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Rap Line II von Edelrid: Reepschnur für alpine Experten

11 Minuten Lesezeit
Die Rap Line von Edelrid ist kein Kletterseil. Warum die sechs Millimeter dünne, bis zu 70 Meter lange Reepschnur dennoch eine Bereicherung für die Ausrüstungswelt des Alpinkletterns ist, verrät Bergzeit Autor Bene Hirschmann.

Eins vorweg: Die Rap Line von Edelrid ist kein Kletterseil, sondern eine Reepschnur zur Verwendung in alpiner Kletterei. Die nur sechs Millimeter dünne Rap Line erfordert viel Erfahrung im Umgang mit Material im alpinen Bereich und ist deshalb kein Ausrüstungsgegenstand für den alltäglichen Klettergebrauch oder „normales“ Klettern. Um einen sicheren Einsatz dieser Reepschnur zu ermöglichen, möchte ich in diesem Testbericht auf die Chancen und Grenzen bei der Verwendung der Rap Line eingehen.

HINWEIS: Dieser Testbericht zeigt Anwendungsmöglichkeiten, der Autor und Bergzeit übernimmt aber keinerlei Gewähr. Die Rap Line sollte nur mit entsprechendem Expertenwissen angewendet werden!

Fakten zur Rap Line von Edelrid

70-Meter-Einfachseil und 70-Meter-Rapline - eine ideale Kombination für schwere Alpinrouten | Foto: Benedikt Hirschmann
70-Meter-Einfachseil und 70-Meter-Rap Line – eine ideale Kombination für schwere Alpinrouten | Foto: Benedikt Hirschmann
  • Durchmesser: 6 Millimeter
  • Haltekraft: 2 UIAA-Normstürze
  • Material: Polyamid-Aramid-Materialmix
  • Farben: rot und blau
  • Länge: Bis zu 70 Meter (keine Meterware, sondern eine fertige Reepschnur am Stück)

Die „Rap Line II 6 Millimeter“ von Edelrid ist die überarbeitete, geschmeidigere Version des Vorgängermodells, der ersten Rap Line. Mit einem Durchmesser von sechs Millimetern (Vorgängerversion 6,5 Millimeter) und einem Gewicht von nur 31 Gramm pro Meter ist sie die erste Reepschnur mit einer dynamischen Sicherheitsreserve.

Diese entsteht durch die spezielle Beschaffenheit der Schnur: Sie ist aus zwei verschiedenen Gewebe-Komponenten geknüpft. Zum einen besteht die Rap Line aus klassischem Polyamid, das auch bei der Herstellung normaler Kletterseile verwendet wird. Darüber hinaus sind extrem reißfeste und hitzebeständige Aramid-Fasern (Kevlar) eingeflochten. Aramid übersteht Temperaturen über 370° Celsius und lässt sich auch mit einem Feuerzeug nicht verbrennen.

Diese Gewebekombination macht die Rap Line zu einer unschlagbar sicheren Reepschnur. Sie besitzt eine sehr hohe Haltekraft von zwei UIAA-Normstürzen und ist aufgrund der Aramid-Fasern auch gegen Reibungshitze resistent.

Safety First: Wichtige Sicherheitshinweise & Einschränkungen bei der Verwendung der Rap Line

Mit nur 6 Millimetern Durchmesser ist die Rapline nicht nur extrem dünn, sondern auch anders gewebt als ein normales Einfachseil - sie besteht nicht nur aus Polyamidfasern, sondern auch aus eingeflochtenem Aramid (Kevlar). | Foto: Benedikt Hirschmann
Mit nur sechs Millimetern Durchmesser ist die Rap Line nicht nur extrem dünn, sondern auch anders gewebt als ein normales Einfachseil – sie besteht nicht nur aus Polyamidfasern, sondern auch aus eingeflochtenem Aramid (Kevlar). | Foto: Benedikt Hirschmann

Wie bereits oben erwähnt, verbietet es die Beschaffenheit der Rapline, sie beim gewöhnlichen Sportklettern einzusetzen – und zwar unter allen Umständen! Beim Vorsteigen ist sie lediglich zur Sicherung bei Hochtouren ohne großes Sturzrisiko geeignet.

Nach Einschätzung eines befreundeten Bergführers ist die Rap Line nicht für Gletscherbegehungen tauglich, da sie sich bei einem Spaltensturz aufgrund des geringen Durchmessers zu stark in das Eis einschneiden und das Aufziehen des Gestürzten stark erschweren oder gar unmöglich machen würde.

Anm. d. Redaktion: Zu diesem Thema gibt es in Bergundsteigen-Ausgabe 100 vom Herbst 2017 eine ausführliche Auseinandersetzung. Knackpunkt ist die richtige Anwendung – auch wenn ein dynamisches Kletterseil mehr Sicherheitsreserven bietet.

Der wohl wichtigste Aspekt, was den Einsatzbereich der Rap Line betrifft, ist die Beschaffenheit des Geländes, in dem man sich beim Klettern bewegt. Das bedeutet, dass die Reepschnur keinesfalls einer dauerhaften Reibung am Fels ausgesetzt sein sollte. Selbstverständlich hält die Rap Line einer rauen Felsoberfläche stand, jedoch kann das Material sehr schnell durch Kanten oder Reibung verschleißen. Somit hat der geringe Durchmesser auch Nachteile: Anders als bei einem Kletterseil fasert die Oberfläche der Rap Line schnell auf, wenn die Schnur unter Zuglast regelmäßig über rauen Fels gezogen wird.

Wann muss die Rap Line ausgetauscht werden?

Edelrid verweist in den Gebrauchshinweisen für Reepschnüre auf die Lebensdauer der Rap Line bei regelmäßigem Gebrauch: „Unter extremen Anwendungsbedingungen mit viel Schmutz (Sand, Staub)  und  mechanischem  Abrieb  (u.a. auch rauer, scharfer Fels) können die Sicherheitsreserven einer Reepschnur bereits nach wenigen Gebrauchswochen so stark abgebaut sein, dass die Reepschnur ausgetauscht werden muss.“

Ohne Benutzung muss die Rap Line nach zwölf Jahren ausgesondert werden. Ansonsten hält sie bei gelegentlicher, sachgerechter Benutzung ohne erkennbaren Verschleiß wie zum Beispiel eine pelzige Oberfläche oder Beschädigungen und unter optimalen Lagerbedingungen (dunkel, trocken und kühl) maximal zehn Jahre.

Darüber hinaus muss beachtet werden, dass Stürze in die Rap Line weniger Sicherheitsreserven bieten als es bei normalen Kletterseilen der Fall ist. Bei Stürzen dehnt sich die Rap Line leicht und mindert das Verletzungsrisiko beim Fallen. Stürze in die Rap Line sollten allerdings nicht die Regel sein. Laut Edelrid sollte die Reepschnur nach einem Sturz ausgetauscht werden!!! Wie gesagt: Diese dünne Schnur ist kein Kletterseil! Gleichzeitig ist die Rap Line statisch genug, um damit abzuseilen und Material nachzuziehen.

Reinigung der Rap Line

Empfehlung des Herstellers: „Verschmutzte Produkte in handwarmem Wasser (wenn nötig mit neutraler Seife) reinigen. Gut ausspülen. Bei Raumtemperatur, niemals in Wäschetrocknern oder in der Nähe von Heizkörpern trocknen. Handelsübliche, nicht halogenhaltige Desinfektionsmittel sind bei Bedarf anwendbar.“

Sichern im Vorstieg

Das Nachziehen mit bloßen Händen funktioniert mit der Rapline nur sehr eingeschränkt bei einem leichten Materialrucksack und einem Gelände, in dem der Rucksack nicht zu stark an der Wand reibt. | Foto: Benedikt Hirschmann
Das Nachziehen mit bloßen Händen funktioniert mit der Rap Line nur sehr eingeschränkt bei einem leichten Materialrucksack und einem Gelände, in dem der Rucksack nicht zu stark an der Wand reibt. | Foto: Benedikt Hirschmann

Will man mit der Rap Line einen Vorsteiger bzw. Nachsteiger sichern oder Personen am Einzelstrang ablassen, kann es schnell gefährlich werden. Denn die Schnur ist extrem dünn und glatt. Somit rutscht sie sehr leicht durch den Sicherungspunkt. Das GriGri ist von Vornherein bspw. ein absolutes No-Go beim Sichern mit der Rapline und ist nicht dafür zugelassen!

Das Sichern im Vorstieg an der Rap Line sollte ganz vermieden werden und ist beim Felsklettern mit Sturzrisiko unbedingt zu unterlassen! Bei Hochtouren ist es jedoch manchmal nötig, einen Vorsteiger über Steilstufen zu sichern. Hier empfiehlt sich als Sicherungsgerät ein enger Tuber (z. B. „Jul“ von Edelrid oder „Reverso“ von Petzl). Der klassische HMS-Knoten ist hier aber wohl am günstigsten. Beim Vorstiegssichern empfiehlt es sich, in einigen Metern Abstand zum Sicherungsgerät einen Knoten ins Bremsseil zu knüpfen, um ein gänzliches Durchrutschen der Rap Line zu verhindern.

Sichern im Nachstieg und beim Ablassen

Will man an der Rap Line einen Nachsteiger sichern, empfiehlt sich ein Alpin-Tuber, der die Reepschnur im Sturzfall abklemmt und blockiert. Der HMS kann hier ebenfalls Verwendung finden, bietet jedoch weniger Reibung!

Das Ablassen einer Person an der Rap Line ist je nach Gelände unterschiedlich anspruchsvoll. Beim frei hängenden Ablassen muss zwingend ein reibungsstarker Ablassmechanismus verwendet werden. Der Ablasspunkt sollte sich am Haken befinden, Körpersicherung ist hier fehl am Platz. Am besten eignet sich zum Ablassen der doppelte HMS-Knoten, also ein normaler HMS mit einer zusätzlichen Schlaufe durch den Karabiner. Eventuell kann es vorteilhaft sein, für mehr Reibung am Bremsseil eine weitere Seilumlenkung durch Körpersicherung über einen Karabiner in der Gurtschlaufe zu installieren.

Haupteinsatzbereiche der Rapline

Die einfachste Möglichkeit - Nachziehen mithilfe einer Steigklemme. | Foto: Benedikt Hirschmann
Die einfachste Möglichkeit – Nachziehen mithilfe einer Steigklemme. | Foto: Benedikt Hirschmann

Die Rap Line von Edelrid hat meiner Einschätzung nach zwei Haupteinsatzbereiche:

  1. Zum einen beim Abseilen und zum anderen beim Nachziehen von Material. Das Abseilen kann an der Rap Line selbst erfolgen, beispielsweise an Abseilstellen auf Hochtouren, bei extremen Skiabfahrten oder auf Freeriding-Touren.
  2. Darüber hinaus kann die Rap Line in Kombination mit einem Einfachseil beim Abseilen verwendet werden. Somit ist die Kombination aus Einfachseil und Rap Line mit einem Doppelseil vergleichbar. Dies bietet sich vor allem in schweren alpinen Kletterrouten an, in denen gefahrlos mit einem Einfachstrang vorgestiegen werden kann. Die leichte Rap Line wird nur als Materialseil am Gurt mitgezogen. Am Standplatz kann dann der Kletterrucksack oder der Haulbag daran nachgezogen werden. Am Ende der Tour kann man mit der Kombination Einfachseil plus Rap Line in der Doppelseilfunktion lange Abseilstrecken am Stück überwinden.

Rap Line als Materialseil beim Alpinklettern – Vorteile und Grenzen

Die optimale Lösung ohne großen zusätzlichen Materialaufwand - der Aufbau eines provisorischen Flaschenzuges mit der Steigklemme und Karabinern bzw. Expressschlingen anstatt Seilrollen. | Foto: Benedikt Hirschmann
Die optimale Lösung ohne großen zusätzlichen Materialaufwand – der Aufbau eines provisorischen Flaschenzuges mit der Steigklemme und Karabinern bzw. Expressschlingen anstatt Seilrollen. | Foto: Benedikt Hirschmann

Am Zentralpunkt des Standplatzes kann der Rucksack mithilfe einer Seilklemmrolle an der Rapline nachgezogen werden. Besonders geeignet ist z. B. die Micro Traxion von Petzl. Diese ist extrem leicht und kann problemlos am Gurt mitgeführt werden. Es eröffnen sich drei Möglichkeiten des Nachziehens:

  • Die minimalistische Variante erfolgt mit bloßen Händen. Aufgrund des geringen Durchmessers der Rapline stößt man jedoch sehr schnell an seine Grenzen. Problematisch wird es vor allem dann, wenn das Gelände, über das der Rucksack nachgezogen wird, eine hohe Reibung (Kanten etc.) aufweist oder der Rucksack sehr schwer ist.
  • Die einfachste Möglichkeit ist das Nachziehen mithilfe einer Steigklemme. Hier kann eine große Klemme mit Griff gute Dienste leisten, jedoch ist diese ein Materialstück mehr, das man am Gurt mitnehmen muss. Das Tibloc von Petzl ist eine leichtere und kleinere Alternative zu einer großen Seilklemme.
  • Die kraftsparendste Möglichkeit ist das Installieren eines provisorischen Flaschenzugs mit der Steigklemme und Karabinern bzw. Expressen anstatt der üblichen Seilrollen. Dann ist ein schwerer Rucksack kein Problem mehr.

Zur Befestigung des Rucksacks an der Rap Line wird am besten der doppelte Bulin verwendet, da sich dieser nicht so eng zuzieht wie andere Knoten. Am Standplatz angekommen, kann der Rucksack einfach in der Klemmrolle belassen werden. Ein Sackstich am Zugseil verhindert ein potentielles Zurückrutschen des Rucksacks.

Abseilen mit der Rap Line – nur für Experten!

Abseilen mit der Rapline kann nur mit Tuber oder HMS plus obligatorischem Prusikknoten erfolgen. Ein Achter oder ähnliche Geräte sind zu reibungsarm für die Rap Line.

Abseilen mit der Rap Line plus Einfachseil

Zur Befestigung der Rapline am Rucksack verwendet man am besten den doppelten Bulin anstatt eines Sackstichs oder eines Achterknotens - der Bulin zieht sich nicht so fest wie andere Knoten und lässt sich leichter wieder lösen. | Foto: Benedikt Hirschmann
Zur Befestigung der Rap Line am Rucksack verwendet man am besten den doppelten Bulin anstatt eines Sackstichs oder eines Achterknotens – der Bulin zieht sich nicht so fest wie andere Knoten und lässt sich leichter wieder lösen. | Foto: Benedikt Hirschmann

Wenn man die Rap Line sowieso schon als Materialseil dabei hat, kann sie in Kombination mit dem Einfachseil zum Abseilen in Doppelseilfunktion verwendet werden. Hierzu werden wie beim gewöhnlichen Abseilen mit Halb- oder Zwillingsseil die Seilenden des Einfachseils und der Rap Line verknotet.

Der obligatorische Standardknoten zum Verknüpfen von zwei Abseilsträngen ist auch hier der Sackstich. Dieser Knoten „stellt sich auf“, wenn er beim Seilabziehen über Kanten oder durch Risse läuft und verklemmt sich nicht so leicht am Fels wie andere Knoten.

Beim Verknoten der beiden Stränge ist aufgrund der glatten Oberfläche der Seile und des geringen Durchmessers der Rap Line Vorsicht geboten: Um ein Durchrutschen der Rap Line im Sackstich zu verhindern, sollte ein zweiter Sackstich hinter den ersten geknüpft werden. Außerdem sollten die überstehenden Seilenden mindestens acht Zentimeter lang sein. Darüber hinaus darf das Einfachseil nicht zu steif sein, da es sich sonst nicht fest genug mit der sehr weichen Rap Line zusammenziehen kann.

  • Achtung: Edelrid empfiehlt zur Verknüpfung von Seilen in der Gebrauchsanweisung z.B. den Spierenstich. Dieser Knoten ist für das Verknoten zweier Abseilstränge NICHT GEEIGNET! Die Empfehlung bezieht sich nur auf die generelle Verwendung sicherer und gängiger Knoten. (vgl. dazu Bergundsteigen 2/2009)

Sicher Abseilen

Wie immer sollte beim Abseilen eine Prusikschlinge unter den Tuber geschalten werden. In der Kombination von Rap Line und Einfachseil reicht ein doppelter Prusikknoten (doppelter Ankerstich) aus, um das Seil zu blockieren, wenn man es loslässt.

Am Standplatz kann man den Rucksack einfach in der Micro Traxion hängen lassen, sollte die Rapline jedoch mithilfe eines Sackstichs gegen ein potentielles Zurückrutschen absichern. | Foto: Benedikt Hirschmann
Am Standplatz kann man den Rucksack einfach in der Micro Traxion hängen lassen, sollte die Rap Line jedoch mithilfe eines Sackstichs gegen ein potentielles Zurückrutschen absichern. | Foto: Benedikt Hirschmann

Bei längeren Abseilstrecken kann es leider vorkommen, dass die dünnere Rap Line durch den Abseilpunkt für eine kurze Strecke ruckartig nach unten rutscht. Um dies zu vermeiden, sollte mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit abgeseilt werden und ein schnelles Durchrutschen der Seile durch den Tuber vermieden werden. Der Prusik verhindert ein weiteres Durchrutschen.

Abseilen an der Rap Line selbst

Ist man nur mit der Rap Line unterwegs (beispielsweise auf Hochtouren oder beim Freeriden), kann man auch nur an der Reepschnur selbst abseilen. Der geringe Durchmesser und die glatte Oberfläche der Schnur machen auch hier die Prusikschlinge beim Abseilen unerlässlich. Anders als bei der Doppelseilfunktion mit Einfachseil und Rap Line reicht hier der doppelte Prusikknoten nicht aus: Es muss ein dreifacher Prusik (dreifacher Ankerstich) verwendet werden, vor allem bei dickeren Prusikschlingen. Beim Abseilen an der einzelnen Rap Line sollte man es vermeiden, dass die Schnur über scharfe Kanten läuft oder am Fels Hin und Her scheuert, da die Rap Line dagegen wesentlich empfindlicher ist.

Ablassen von Personen an der Rapline

Das Ablassen von Personen ist ebenfalls möglich. Jedoch rutscht die Rap Line mit ihren nur sechs Millimetern sehr leicht durch Abseilgeräte und erfordert reibungsstarke Ablassmechanismen (siehe Punkt „Sicherungsgeräte“).

Fazit: Klettern mit Einfachseil und Rap Line sollte gut überlegt sein

Die Rap Line ist eine absolute Bereicherung in der Ausrüstungswelt des Alpinkletterns. Bei sicherer und sachgerechter Verwendung ist sie ein perfekter Begleiter auf schweren alpinen Kletterrouten, Bigwalls oder Bergtouren mit Abseilstellen. Ihr geringes Gewicht und die hohe Haltekraft machen die Rap Line zu einem ökonomischen und effektiven Ausrüstungsgegenstand für die Experten in fast allen Spielarten des Alpinismus. Jedoch sind diese Vorteile stets mit Vorsicht zu genießen, da es sich hier um eine Reepschnur handelt und nicht um ein gewöhnliches Kletterseil.

Die Verwendung eines Einfachseils beim Alpinklettern und das Mitführen einer Rap Line als Materialseil bzw. Abseilzusatz ist keineswegs der Normalfall. Generell ist ein Doppelseil im alpinen Bereich die Regel! Deshalb sollte man gut abwägen, ob sich die Kombination von Einfachseil und Rap Line für die jeweilige Alpinroute eignet. Viele Profikletterer praktizieren diese Technik in extremen alpinen Klettertouren wie z.B. Guido Unterwurzacher in „Des Kaisers neue Kleider“ (10+, Wilder Kaiser) oder Babsi Zangerl im „Silbergeier“ (10+, Rätikon). Diese Routen hängen meist über, haben wenig seilschädigende Kanten im Routenverlauf und rechtfertigen somit die Verwendung eines Einfachseils beim Klettern. In anderen Alpinrouten klettert man besser mit Doppelseil. Benötigt man hier dennoch ein Materialseil, ist die Rap lLine auch in diesem Fall ein optimaler Begleiter, der zusätzlich zum Doppelseil mitgeführt werden kann.

Die Rap Line II von Edelrid ist derzeit nicht verfügbar. Alternative Kletterseile findest Du im Bergzeit Shop:

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