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Auf unbekannten Wegen

Einsame Skitransalp von Antholz nach Kufstein

2 Minuten Lesezeit
Diese Ski-Transalp führt über eine einsame und dadurch um so spannendere Route vom südtirolerischen Antholz bis nach Kufstein im Inntal. Erika berichtet von ihrer Durchquerung im Frühjahr 2017 - und berichtet von abgelegenen Karen, spannenden Steilrinnen und eingeschneiten Klettersteigen.

Die Sonne strahlt, weit unter uns glitzert ein teils gefrorener See. Bis zur Brust stecken wir im Pulverschnee und wühlen uns durch die Gipfelwechte. Auf der anderen Seite wird es gut tausend Höhenmeter durch unverspurtes Traumgelände wieder Richtung Tal gehen. Garantiert unverspurt – denn wir sind allein in dieser entlegenen Gegend. Seit gestern ist uns kein Skitourengeher mehr begegnet.

Und während wir den gemeinsam erreichten Gipfel feiern, wandert unser Blick von Südtirol bis in den Wilden Kaiser. Er deckt damit unsere Route für diese sieben Tage komplett ab: Mit Ski einmal über die Alpen. Von Bruneck nach Kufstein. Auf einer Route, die sonst fast keiner kennt.

Herrlicher Sonnenschein, frisch eingeschneite Hänge. Ein perfekter Start!

Erika Spengler/ulligunde.com

Herrlicher Sonnenschein, frisch eingeschneite Hänge. Ein perfekter Start!


Die Lawinensituation ist kritisch, wir bleiben daher defensiv.

Erika Spengler/ulligunde.com

Die Lawinensituation ist kritisch, wir bleiben daher defensiv.


Unser erster Gipfel hüllt sich in Wolken.

Erika Spengler/ulligunde.com

Unser erster Gipfel hüllt sich in Wolken.


Der nächste Tag wartet wieder mit herrlichem Sonnenschein. Endlich! Die Laune ist weiterhin gut.

Erika Spengler/ulligunde.com

Der nächste Tag wartet wieder mit herrlichem Sonnenschein. Endlich! Die Laune ist weiterhin gut.


Die Abfahrt ins Zillertal ist besser als gedacht - Bergführer Flo genießt.

Erika Spengler/ulligunde.com

Die Abfahrt ins Zillertal ist besser als gedacht – Bergführer Flo genießt.


Vom Zillertal geht es Richtung Gerlos.

Erika Spengler/ulligunde.com

Vom Zillertal geht es Richtung Gerlos.


Und plötzlich kommt Norwegenfeeling auf. Der Speichersee Zillergründl wirkt fast wie ein Fjord, die Sonne lacht. Wir auch!

Erika Spengler/ulligunde.com

Und plötzlich kommt Norwegenfeeling auf. Der Speichersee Zillergründl wirkt fast wie ein Fjord, die Sonne lacht. Wir auch!


Bergführer Flo hilft beim Überkletter der pulvrigen Wechte.

Erika Spengler/ulligunde.com

Bergführer Flo hilft beim Überkletter der pulvrigen Wechte.


Vorsichtige Abfahrt in Richtung Gerlos. Die Lawinensituation ist immer noch nicht ganz entspannt.

Erika Spengler/ulligunde.com

Vorsichtige Abfahrt in Richtung Gerlos. Die Lawinensituation ist immer noch nicht ganz entspannt.


Der Frühling klopft an die Türe. Wir müssen die Ski immer wieder passagenweise tragen.

Erika Spengler/ulligunde.com

Der Frühling klopft an die Türe. Wir müssen die Ski immer wieder passagenweise tragen.


Der Klettersteig versteckt sich teilweise unter dem Schnee und erschwert dem Bergführer die Arbeit.

Erika Spengler/ulligunde.com

Der Klettersteig versteckt sich teilweise unter dem Schnee und erschwert dem Bergführer die Arbeit.


Der spektakuläre Durchschlupf an der Kopftörlscharte.

Erika Spengler/ulligunde.com

Der spektakuläre Durchschlupf an der Kopftörlscharte.


Für alle, die es sich nicht zutrauen, geht es am Seil die ersten Meter hinab.

Erika Spengler/ulligunde.com

Für alle, die es sich nicht zutrauen, geht es am Seil die ersten Meter hinab.


Bergführer Flo genießt die ersten steilen Schwünge ...

Erika Spengler/ulligunde.com

Bergführer Flo genießt die ersten steilen Schwünge …


... und Sprünge.

Erika Spengler/ulligunde.com

… und Sprünge.


Unten wartet, was kommen muss...

Erika Spengler/Ulligunde

Unten wartet, was kommen muss…


...Schluss mit Ski! Los geht der Hatsch.

Christian Regler

…Schluss mit Ski! Los geht der Hatsch.


Mit dem Sonnenuntergang erreichen wir Kufstein. Wir haben es geschafft!

Erika Spengler/ulligunde.com

Mit dem Sonnenuntergang erreichen wir Kufstein. Wir haben es geschafft!


Zurück bleibt die Erinnerung an eine fabelhafte Tour, ein eingeschworenes Team und eine abwechslungsreiche Transalp.

Erika Spengler/ulligunde.com

Zurück bleibt die Erinnerung an eine fabelhafte Tour, ein eingeschworenes Team und eine abwechslungsreiche Transalp.


Alle Daten zum Ski-Transalp von Antholz nach Kufstein

  • Start: Antholz/Pustertal
  • Ziel: Kufstein
  • Route: insgesamt6 Etappen, insgesamt 9.000hm im Aufstieg.

Etappen:

  • Tag 1: Antholz – Antholzer Scharte – Magerstein – Kasseler Hütte – Rein in Taufers. (6h, 1.650 Hm Aufstieg, 1.300 Hm Abfahrt)
  • Tag 2: Klammljoch – Arvental – Ahrntal – Prettau. (5h, 1.600 Hm Aufstieg, 1.800 Hm Abfahrt)
  • Tag 3: Überschreitung Alpenhauptkamm via Rauchkofel. Übernachtung: Zillergrund. (5h, 1.600 Hm Auf- und Abstieg)
  • Tag 4: Zillergründl – Wildgerlosspitze – Gerlos. (6h, 2.000 Hm Auf- und Abstieg)
  • Tag 5: Kröndlhorn – Schneegrubenspitz – Kelchsau – Hohe Salve – Ellmau.  (4h, 1.200 Hm Aufstieg, 1.500 Hm Abstieg)
  • Tag 6: Kopftörl – Hans-Berger-Haus – Kufstein. (6h, 1.000 Hm Auf- und Abstieg)

HINWEIS: Der Verlauf bietet unzählige Variationsmöglichkeiten, um die Tour an die Gruppe und die Verhältnisse anzupassen. Wer sich diese Unternehmung eigenständig zutraut, wird über genügend Erfahrung verfügen, die einzelnen Passagen adequat zu planen. Jedem anderen sei die Tour mit einem Bergführer (in meinem Fall war es die Bergschule Mountain Elements) empfohlen.

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