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Mehr Bergzeit im Katalog

Die Foto-Highlights des Bergzeit Katalogs 2017

5 Minuten Lesezeit
Für den Sommerkatalog geht Bergzeit nach draußen: Zum ersten Mal wurden die Fotos für den Katalog direkt am Berg gemacht. Bergzeit Magazin-Redakteur Stefan war von der Idee bis zum Fotoshooting mit dabei.

Es ist sechs Uhr morgens, stockdunkel und eisig kalt, als wir am Hotel aufbrechen. Es soll ein schöner Tag werden. Der Tross aus drei Autos setzt sich in Bewegung. Und windet sich bei minus zwei Grad von Cortina d’Ampezzo die steile Passstraße in Richtung Falzaregopass hinauf.

Es ist sechs Uhr morgens, stockdunkel und eisig kalt, als wir am Hotel aufbrechen ...
Es ist sechs Uhr morgens, stockdunkel und eisig kalt, als wir am Hotel aufbrechen …

Schon jetzt ist die Anspannung deutlich zu spüren. Es ist das erste Mal, dass die Fotos für den Bergzeit Katalog so richtig draußen gemacht werden. Natürlich, wir haben Hansi Heckmair dabei, quasi die personifizierte Draußen-Foto-Erfahrung. Auch das übrige Team – Sina, die sich ums Styling kümmert, Janine für die Ausstattung sowie die Models Barbara, Nina, Björn und Stefan – weiß, was auf sie zukommt. Nur wir vom Bergzeit Team, Veronika, Pia und ich, haben lediglich eine vage Vorstellung, was uns erwartet.

Wir wollen die Bergzeit Produkte dort zeigen, wo sie hingehören

Aber wir haben eine Idee: Wir wollen, dass man dem neuen Bergzeit Katalog seine Leidenschaft für draußen ansieht. Wir wollen die Produkte für den nächsten Sommer 2017 dort fotografieren, wo sie dann auch getragen werden – am Berg. Jetzt, um kurz nach sechs Uhr morgens im Oktober, mitten in den Dolomiten auf einer kurvigen Passstraße, erscheint diese Idee sehr viel anspruchsvoller als im warmen Büro …

Wir biegen von der Passstraße in Richtung Cinque Torri ab. Die Straße wird noch schmaler, noch kurviger. Es dämmert. Angesichts der Temperaturanzeige ist uns allen wenig sommerlich zumute. Vom Parkplatz der Rifugio Cinque Torri geht es einige Minuten steil den Berg hinauf, sehr willkommen zum Aufwärmen. Als die Sonne über die Bergspitzen kommt und alles in ein wunderschönes Morgenlicht taucht, wissen wir plötzlich wieder, wie wir auf den Gedanken kamen, draußen fotografieren zu wollen.

Die Landschaftsfotos im neuen Bergzeit Katalog 2017 erzählen Geschichten vom Berg. | Foto: Hansi Heckmair
Die Landschaftsfotos im neuen Bergzeit Katalog 2017 erzählen Geschichten vom Berg. | Foto: Hansi Heckmair

Die neuen Bergzeit Fotos – Produkte & Storys

Es sind zwei Arten von Fotos, die wir machen wollen: Einerseits schöne Fotos, auf denen die neuen Produkte wirklich im Einsatz sind, Fotos, die eine Geschichte erzählen. Andererseits Produktbilder, auf denen der Katalogleser die Bekleidung und andere Produkte der kommenden Saison sehen kann. Auch diese Fotos wollen wir draußen und nicht mehr im Studio machen.

Auf den Landschaftsfotos sieht man nicht nur wunderbare Landschaften, sondern auch einen Teil der neuen Kleidung und Ausrüstung in den Bergen im Einsatz. Aber das ist noch nicht alles: Im Bergzeit Magazin erfährt man mehr über den Ort, an dem die Fotos entstanden sind: Das Klettern an den Cinque Torri, Trailrunning um Cortina, den Pragser Wildsee, Wandern am Grödner Joch oder Mountainbiken am Seebensee.

Um die Bekleidungstrends des kommenden Sommers zu zeigen, war nicht nur ein Bus voller Klamotten und Accessoires dabei, sondern auch ein sogenanntes „Hintergrundsystem“ aus Hansi Heckmairs Fotostudio. Warum? Es zeigt die Entwicklung der Bergzeit Kataloge. Die Bilder der vergangenen beiden Jahre entstanden an sehr schönen und sehenswerten Drinnen-Orten – etwa dem Wasmeier-Museum oder der Edelbrennerei Lantenhammer. Danach folgten Fotos in einem Studio mit Hintergrundsystem, auf dessen Leinwand stilisierte Schwarzweißbilder montiert wurden.

Und jetzt? Für den neuen Bergzeit Sommerkatalog soll die Bergkulisse echt sein. Aber: es sind immer noch Produktbilder. Und das soll mit dem Hintergrundsystem gezeigt werden. Es steht dort, weil wir dieses Mal über die früheren Shootings hinausgehen wollen. Und zugleich macht es dem Betrachter immer klar, worum es eigentlich geht: um die Darstellung von Outdoor-Produkten.

So zeigt Bergzeit die Produkte im Sommerkatalog 2017. | Foto: Hansi Heckmair
So zeigt Bergzeit die Produkte im Sommerkatalog 2017. | Foto: Hansi Heckmair

Als wir abends zusammensitzen und Hansi den Laptop aufklappt, kommt die Anspannung zurück, die zwischenzeitlich erschöpfungsbedingt nachgelassen hat. Wie sehen die Fotos jetzt „in echt“ aus? Geht das Konzept auf? – – Das ist die Stelle, an der ich hier natürlich abbrechen muss, denn diese Frage müssen unsere Katalog-Leser selbst beantworten.

Neuer Morgen, neue Fotos, neue Perspektiven

Am nächsten Morgen ist unklar, wie wir weitermachen. Der Wetterbericht sagt für die nächsten Tage Regen voraus, ab 1.600 Metern Schnee. Wieder stolpern wir morgens um kurz nach sechs aus dem Hotel, nur haben wir dieses Mal unsere Koffer und Rucksäcke dabei, falls wir vorzeitig abbrechen und nach Hause zurückfahren müssen. Oben am Falzaregopass bekommen wir einen kleinen Vorgeschmack, wie die Dolomiten auch sein können. Die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt, es ist windig und die Nebelfetzen ziehen schnell zwischen den Felswänden des Lagazuoi und den Felshalden des Hexensteins über den Pass. Nicht das Ambiente, in dem man an kurze Trailrunning-Outfits denkt.

Wilde Nebelfetzen ziehen zwischen den Felswänden des Lagazuoi und den Felshalden des Hexensteins über den Falzarego-Pass.
Wilde Nebelfetzen ziehen zwischen den Felswänden des Lagazuoi und den Felshalden des Hexensteins über den Falzarego-Pass. | Foto: Hansi Heckmair

Doch nach einigen wilden Landschaftsfotos beginnt es aufzureißen und wird freundlicher. Am Ende des Tages gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Fotos sind wieder großartig geworden, wild, wie das Berglaufen eben sein kann – zumal in den Dolomiten. Die schlechte Nachricht ist: wir müssen abbrechen, um besseres Wetter abzuwarten.

Es folgen später nochmals zwei Tage in den Dolomiten – in Bruneck und am wunderschönen Pragser Wildsee sowie am Grödner Joch hoch über Wolkenstein – und ein Tag am heimischen Seebensee mit Mountainbikes.

Es ist bereits November, als wir zu viert vor Veronikas Rechner stehen und die Fotos durchschauen. Es gibt sogar schon eine Voransicht einer Katalogseite. Bei aller Anspannung, ob das Konzept so funktioniert, ob es die Mühe wert war, für den Bergzeit Katalog draußen zu fotografieren, sind wir uns einig: Es lohnt sich.

Dass der Bergzeit Katalog so ausschaut, wie er heute vor uns liegt, war eine Entwicklung – vom Wasmeier-Museum über Studioaufnahmen bis hin zu den Bergen über Cortina und Wolkenstein. Wir wollen damit mehr zeigen als nur schöne Fotos von Jacken oder Hosen. Wie Bergzeit ja auch mehr ist als nur Bekleidung, Schuhe und Ausrüstung. Das sieht man dem neuen Katalog deutlich an.

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