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Trekkingnahrung: Tipps für die Verpflegung auf Outdoor-Touren

4 Minuten Lesezeit
Gefriergetrocknete Lebensmittel oder sogenannte Trekkingnahrung verhelfen als energiereiche, leichte Verpflegung vielen Outdoor-Touren zum Erfolg. Einiges lässt sich auch selbst zubereiten, wie Bergzeit Trekkingexperte Sebastian Krejci verrät.

Im Vorfeld einer längeren Trekkingtour ohne Nachkaufmöglichkeit ist die Verpflegungsplanung sicher mit am kniffligsten. Einerseits möchte man unterwegs nicht hungern, andererseits auch nicht zuviel Gepäck tragen. Eine genaue Planung ist deshalb oft unerlässlich. Je nachdem, welchen Charakter die Tour hat und wie es um die eigene Konstitution bestellt ist, kann sich der Kalorienbedarf auch bei einer Sommertour leicht zwischen 3.000 bis 5.000 Kilokalorien bewegen. Kann man sich für Kurztouren auch gut im Supermarkt ausstatten, ist man für längere Unternehmungen besser beraten auf eine hochwertigere und ausgewogenere Zusammenstellung zu achten.

Leicht, abwechslungsreich und einfach zuzubereiten: gefriergetrocknete Lebensmittel sind optimal für den Outdoor-Alltag. | Foto: Treck'n'Eat
Leicht, abwechslungsreich und einfach zuzubereiten: gefriergetrocknete Lebensmittel sind optimal für den Outdoor-Alltag. | Foto: Trek’n’Eat

Gefriergetrocknete Trekkingnahrung von Marken wie Travellunch oder Trek’n’Eat bieten den Vorteil eines sehr guten Kalorien/Gewichtsverhältis, einer optimalen Nährstoffversorgung, sind schnell zubereitet, sparen Brennstoff und somit auch Gewicht. Die anteilige Zusammensetzung zwischen den Nährstoffen sollte im optimalen Falle 60/20/20 (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß) betragen. Im Winter kann man den Fettanteil ohne schlechtes Gewissen aber auch deutlich erhöhen. Selbst bei einer gut geplanten Nahrungszusammenstellung wird sich das Gewicht einer Tagesration zwischen 600 Gramm für eine Sommertour bis zu 1.000 Gramm bei einer Wintertour bewegen, was einem ganz schnell die Grenzen einer Rucksacktour aufzeigt. Möchte man also zwei Wochen autark unterwegs sein, muss man mit gut neun Kilo Gewicht allein für die Verpflegung rechnen!

Beispiel: Essen für ein Sommer-Trekking

Tütenfutter aus dem praktischen Portionsbeutel: viele Trekkingmahlzeiten lassen sich ohne großen Geschirraufwand zubereiten. | Foto: Treck'n'Eat.
Tütenfutter aus dem praktischen Portionsbeutel: viele Trekkingmahlzeiten lassen sich ohne großen Geschirraufwand zubereiten. | Foto: Trek’n’Eat.

Als Frühstück eignet sich perfekt ein Müsli mit Milch (ca. 150 g). Im Vollfruchtmüsli von Trek’n’Eat ist die Milch bereits enthalten, es muss lediglich mit Wasser aufgegossen werden. Um unterwegs den Energiespiegel auf einem konstanten Level zu halten, sind Zwischenmahlzeiten in Form von Energieriegeln, wie den Oatmeal Raisin Walnut von Cliff Bar ideal. Als Ergänzung eignen sich Oat Snacks sowie Studentenfutter, Nussmischungen und Salami.

Nach einem anstrengenden Tag ist ein warmes Essen die schönste Belohnung, z. B. der Elchfleisch Gourmet Topf, ein herzhafter Eintopf mit Nudeln, Elchfleisch, Champignons und Zwiebeln, der einfach im Beutel mit heißem Wasser aufgegossen wird.

Etwas Süßes zum Nachtisch darf auch auf Tour nicht fehlen. Die Karamell-Amaretto-Creme wird schnell im Beutel zubereitet und füllt leere Energiespeicher wieder auf. Diese Nachspeise kann bei Bedarf gerne durch das eine oder andere Stückchen Schokolade ergänzt werden.

Beispiel: Menüplan für eine Wintertour

Für Wintertouren eignet sich das besonderes nahrhafte Expeditionsfrühstück, das warm zubereitet wird und, angereichert mit Äpfeln, Nüssen und Rosinen, ausreichend Energie für den Start in einen langen und anstrengenden Tag liefert. Kälte und Anstrengung kosten Energie, deswegen muss die Kalorienzufuhr auch während des Tages gewährleistet sein. Hierfür eignen sich ebenfalls Oat Snacks in verschiedenen Geschmacksrichtungen, fette Wurst, Nussmischungen oder Pemmikan, ein besonders nahrhafter und haltbarer Energiespender (Rezept siehe unten). Für kalte Tage ist der Hackfleischeintopf von Adventure Food ideal. Das deftige Gericht aus Kartoffelbrei und Hackfleischbällchen spendet Kraft, vor allem, wenn man es mit einem Schuss Olivenöl aufwertet. Ein süßes Dessert, wie eine feine Mousse au Chocolat von Travellunch und/oder Schokolade, rundet die Mahlzeit perfekt ab.

Trekkingnahrung selbst gemacht

Exklusiv für Bergzeit verrät Sebastian Krejci, Produktmanager Ausrüstung und Trekkingexperte, seine Rezepte für selbstgemachtes Trockenfleisch und Pemmikan.

Rezept Trockenfleisch

Trockenfleisch wird auch "Jerkey" genannt. Den würzigen Outdoor-Snack gibt's von mehreren Herstellern auch als Fertigprodukt.
Trockenfleisch wird auch „Jerkey“ genannt. Den würzigen Outdoor-Snack gibt’s von mehreren Herstellern auch als Fertigprodukt.
  • 500 g dunkles, fettarmes Fleisch (z.B. Rind)
  • 6 EL süß-pikante Cilli- oder Barbecue Soße
  • 2 EL Worcestersoße
  • 1/2 große, fein gehackte Zwiebel
  • 2 – 3 fein, gehackte Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz (Rauchsalz), leicht gehäuft
  • ein paar Spritzer Tabasco
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • Wasser

Fleisch in feine Streifen ( 0,5 – 1 cm) schneiden und über Nacht komplett bedeckt in die Marinade einlegen. Am nächsten Tag die Fleischstreifen über den Ofenrost hängen, ohne dass sich diese dabei berühren.Vor dem eigentlichen Trocken muss das Fleisch unbedingt auf 70°C erhitzt werden, um Keime abzutöten. Danach wird es bei Umluft und einer konstanten Temperatur von 50°C getrocknet.

Rezept Pemmikan

Möchte man einen energiereichen Snack, z. B. für Wintertrekking herstellen, bietet es sich an, das Trockenfleisch zu Pemmikan weiter zu verarbeiten. Dazu wird das getrocknete Fleisch fein zerkleinert. Drei Teile Trockenfleisch werden mit einem Teil Fett (z.B. Schmalz) zu einer festen Paste verknetet. Nach Belieben kann man noch Dörrfrüchte wie Cranberries, Kräuter, Salz und Pfeffer dazugeben. Pemmikan kann direkt verzehrt werden. Man kann es aber auch als Brotaufstrich verwenden, Fertiggerichte damit aufwerten oder eine nahrhafte Suppe daraus zubereiten.

 

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