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Lasst uns kochen!

Primus Tupike Stove Kit: Zweiflammenkocher im Test

7 Minuten Lesezeit
Der Zweiflammen-Campingkocher Tupike von Primus gibt sich mittels Tragetasche und flexibler Gasquellen vielseitig und geländegängig. Unser Testbericht zeigt, wie sich das leistungsstarke Topmodell aus der neuen Primus CampFire-Serie in der Praxis schlägt.

‚“Tupike“ ist Suaheli und bedeutet „lasst uns kochen!“ Diese Einladung nehmen wir für den ersten Test des gleichnamigen Zweiflammenkochers von Primus beim Familiencamping gerne an – und zwar unter Stress! „Mama, Nuuuudl“ quakt das Töchterlein nach der Ankunft. Gut, dass der Papa den neuen Campingkocher schon mal aufgebaut hat. Nur, wo steckt der Kerl? Und wo ist die Bedienungsanleitung?

"Mama, Eili!" Nudeln mit Ei stehen auch beim Test-Picknick hoch im Kurs. Der Tupike macht derartige Abenteuer problemlos mit. | Foto: Fam. Hackinger
„Mama, Eili!“ Nudeln mit Ei stehen auch beim Test-Picknick hoch im Kurs. Der Tupike macht derartige Abenteuer problemlos mit. | Foto: Fam. Hackinger

„Nuu-uuu-uuuuudl!“ fordert der Kindermund – mit alarmierendem Nachdruck. Ehe die Situation eskaliert dreht Mama am Gasregler. Einen Piezo-Klick später zischt die Flamme. Uiii, der schicke High-End-Kocher läuft kinderleicht und ohne vorhergehende Einweisung durch den Hardwear-Experten! Das Test-Kochen kann also beginnen …

Der Primus Tupike und die CampFire-Serie

Als Teil von Primus‚ edler und hochwertiger CampFire-Serie kommt der Tupike in der „Stove Kit“-Variante in einer großen, wertigen Tragetasche aus G1000. Diese bietet genug Platz für Kocher, Gaskartusche, Grillplatte und noch ein paar weitere Kleinigkeiten. So bleibt einerseits immer alles beisammen, was für Ordnung im Keller sorgt und das Suchen der Gaskartusche vor dem Packen überflüssig macht. Andererseits lässt sich der 4,5 Kilo schwere Tupike damit für Picknickausflüge und kürzere Fußmärsche bequem schultern.

Küche mit Aussicht: auf den ausklappbaren Füßen steht der Primus Tupike stabil auf jedem Untergrund. | Foto: Fam. Hackinger
Küche mit Aussicht: auf den ausklappbaren Füßen steht der Primus Tupike stabil auf jedem Untergrund. | Foto: Fam. Hackinger

Merkmal aller Primus CampFire-Produkte sind die hochwertige Konstruktion und die Verwendung langlebiger Materialien. So sind die Seitenelemente des Tupike aus Aluminiumguss gefertigt, die Abdeckung sowie das Abtropfblech bestehen aus rostfreiem Stahlblech, die ausklappbaren Windschilde und die Unterseite aus pulverbeschichtetem Stahlblech. Die Eichenholzapplikationen auf Abdeckung und Tragegriff sehen nicht nur schick aus, sondern erhöhen den Tragekomfort und schützen den Tupike vor Kratzern. Weitere clevere Detaillösungen, wie z.B. eine magnetische Fixierung der eingeklappten Windschutzbleche am Deckel, passen zum durchdachten Gesamtkonzept.

An der Unterseite des Primus Tupike sind ausklappbare, gummierte Füße montiert, so dass die Töpfe stabil und kippsicher 20 Zentimeter über dem Untergrund stehen. Platziert man den Tupike auf einem Campingtisch, bringt das die Töpfe auf eine gemütliche Arbeitshöhe. Falls der Kocher am Boden steht, ist genug Abstand vorhanden, um dem Ansengen des Untergrundes vorzubeugen.

Die kurze Gasanschlussleitung inklusive des Reglers findet während des Transportes bequem in einer extra Aussparung an der Unterseite des Kochers Platz. Der Regler sorgt dafür, dass der Kocher immer gleichbleibenden Druck erhält.

Ein Kocher, viele Gaskartuschen: Der Tupike ist flexibel

Ein Hauptmerkmal des Primus Tupike ist, dass er mit einer Vielzahl an Gasbehältern betrieben werden kann. Neben den leichten Primus Schraubkartuschen mit den 7/16 Zoll Gewinde, sind im Standardlieferumfang Adapter für die wiederbefüllbaren Campingazflaschen (M16x1.5) sowie ein weiterer Adapter für M14x1.5 Außengewinde dabei. Für fünf und elf Kilogramm Gasflaschen kann bei Bedarf ein entsprechender Adapter nachgerüstet werden.

Dass sich der Primus Tupike mit derart vielen Gasquellen betreiben lässt, erweitert das Einsatzgebiet erheblich und entspannt im Notfall die Suche nach einer passenden Ersatzkartusche. Die kleinen und leichten Primuskartuschen passen bequem in die Tragetasche und eignen sich vor allem für den Picknickausflug in den Park oder das verlängerte Wochenende. Verreist man längere Zeit mit dem Auto oder dem Camper, sind die größeren, wieder befüllbaren Gasflaschen eine günstigere Alternative.

Praxistest: Kochen mit dem Primus Tupike

Hat ordentlich Bumms: 2,05 kW pro Flamme sorgen beim Grillen mit dem Tupike für ordentlich Hitze. Zum Glück lässt sich diese sehr fein dosieren. | Foto: Fam. Hackinger
Hat ordentlich Bumms: 2,05 kW pro Flamme sorgen beim Grillen mit dem Tupike für ordentlich Hitze. Zum Glück lässt sich diese sehr fein dosieren. | Foto: Fam. Hackinger

Los geht’s mit dem Kochen: Gas an den einfach zu bedienenden Reglern aufdrehen und die Flamme entfachen. Vor allem notorische Feuerzeugvergesser und Camper, die sich ihre Haare auf dem Handrücken nicht ansengen möchten, wird es freuen, dass dies über die integrierten Piezozünder aus sicherer Entfernung möglich ist. Insgesamt ist die Inbetriebnahme intuitiv und klappt auch ohne vorheriges Studium der Betriebsanleitung, wie der eingangs beschriebene Mama-Stresstest ans Licht brachte.

Der Abstand zwischen den zwei Flammen beträgt beim Primus Tupike ordentliche 22 Zentimeter. Dadurch passen ein 1,8 Liter und ein drei Liter Topf bequem nebeneinander. Genug um vier hungrige Mäuler nach einem anstrengenden Tag draußen zu sättigen. Wer die Kochempfehlung seiner Markenspagetti auch beim Campen nicht ignorieren will, kann auch einen fünf Liter Topf mittig über der Flamme platzieren.

Der abnehmbare Topfträger bietet für alle Größen sicheren Stand. So sind auch kleine Espressomaschinen für den Tupike kein Problem: Sie stehen kippstabil und die Brennköpfe sind trotz gehöriger Leistung klein genug, um nicht sofort den Griff zu schmelzen.

Apropos Leistung: Diese ist für den Tupike vom Hersteller mit 2,05 kW je Flamme angegeben. Eingebettet in die windgeschützte Konstruktion sorgt das für genug Power, um auch den großen Topf rasch zum Kochen zu bringen. Mehrere Tests in verschiedenen Höhenlagen zeigten, dass ein Liter Wasser in jedem Fall unter fünf Minuten zum Kochen gebracht wird.

Stilvoll grillen mit dem Primus Tupike

"Die ist ja niedlich", war der erste Kommentar vom Chefkoch zur Grillplatte. "Größer als sie aussieht", der Zweite. | Foto: Fam. Hackinger
„Die ist ja niedlich“, war der erste Kommentar vom Chefkoch zur Grillplatte. „Größer als sie aussieht“, der Zweite. | Foto: Fam. Hackinger

Im Lieferumfang des Tupike enthaltenen ist auch eine geriffelte Grillplatte aus Aluminium-Druckguss mit Anti-Haft-Beschichtung. Somit wird der Campingkocher im Handumdrehen in einen geländegängigen Gasgrill verwandelt. Wirken die Ausmaße von 17 mal 18 Zentimeter auf den ersten Blick sehr klein, stellt man beim Belegen erstaunt fest, dass zwei Nackensteaks locker nebeneinander passen. Wer – beispielsweise beim gepflegten Grillen im Stadtpark – größere Kapazitäten braucht, kann optional in eine zweite Grillplatte investieren.

Das Testkochen mit der Grillplatte machte besonders deutlich, was „leistungsstark“ bedeutet. Am scharfen Anbraten scheitern saftige Steaks am Tupike sicherlich nicht. Die Grillplatte verfügt über eine gute Wärmeverteilung, so dass die gesamte Platte optimal ausgenutzt werden kann. Neben Grillwurst und Fleisch eignet sich die beschichtete Grillplatte auch, um beispielsweise Heidelbeer-Pfannkuchen für den Nachtisch zuzubereiten. Für den Einsatz bei geringerer Hitze lässt sich die Flamme des Tupike stufenlos und feinfühlig regulieren.

Reinigung: Unkompliziert und pflegeleicht

Durch die verwendeten Materialien ist der Primus Tupike insgesamt sehr pflegeleicht und gut zu säubern. Der Topfträger sowie das Abtropfblech können zum Spülen mit einem Handgriff aus dem Kocher herausgenommen werden. Nach dem Picknick oder Campingurlaub sorgt ein Waschgang in der Spülmaschine dafür, dass die Edelstahlwanne aussieht wie neu. Steht die beschichtete Grillplatte im Dauereinsatz, lässt sie sich zwischen Hauptgang und Nachtisch einfach mit einem Stück Küchenkrepp sauber wischen.

Test-Fazit: Der Primus Tupike ist ein echter Outdoor-Herd

So macht kochen Spaß! Der Primus Tupike ist ein leistungsstarker Campingherd, der auch kleinere Outdoor-Abenteuer problemlos mitmacht. | Foto: Fam. Hackinger
So macht kochen Spaß! Der Primus Tupike ist ein leistungsstarker Campingherd, der auch kleinere Outdoor-Abenteuer problemlos mitmacht. | Foto: Fam. Hackinger

Hochwertigst verarbeitet, in seiner Klasse vergleichsweise kompakt und leicht ist der Primus Tupike ein idealer Begleiter, wenn die heimische Küche zu wenig Ausblick bietet. Als Familien-Kocher begeistert uns der Tupike im Test vor allem mit seiner starken Leistung. Das Kochen auf den zwei fein dosierbaren Flammen erinnert mehr an den heimischen Herd als an den bisher gewohnten Outdoorkocher. Aufwändigere Gerichte scheitern ebenso wenig am Kocher wie Ravioli, Suppe und Kaffee. Darüber hinaus begeistert uns der Primus Tupike mit einem sicheren Stand und einer sehr komfortablen Bedienweise – egal ob Inbetriebnahme oder Reinigung.

Ein weiterer Pluspunkt ist die große Flexibilität bei der Wahl der Gasquelle. Gerade das qualifiziert den Tupike für ein breites Einsatzfeld: vom Rundum-Sorglos-Festivalkocher bis hin zum Dauerbrenner im Gruppen-Base-Camp. Mit der im Stove Kit enthaltenen Tragetasche ist der Tupike für das gediegene Grillen im Park oder ein Picknick im Grünen schnell und bequem geschultert. Auch wer die neue Freundin mit einem romantischen Oudoor-Dinner zum ersten gemeinsamen Campingurlaub überreden möchte, der kann mit dem vollwertigen Herd-Ersatz sicherlich Bonuspunkte einheimsen. Darüber hinaus ist der Primus Tupike ein Tipp für alle, die eine clevere, quasi-stationäre Kochlösung für das selbst ausgebaute Wohnmobil suchen: Da eine feste Gasinstallation entfällt, spart der Einsatz des Tupike Aufwand und Geld für die sonst notwendige Gasprüfung.

Von uns gibt’s für den ebenso schicken wie praktischen Tupike sechs Daumen hoch und eine klare Empfehlung als leistungsstarker und vielseitiger Outdoorkocher!

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