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Leichte Skating-Performance

Fischer Skating-Set im Test: Carbonlite Skate H-Plus Stiff Ski und RCS Skate Schuh

6 Minuten Lesezeit
Bergzeit Autorin Pia ist trotz wenig Schnee in diesem Winter auf die Loipe gegangen und hat für Dich den Carbonlite Skate Plus Stiff Ski und RCS Skate WS Schuh von Fischer getestet. Wie sich Weltcup-Ski und Skating-Schuh geschlagen haben und warum es sich hin und wieder lohnt, in neues Equipment zu investieren, liest Du hier.

Seit ca. sechs Jahren bin ich begeisterte Langläuferin. Im ersten Jahr habe ich mir immer Material geliehen, bevor ich mir vor fünf Jahren einen gebrauchten Ski gekauft hatte, mit dem ich immer glücklich war. Langlaufen ist für mich im Winter der perfekte Ausgleich zum Radsport im Sommer. Ich habe öfter mal mit dem Gedanken gespielt, mir neues Material zum Langlaufen zu kaufen, aber grundsätzlich war ich zufrieden mit meiner Ausrüstung und wollte auch kein Geld für neue Ski, Schuhe oder Bindung ausgeben. Doch der Test des neuen Fischer Equipments hat mich eines besseren belehrt. Ich bereue es, nicht schon früher investiert zu haben. Ich bin restlos begeistert von meinem neuen Langlauf-Set.

Bei der Auswahl des passenden Materials bietet Fischer sehr gute Größentabellen, auf die man sich verlassen kann. Beim Ski habe ich mich daher für den CarbonLite Skate Plus in 180cm entschieden (ich selbst bin 172 cm groß und wiege 65 kg). Bei der Auswahl der Schuhe hat mir die App „Fischer Scan-Fit“ sehr geholfen. Die App kannst Du Dir im App-Store herunterladen und scannst Deinen Fuß jeweils von drei Seiten. Die App ist selbsterklärend und sehr einfach in der Anwendung. Aus den Bildern wird ein 3D-Modell von Deinem Fuß erstellt, aus dem sich wiederum die Schuhgröße je Schuhmodell ergibt. So kam ich zum RCS Skate WS Schuh in Größe 40. Bewusst habe ich mich für diesen Schuh entschieden, da er wärmer und bequemer als ein Carbonschuh ist. Bei der Bindung habe ich mich für die Race Pro Skate mit der bewährten Turnamic Technologie entschieden.

Der Carobonlite Skate H-Plus Stiff Skatingski

Der Carbonlite Skate H-Plus Stiff ist ein schneller Skatingski von Fischer. Sehr schnell, verspricht die Produktbeschreibung sogar. Er kommt sogar bei Profirennen im Welt- und Continentalcup zum Einsatz. Und jetzt auch bei mir. Mein erster Eindruck: der Ski liegt sehr leicht in der Hand und wirkt mit seiner matten Optik edel. Ausgeliefert wird der Ski Prewaxed. Das heißt, der Ski wurde bereits einer Infrarot Präparation mit Heißwachs unterzogen. Dies führt zu besten Gleiteigenschaften, Schutz gegen Verschmutzung und Oxidation. Das Wachs lässt sich sehr leicht abziehen und dann ist der Ski auch schon einsatzbereit.

Fischer Carbonlite H-Plus Stiff Test
Gemacht für schnelle Skater: der Fischer Carbonlite H-Plus Stiff. | Foto: Fischer

Um nur ein paar pfiffige Details zu nennen, die in den Brettern versteckt sind:

Die pfeilförmige Seitenform verbessert die Performance und Dynamik speziell bei der 1:1 Skating-Technik. Fischer nennt das „Sidecut World Cup Skate“. In der Spitze der Skier ist nicht nur einfach so ein Loch. Die Masse in der Spitze wird so reduziert. Die Pendelbewegung wird weniger und der Kraftaufwand auch. Fischer nennt das „Hole Ski Tip“. Das DTG World Cup Plus ist die tiefere und gröbere Plus-Struktur des Belags, ideal für warme und feuchte Verhältnisse. Erzeugt wurden diese durch einen natürlichen Diamanten. Das Air Core HM Carbon ist das Neueste aus dem Weltcup: Bewährtes Air Core Material – der erfolgreichste Skikern mit einem Luftanteil von über 80% für extreme Leichtigkeit, kombiniert mit hochmodularen Carbonfasern.

Für den Test habe ich mir die Fischer Race Pro Skate IFP Bindung montiert. Dass der Ski extrem leicht ist, merke ich auch beim Praxistest. Die ersten Schritte sind noch wacklig. Der Ski fordert eine saubere Technik und einen zentralen Stand. Wenn man seine Mitte gefunden hat, ist der CarbonLite jedoch eine echtes Spaßgerät. Bergauf ein Leichtgewicht, bergab stabil und schnell und in der Ebene ein Gleitwunder. Es fühlt sich unglaublich gut an.

Der Damen RCS Skate Schuh

Passend dazu habe ich den RCS Skatingschuh von Fischer. Auch er ist für schnelle Runden auf der Loipe gemacht und lässt sich sogar durch den thermoformbaren Innenschuh an den Fuß anpassen. Ich mache also die Schachtel auf und schlüpfe in das neue Paar Schuhe. Die Größe passt perfekt. Auf die Größenberater-App von Fischer ist wirklich Verlass! Zusätzlich fühle ich mich in dem RCS Skate WS Schuh wie in einem Hausschuh. Der Schuh ist sehr schön ausgepolstert mit einer Art Fleece. Das macht den Schuh natürlich etwas wärmer, aber dank des speziellen „Triple F Membrane“, welches für optimales Klima im Schuh sorgen soll, trägt er sich mit meinen Kompressionsstrümpfen von CEP sehr angenehm. Das Fischer Speed Lock im Innenschuh ist ein neuer revolutionärer Schnellverschluss mit minimaler Größe und maximaler Leichtigkeit. Einfach Schuhbänder festziehen – fertig! Das System hält sicher und zuverlässig. Auch der Reißverschluss am Außenschuh lässt sich leicht schließen. Lediglich der Strap könnt für meinen Fuß etwas kürzer sein, tut aber seinen Job.

Fischer RCS Skate Schuh
Optimaler Halt und Kraftübertragung: Das verspricht der Damen-Skatingschuh RCS Skate von Fischer. | Foto: Fischer

Ab auf die Loipe. Für mich hat der Schuh das perfekte Leistungs-Bequemlichkeits-Verhältnis. Ich habe mir keine Blasen oder Druckstellen gelaufen. Auch nach langen Einheiten nicht. Da es diesen Winter selten unter 0°C hatte, habe ich doch meistens sehr schwitzen müssen. Nassgeschwitzte Füße hatte ich daher immer, dennoch hatte ich keine Druckstellen. Bei Sportschuhen wird oftmals der unangenehme Geruch zum Problem. Beim RCS Skate WS hilft zum Glück die Technologie „Fischer Fresh“ von Fischer die Geruchsbildung einzudämmen. Zusätzlich kann ich jedem einen Schuhtrockner für seine Sportschuhe empfehlen. Bei mir ist er im Dauereinsatz und ist auch für Laufschuhe, Skischuhe, Langlaufschuhe und Handschuhe geeignet.

Testfazit

Beim Test bin ich mit kurzen Einheiten von maximal einer Stunde gestartet und hatte immer mein altes Material zusätzlich im Auto dabei um ggf. wechseln zu können. Doch schon schnell hat sich herausgestellt, dass mein Ersatzmaterial nicht notwendig ist. Vor allem die neuen Schuhe sind so bequem, dass ich keinesfalls mehr meine alten Treter anziehen will. Der Schuh gibt trotz seiner bequemen Passform ausreichend Halt und Druck auf den Ski.

Nach und nach steigerte ich die Dauer meiner Einheiten. Die längste Einheit, die ich bisher absolviert hatte, waren dreieinhalb Stunden mit 30 km und 600 hm. Und hier macht sich der Leichtbau der Ski bemerkbar. Es ist so angenehm, wenn der Ski bei Steigungen nicht ins Gewicht fällt. Hier habe ich doch sehr deutlich einen Unterschied zu meinem alten Material gespürt. Ich kann jedem empfehlen neues Material auszuprobieren. Es gibt spürbare Unterschiede in allen Komponenten. Bequemere Schuhe, die zudem mehr Halt geben und leichtere Ski, die besser performen. Eine Investition lohnt sich meiner Meinung nach sehr, da man wieder mehr Motivation und Spaß auf der Loipe hat.

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