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Futurelight – Die Material-Revolution aus dem Hause The North Face

5 Minuten Lesezeit
"Futurelight" ist der Name des neuen atmungsaktiven, wasserdichten Materials von The North Face. Es wird mittels Nanospinning-Technologie hergestellt. Was das bedeutet und welche Vorteile das hat? Nadine und Lena von Bergzeit konnten es für Euch exklusiv vorab im Dachstein Massiv testen. (Anzeige)

Eine Material-Revolution – große Worte, die die Marke „The North Face“ da im Zusammenhang mit ihrem neuen Material in den Mund nimmt. Doch was ist an Futurelight so besonders? Nadine arbeitet bei Bergzeit im Einkauf und konnte die „L5“ Jacke und Hose aus der „Summit Series“ im September einen Tag lang testen. Und auch ich durfte die Hardshell-Kombi stellvertretend für die Marketing-Abteilung exklusiv auf der Dachstein-Überschreitung ausprobieren.

Futurelight: Nano statt Mikro

Nanospinning – das ist die Technologie, mit der Futurelight hergestellt wird. Ein Verfahren, das es der Marke The North Face erlaubt, Fasern im Nanometer-Bereich zu verarbeiten. Das ist wirklich revolutionär, denn alles Vergleichbare auf dem Markt besteht aus Mikrofasern. Durch das neue Herstellungsverfahren entstehen feinste Öffnungen im Material, die die Kleidung extrem atmungsaktiv und dennoch wasserfest machen.

Das Besondere: Die Nanospinning-Technologie erlaubt es, Kleidung komplett an die Bedürfnisse der Sportler anzupassen. Denn Gewicht, Dehnbarkeit, Atmungsaktivität und Robustheit können je nach Sportart individuell reguliert werden. Nehmen wir als Beispiel Skitouren. Anstrengende Anstiege erfordern maximale Atmungsaktivität. Also werden die Fasern so gewebt, dass sie maximal luftdurchlässig sind.

Beim Freeriden wiederum ist der Komfort ein wichtiger Punkt – aus diesem Grund wird im Fertigungsprozess darauf geachtet, dass das Material mit einer maximalen Dehnbarkeit hergestellt wird. Die Stellschrauben sind flexibel und dabei bleibt das Material immer wasserdicht und atmungsaktiv. Dieses Höchstmaß an Anpassbarkeit war mit den bisherigen Verfahren nicht möglich.

Wie nachhaltig ist Futurelight?

Der neue Fertigungsprozess ist laut The North Face aus mehreren Gründen nachhaltig. Es können dreilagige Kleidungsstücke umweltfreundlich, aus recyceltem Polyester hergestellt werden. Es werden weniger Chemikalien eingesetzt. Hergestellt werden die Jacken und Hosen in Fabriken in Vietnam, die bestimmten, von The Nort Face definierten Standards entsprechen. Diese Fabriken werden mit Solarstrom betrieben.

Futurelight: Mit Athleten entwickelt

Futurelight kommt aus den Bergen und wurde zusammen mit The North Face-Athleten aus der ganzen Welt entwickelt und verbessert. Ihr Anliegen soll es gewesen sein, die Leistung und Atmungsaktivität ihrer wasserdichten Ausrüstung weiter zu verbessern.

Also ist Bergsteiger Jim Morrison 2018 im Prototyp der Light-Jacke auf dem Lhotse, dem vierthöchsten Berg der Welt unterwegs gewesen. Dort gelang ihm eine historische Premiere in der Jacke: Zusammen mit Hilaree Nelson ist er die „Dream Line“ auf Skiern abgefahren. Eine schmale, bis zu 50 Grad steile Rinne vom Gipfel bis hinunter auf 6400 Meter. Ein Härtetest für die Jacke.

Dabei soll er nur einen Baselayer, ein Fleece, eine Expeditions-Daune und darüber die Futurelight Hardshelljacke in der Light-Version angehabt haben. Unvorstellbar – fast wie auf einer normalen Skitour in den Voralpen, nur dass Morrison auf über 8.500 Metern stand.

Die Erfahrungen, die er in der Jacke auf der Tour gemacht hat, hat er mit zum Entwicklungs-Team bei The North Face genommen. Die wiederum haben weiter gearbeitet und verbessert. Herausgekommen sind die Jacken, die Nadine und ich in der robusteren Variante auf dem Dachstein für einen Tag testen dürfen.

Futurelight in der Praxis: Unser erster Test auf dem hohen Dachstein

Die Vorteile der Futurelight-Technologie sollen sein:

  • maximal atmungsaktiv
  • extrem wasserdicht
  • komfortabel
  • nachhaltig
  • strapazierfähig

Die Bedingungen am Testtag sind für eine Tour optimal. Bei bestem Wetter starten wir zum Gipfel des Hohen Dachstein auf knapp 3.000 Metern. Für einen ausgiebigen Test wäre natürlich Regenwetter besser gewesen. Nadine und ich testen die „L5“ Jacke und Hose aus der Summit Series – also der Serie für extreme Bedingungen in hochalpinem Gelände.

Am Gipfel des hohen Dachstein mit Futurelight | Foto: Tom Klocker
Am Gipfel des Hohen Dachstein mit Futurelight | Foto: Tom Klocker

Komfort

Was in der Gruppe sofort auffällt: Es ist extrem leise. Hardshell-Material verursacht beim Gehen, wenn Material auf Material reibt oft eine beeindruckende Lautstärke. Futurelight ist anders. Auch die Haptik ist angenehm weich im Vergleich zu anderen Materialien. Es fühlt sich gut an!

In Sachen Komfort punktet Futurelight also schonmal. Hose und Jacke machen jede Bewegung mit – auch wenn wir die Beine mal höher heben müssen bei Kraxeleien in felsigem Gelände. Wir können uns voll auf unsere Schritte konzentrieren.

Strapazierfähigkeit

Das ist auch wichtig, denn der Klettersteig zum Gipfel des hohen Dachstein fordert unsere Konzentration. Wir bleiben trotzdem hier und da am Fels oder am Drahtseil hängen. Doch diese kleineren Prüfungen in Sachen Strapazierfähigkeit besteht das Material ebenfalls an diesem Tag.

Atmungsaktivität

Der Klassiker: Beim Hochgehen schwitzen und ausziehen, beim Stehen frieren und anziehen. Die Futurelight-Technologie verspricht Anpassungsfähigkeit, wodurch das ständige An- und Ausziehen am Berg ein Ende haben soll. Und tatsächlich – niemand aus der Gruppe zieht sich während des Aufstiegs aus. Klar, es ist warm, aber nicht zu warm. Niemand überhitzt. Und auch am Gipfel des Dachstein, wo der Wind schon ordentlich pfeift, zieht sich keiner groß um. Es scheint, als würde die Jacke das Klima in einem gewissen Rahmen selbst regulieren.

Wasserdichte

Von der Wasserdichtigkeit konnten wir uns an dem Tag leider, oder eigentlich zum Glück, nicht überzeugen. Kein Regen. Allerdings hielt das Material kleinere Tests beim Knien und Sitzen auf Schnee und Eis problemos stand. Alles trocken!

Nachhaltigkeit

Das nachhaltige Herstellungsverfahren hatte ich ja  bereits weiter oben erwähnt. Hinzu kommt natürlich, dass ein strapazierfähiges Material langlebiger ist und somit weniger oft ersetzt werden muss.

Auf dem Weg zum Hohen Dachstein mit Futurelight | Foto: Tom Klocker
Auf dem Weg zum Hohen Dachstein mit Futurelight | Foto: Tom Klocker

Fazit zu Futurelight von The North Face

Bei unserem Test konnten Nadine und ich einen Tag lang draußen erfahren, welches Potential in der Futurelight-Technologie steckt. Für manche Punkte braucht es sicherlich einen längeren Zeitraum, um eine verlässliche Aussage treffen zu können.

Allerdings hat uns dieser erste Eindruck gereicht um sagen zu können: Ja, in diesem Material steckt Revolution! An vielen Stellen konnten wir einen deutlichen Unterschied erkennen: „Ich habe die Ausrüstung als super angenehm empfunden. Futurelight hat mich den ganzen Tag bei meiner Aktivität optimal unterstütz und an keiner Stelle gestört“, resümiert Bergzeit Textil-Expertin Nadine.

Hier findest Du alle Futurelight-Produkte bei Bergzeit

 

The North Face soll Dich auf Deinem nächsten Abenteuer begleiten? Dann schau doch vorbei im Markenshop!

 

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