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Sibiriens erster Fernwanderweg

Trekking am Baikalsee: Der Frolikha Adventure Coastline Trail

4 Minuten Lesezeit
Der Frolikha Adventure Coastline Track (F.A.C.T.) ist mit seinen 100 Kilometern Sibiriens erster Fernwanderweg. Der Verein Baikalplan e.V. hat die Einrichtung des Trails an der Nordostküste des Baikalsees organisiert und will so eine nachhaltige Tourismusentwicklung in der Region fördern.

Der Baikalsee an sich ist vielen Reisenden noch ein Begriff. Im Süden schlängelt sich die transsibirische Eisenbahn entlang, von Irkutsk und Ulan-Ude bieten sich einige schöne Ausflüge an. Der Norden des Sees ist großteils unerschlossen. Und genau hier baut ein Verein aus Dresden jeden Sommer mit Freiwilligen Sibiriens ersten Fernwanderweg für abenteuerlustige Outdoor-Enthusiasten! Lasst Euch entführen auf den Frolikha Adventure Coastline Trail!

Baikalplan e.V. ist ein kleiner gemeinnütziger Verein aus Dresden, der es sich zum Ziel gesetzt hat, den See und die Region für ökologisch sinnvollen Trekking-Tourismus interessant zu machen und so mit den Menschen vor Ort neue und nachhaltige wirtschaftliche Betätigungsfelder zu schaffen. Dafür hat der Verein unter anderem Sibiriens ersten Fernwanderweg begründet und seit nun etwa 15 Jahren mit Freiwilligen ein Wanderwegenetz aufgebaut, auf dem Selbstversorger verschiedene Längen und Routen wandern können.

In Russland nimmt vieles unglaubliche Dimensionen an. Zugfahrten auch: Die Anreise an den nördlichen Baikalsee dauert von Irkutsk noch 36 Stunden. | Foto: Manuel Martini
Auf so einer langen Fahrt bieten sich spannende bis witzige Ausblicke. Wie hier, wo wir erst im letzten Moment entdeckten, dass der Fahrer sich im Schatten seines Autos ausruhte. | Foto: Manuel Martini
Für so ein Camp und alle anstehenden Arbeiten benötigt man so einiges Material – zusätzlich zum normalen Outdoor/Camping-Equipment. So mancher Russe schaut da gerne amüsiert beim Beladen zu. | Foto: Manuel Martini
Nach der Ankunft im Nationalpark geht es erst mal um’s Ankommen und Einleben. Je nach Ort kann man es sich richtig gemütlich machen. Der zentrale Ort unter der Plane sollte uns noch so einige Lebensqualität bieten. | Foto: Manuel Martini
2018 gab es bei unseren Arbeiten am FACT jede Menge Sägebedarf. Es galt unzählige umgestürzte und durch Waldbrand instabil gewordene Bäume herauszunehmen, um den Weg wieder normal begehbar zu machen. | Foto: Manuel Martini
Der FACT führt Wanderer hauptsächlich direkt am See entlang. Das bietet unzählige beeindruckende Aussichten. | Foto: Manuel Martini
Zum Teil waren dieses Jahr, wie hier, auch behelfsmäßige Brücken nötig, um sumpfige Stellen zu überbrücken. Viele der abgestorbenen Bäume fehlen nun, um Wasser aufzunehmen. Gleichzeitig zeigt sich, wie sich die Vegetation schon wieder zurück kämpft und in frischem Grün leuchtet. | Foto: Manuel Martini
Über eine Woche lang wurden wir jeden zweiten Tag von heftigen Regenschauern heimgesucht. Dann taten wir unser Bestes, das Feuer am brennen zu halten und trafen uns unter der Plane am Tisch. | Foto: Manuel Martini
Hier ist es, das vielleicht spektakulärste Licht des diesjährigen Camps. Nach einem weiteren heftigen Gewitter wurden wir mitten auf dem Wasser auf einmal mit diesem (am Ende sogar doppelten) Regenbogen belohnt. | Foto: Manuel Martini
Der Trail könnte fast nicht durch unterschiedlicheres Terrain führen. Teilweise sind es große Boulder wie hier, an anderen Stellen beeindruckende Birkenwälder, feinste Sandstrände, meterhoch mit Flechten bewachsene Hänge oder riesige Sumpfgebiete. | Foto: Manuel Martini
Wer slacklinen kann, holt sich zumindest bei der Kreuzung dieses Flüsschens nur nasse Fußsohlen. | Foto: Manuel Martini
Für alle anderen geht es hier zumeist brusttief durchs eisige Wasser. Zur Belohnung wartet am Ende dieser Etappe aber einer der schönsten Strände und eine Kur-Anlage mit heißen Quellen. | Foto: Manuel Martini
Blick in das Hinterland am Ost-Ufer des Sees. Auch hier gibt es um die 2500 Meter hohe Gipfel und klimabedingt eine sehr niedrige Baumgrenze. | Foto: Manuel Martini
Die Reise mit Baikalplan bietet neben den Arbeiten am Weg etliche Möglichkeiten zum Abhängen, Baden, Lesen, Werkzeug pflegen, Meditieren, … | Foto: Manuel Martini
Nach getaner Arbeit am Weg wird er im letzten Schritt noch mit Pfeilen markiert. Das verhindert, dass viele Seitenwege entstehen. | Foto: Manuel Martini
Über Märkte zu schlendern ist wahrscheinlich überall auf der Welt spannend. Die Tour mit Baikalplan bietet neben dem eigentlichen Camp viele Gelegenheiten, an diesen Orten mit den Menschen vor Ort ins Gespräch und Geschäft zu kommen. | Foto: Manuel Martini
Über Märkte zu schlendern ist wahrscheinlich überall auf der Welt spannend. Die Tour mit Baikalplan bietet neben dem eigentlichen Camp viele Gelegen-heiten, an diesen Orten mit den Menschen vor Ort ins Gespräch und Geschäft zu kommen. Auf diesem Markt findet man auch sämtliche Ausrüstung fürs cam-pieren am See - falls man mitten im Flug feststellt, dass man etwas elemen-tares vergessen hat. | Foto: Manuel Martini
Auf diesem Markt findet man auch sämtliche Ausrüstung für’s Campieren am See – falls man mitten im Flug feststellt, dass man etwas elementares vergessen hat. | Foto: Manuel Martini

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