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Von der Wand auf die Matte

10 gute Gründe, warum Kletterer Yoga machen sollten

4 Minuten Lesezeit
Kann ich nicht einfach nur klettern? Manch passionierter Kletterer mag dem Thema Yoga noch skeptisch gegenüberstehen, doch immer mehr Sportler entdecken Yoga als perfekte Ergänzung zum Klettern und Bouldern. Warum? Das erfährst Du in den folgenden 10 Gründen.

1. Du lernst Deinen Körper besser kennen

Im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten, die oft nur bestimmte Muskeln ansprechen, werden beim Yoga so gut wie alle Muskelpartien im Körper aktiviert und trainiert. Durch die unterschiedlichen Übungen lernst Du Deinen Körper besser kennen und das hilft Dir, Dich auch beim Klettern besser einzuschätzen. Du kannst leichter beurteilen, welche Route für Dich kletterbar ist oder wann Du zum Beispiel besser aufhören solltest.

2. Du verbesserst Deine Haltung

Ähnlich wie bei der Büroarbeit, ist Dein Körper beim Klettern viel nach vorne gebeugt. Durch die verkürzte Brustmuskulatur entsteht eine leicht gekrümmte Haltung (Rundrücken), die Du mit Hilfe von Yoga ganz leicht ausgleichen kannst. Mit entsprechenden Übungen stärkst Du Deine Trapeziusmuskulatur und Deine Brustmuskulatur wird aufgedehnt.

Yogini bei der Ausführung der Yoga-Übung Kobra, vor Kletterwand.
Die Kobra für einen starken Rücken: Mit der Rückbeuge wirkst Du der nach vorne gebeugten Kletterhaltung gezielt entgegen. | Foto: Bergzeit

3. Du findest zu mentaler Stärke

Fürs Klettern benötigst Du nicht nur einen starken Körper, sondern auch einen starken Geist. Du musst immer wieder Deine Komfortzone verlassen, lernen mit der Sturzangst umzugehen und gleichzeitig Deinem Sicherungspartner vertrauen. Das alles verursacht Stress, dem Du mit Yoga gezielt entgegenwirken kannst. Asanas, Meditation und Pranayama reduzieren Stresssymptome und helfen Dir – auch durch eine bewusstere Atmung – negative Gedanken zu vertreiben und beim Klettern fokussierter und konzentrierter zu sein.

4. Du wirst beweglicher

Wenn Du regelmäßig Yoga praktizierst, wirst Du bald merken, dass Du insgesamt beweglicher und flexibler wirst. Du kannst die Bewegungen geschmeidiger ausführen und erhöhst Deine Bewegungsmöglichkeiten. Diesen positiven Effekt wirst Du auch bald an der Wand merken, wenn Du zum Beispiel in Verschneidungen Deine Beine sehr weit spreizen oder einen Tritt sehr hoch antreten musst.

5. Du verringerst das Verletzungsrisiko

Um Verletzungen beim Sport zu vermeiden, ist Aufwärmen das A und O. Eine kurze Yoga-Einheit bietet dabei die perfekte Grundlage, um Deinen Körper auf die Bewegungen beim Klettern vorzubereiten und damit Verletzungen vorzubeugen.

6. Du bekommst mehr Kraft

Auf der Gummi-Matte herumliegen, soll dabei helfen, kräftiger zu werden? Aber ja! Wer regelmäßig Yoga macht, kann bestätigen, wie anstrengend viele Yoga-Übungen sind und dazu zählen nicht nur dynamische Yoga-Stile, sondern auch ganz klassische Übungen, wie etwa beim Hatha Yoga. Mit gezielten Asanas kannst Du konkret die Muskeln stärken, die Du zum Klettern brauchst.

7. Du vermeidest Verspannungen

Nackenprobleme und Schulterverspannungen gehören bei vielen Kletterern zur Tagesordnung. Das dauernde Hochschauen beim Sichern und auch das Hochschauen beim Klettern selbst, sowie die teilweise sehr starken Züge, die man in der Wand macht, führen dazu, dass die Muskeln und Strukturen sehr fest werden. Mit Yoga kannst Du Muskelverspannungen nicht nur lösen, sondern auch vermeiden. Besonders Yin Yoga (das sogenannte Faszien-Yoga, bei dem Du eine Übung ca. drei Minuten hältst) wirkt hier Wunder!

8. Du entwickelst mehr Körperbalance

Yoga hilft Dir, mehr Balance und Konzentration zu entwickeln. Wenn Du also in eine Route eingestiegen bist und Dein Gewicht beispielsweise auf den linken Fuß verlagern musst, um den nächsten Move zu machen, dann wirst Du dank Yoga leichter die dafür nötige Balance finden und halten.

9. Du wirst achtsamer

Beim Yoga wirst Du immer wieder angeleitet, Deinen Körper und dessen Bedürfnisse wahrzunehmen. Du lernst, Deine gesamte Aufmerksamkeit auf den Moment zu richten und steigerst damit Deine Achtsamkeit. Beim Klettern ist Achtsamkeit essentiell, denn sie hilft Dir dabei, Dich voll und ganz auf Deine Route zu fokussieren und somit bessere Kletterleistungen zu erbringen.

Frau in der Kletterhalle beim Abseilen an der Wand.
Wer regelmäßig übt, wird die positiven Effekte der Yoga-Einheiten bald merken. Yoginis sind nicht nur auf der Matte, sondern auch an der Wand beweglicher, achtsamer und glücklicher. | Foto: Bergzeit

10. Du hast mehr Spaß beim Klettern

Yogis und Yoginis sind sich einig: Regelmäßiges Yoga macht glücklich! Und das gute Gefühl, dass Du aus den Yoga-Einheiten mitnimmst, überträgt sich nicht nur auf Deinen Alltag, sondern auch aufs Klettern. Wenn Du regelmäßig übst, wirst Du die positiven Effekte schnell merken: Du bist mit Deinem Körper mehr im Einklang, bist entspannter, fühlst Dich beweglicher und wirst dadurch garantiert noch mehr Spaß beim Klettern haben. Gibt es einen besseren Grund, um mit dem Yoga anzufangen?

Perfekte Yoga-Übungen für Kletterer

Welche Yoga-Übungen sind fürs Klettern und Bouldern ideal? Bergzeit hat für Dich zehn Übungen für eine bessere Kletterperformance zusammengestellt:

Mehr gezieltes Yoga-Training

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