste. | Foto: Daniel Juraj-Zidaric

Als erstes ist mir beim Testen aufgefallen, wie unglaublich leicht diese Laufweste ist, 262 Gramm (360 Gramm mit Softflasks) bei 13 Litern Volumen sind aber auch eine echte Ansage für so viel Ausstattung! Trotzdem hat man das Gefühl einen „echten“ Rucksack zu tragen und nicht einen ungemütlichen, leichten Stoffsack. Da der komplette Rücken aus einem nahtlosen Netzmaterial gefertigt ist, schwitzt man damit auch an wärmeren Tagen nicht so extrem – ein echter Pluspunkt für lange, sommerliche Läufe.

Was die Mountain Vest aber letztendlich so einzigartig und genial macht, ist das neue Comfort Cinch System am unteren Rücken. Mit nur einem Handgriff lässt sich damit der Sitz anpassen, ohne dass man die Weste ausziehen müsste! Das ist ein grandioser Vorteil für mich, da ich immer unterschiedliche Ausrüstung dabei habe, Proviant aufbrauche oder unterwegs Wechselklamotten umpacke und mir somit weniger Gedanken machen muss, wie genau ich packen muss. Zu diesem Verstellsystem kommt noch ein cleveres Kompressionssystem oben drauf: Das Hauptfach lässt sich daher so perfekt komprimieren, festzurren und anpassen, dass auch die schlampigste Beladung nicht wackelt oder stört.

Mountain Vest 4.0 im Test: Platzwunder in Sachen Beladung und Kapazität

In puncto Beladung ist die Mountain Vest meiner Meinung nach sowieso ein kleines Wunder. Im Hauptfach kriegt man die Pflichtausrüstung für große 100 Meiler unter und kann diese auch ziemlich gut ordnen. Es gibt ein praktisches Reißverschlussinnenfach für Wertsachen und Kleinigkeiten, eine äußere Stretchtasche für Klamotten und eine extra Unterteilung mit Aufhängung für eine Trinkblase (nicht im Lieferumfang). Die Aufhängung habe ich auch getestet und für sinnvoll befunden, obwohl ich nur in Ausnahmefällen mit Trinkblase unterwegs bin.

Vorne sind sämtliche Taschen (von denen es wirklich viele gibt) aus einem sehr weichen, sehr stretchigen Material, was es möglich macht ziemlich viele Gels, Tabs, Riegel, Handy und was man sonst gerne in Griffnähe hat, einzupacken. Für mich die perfekte Aufteilung bei einem Rucksack: Pflichtausrüstung und Wechselklamotten sicher am Rücken verstaut und alles, was man unterwegs braucht, sofort zur Hand. Noch besser fände ich es, wenn man auch leichter an das Rückenfach kommen würde, wie etwa mit einer Kängurutasche hinten, aber es gibt immer Raum für Verbesserungen.

Praktische Halterungen und Softflasks

Praktische Stockhalterung an der Vorderseite der Trailrunningweste.
Die praktische Stockhalterung an der Vorderseite erleichtert das Verstauen und das Auspacken. | Foto: Daniel Juraj-Zidaric

Auch bei der Stockhalterung hat sich jemand viele Gedanken gemacht und das Ergebnis funktioniert. Diese befinden sich vorne neben den Flaschenhalterungen und das hat mich vor dem Test ehrlich gesagt mehr als skeptisch gemacht. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass es im Grunde nur Vorteile bietet: Die Halterungen sind so platziert, dass die Trailrunning-Stöcke überhaupt nicht im Weg sind und was noch viel praktischer ist: Man kann sie viel leichter verstauen und wieder auspacken als bei vergleichbaren Systemen am Rücken.

Wie es mittlerweile bei Laufwesten beinahe Standard ist, wird auch die Mountain Vest mit Softflasks für die Flüssigkeitsversorgung unterwegs geliefert. Dabei hat jeder Hersteller eigene Besonderheiten, aber die von Ultimate Direction sind genau nach meinem Geschmack. Robust, mit großer Öffnung, verschließbar und vor allem um einiges breiter als andere Modelle sitzen diese nah am Körper, was es wiederum viel bequemer macht sie zu transportieren.

Fazit zum Test der Ultimate Direction Mountain Vest 4.0

Dieser Trailrunningrucksack ist der Hammer und gehört in seiner Kategorie zum Besten, was es derzeit fürs Trailrunning gibt. Generell bin ich sehr kritisch was Laufrucksäcke angeht – aber bei der Mountain Vest wurde beinahe alles richtig gemacht. Der einzige Negativpunkt, der sich beim Testen herausgestellt hat, ist für mich das Fehlen einer leicht erreichbaren Außentasche hinten. Außerdem kann man sich streiten, ob Eispickelhalterungen wirklich nötig sind. Das sind aber nur kleine Punkte, die kaum ins Gewicht fallen, bzw. die Einsatzmöglichkeiten noch erweitern. Insgesamt gesehen ist es optimal, dass man damit so viel transportieren kann und es einen unterwegs sogar vergessen lässt, dass man einen Rucksack trägt.

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