Gaskocher im Outdoorsport – eine Kaufberatung

Gaskocher sind vielseitig, leicht und wartungsarm. Trotzdem gibt es bei der riesigen Auswahl einiges zu beachten. In der Kaufberatung erklären wir den Unterschied zwischen Standardkochern, mehrflammigen Gaskochern und Pocket-Kochern! Weiterlesen

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Primus MicronTrail Stove Duo Gaskocher
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Kompakter Gaskocher mit praktischem Duo-Ventil.

Primus MicronTrail Stove Piezo Gaskocher
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Leichtes Kraftpaket mit praktischem Piezo-Zünder.

Optimus Elektra FE Cook System
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Leistungsstarkes, effizientes Kochsystem mit kompaktem Gaskocher und Geschirrset

Primus MicronTrail Stove Gaskocher
Primus MicronTrail Stove Gaskocher
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Leistungsstarker Kocher mit winzigem Packmaß.

Primus MicronTrail Stove Reg. Piezo Gaskocher
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69,95 €
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Leistungsstarker Kocher mit praktischer Piezo-Zündung und Druckregulator.

Primus Essential Stove Set Gaskocher
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  • 2.3L
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Brennstoffsparender Brenner mit Windschutz inklusive 2 Töpfen und als Bratpfanne nutzbarem Deckel.

Primus Primetech Stove Set Gaskocher
Primus Primetech Stove Set Gaskocher
159,95 €
  • 2.3L
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Sparsamer Gaskocher mit integriertem Wärmetauscher und Anti-Haft-Beschichtung.

Primus Powertrail Stove Piezo Reg. Duo Gaskocher
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94,95 €
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Leistungsstarker Gaskocher zur Speisenzubereitung für mehrere Leute.

GSI Pinnacle 4 Seasons Stove Gaskocher
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Kompakter leichter und hoch effizienter Gaskocher.

GSI Pinnacle Canister Stove Gaskocher
GSI Pinnacle Canister Stove Gaskocher
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Optimus Crux Gaskocher mit Weekend HE Kochset
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Superleichtes, kompaktes Kochsystem mit leistungsstarkem Gaskocher und Geschirr

Optimus Crux Lite Gaskocher
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Extrem leichter Gaskocher mit hoher Leistung

Primus Tupike Stove Kit Gaskocher
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Hochwertiger Gaskocher mit Packtasche

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Primus Onja Stove Campingkocher
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Kompakter Zweiflammenkocher mit praktischem Umhängegurt und Schneidbrett aus Eichenholz.

Primus Onja Sove Duo Campingkocher
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Edelrid Kiro Ti Gaskocher
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Primus Lite XL Kocher
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Primus Lite Kocher
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99,95 €
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Primus Express Spider II Kocher
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Einer der leichtesten Kocher mit Schlauchanschluss

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Gaskocher im Outdoorsport – eine Kaufberatung

An was denkt Ihr beim Stichwort "Gaskocher"? Freunde luxuriösen Campings haben mehrflammige Komfort-Kocher mit Abdeckhaube im Sinn, gewichtsbewusste Leichtbaufetischisten denken hingegen an ein Leichtgewicht mit minimalem Packmaß, das in jeder Rucksacktasche mühelos Platz findet. Gaskocher gibt es eben viele und die Auswahl ist entsprechend schwer. In unserer Kaufberatung erläutern wir, auf was beim Kauf eines Gaskochers zu achten ist!

1. Warum eigentlich Gas?

Gaskocher und Gas-Sorten gibt es inzwischen für die verschiedensten Einsatzgebiete. | Foto: Optimus
Gaskocher und Gas-Sorten gibt es inzwischen für die verschiedensten Einsatzgebiete. | Foto: Optimus

Diese Frage ist im Grunde schnell zu beantworten: Gaskocher arbeiten unter den meisten Bedingungen sehr effizient und absolut rückstandsfrei. Wer jemals mit rußenden und stinkenden Benzinkochern, leckenden Spirituskochern oder schlecht justierbaren Petroleumkochern hantiert hat, wird über die saubere, rückstandsfreie Arbeitsweise von Gaskochern hocherfreut sein. Auch bei niedrigeren Temperaturen arbeiten Gaskocher entgegen landläufigen Vorurteilen ausreichend effizient. So hat beispielsweise Primus spezielles Winter Gas im Programm, das bei Temperaturen bis -22 °C für eine ausgezeichnete Heizleistung sorgt.

Gaskocher arbeiten zudem extrem zuverlässig, sind leicht und sicher zu bedienen und - zumindest bei den hochwertigen Modellen - ebenso leicht zu justieren und zu reinigen. Wer, wie der Autor dieser Zeilen, mit einfacher gestrickten Benzinkochern noch vor wenigen Jahren das Problem hatte, dass die Ravioli aus dem Campingtopf entweder lauwarm oder schwarz verkohlt waren - für den ist ein gut regulierbarer Gaskocher die perfekte Wahl!

2. Welche Typen von Gaskochern gibt es?

Wie gesagt, es gibt unterschiedliche Vorstellungen davon, was unter einem Gaskocher zu verstehen ist und was einen Gaskocher auszeichnet. Es lassen sich vier verschieden Gaskocher-Typen einteilen, die genauer erläutert werden:

Typ A: Mehrflammige Gaskocher für komfortbewusste Camper

Wer beim Kochen im Freien auf maximalen Komfort setzt, kommt um die luxuriöseste Gaskocher-Variante nicht herum. Sie ersetzt im Freien quasi den Küchenherd und ist - zumindest wenn man ihn auf einen Tisch stellt - auch fast so komfortabel zu bedienen. Packmaß und Gewicht sind in der Regel recht hoch - perfekt also für Outdoor- und Campingfans, die ihr Ziel mit einem Auto ansteuern. Mehrflammige Gaskocher sind in verschiedenen Qualitäten erhältlich, die sich meist in den verwendeten Materialien und der technischen Ausstattung niederschlagen. Wer einfach nur einen gut funktionierenden mehrflammigen Kocher für einen günstigen Preis erwerben möchte, ist zum Beispiel mit dem Campingaz Base Camp Kocher gut bedient. Er ist robust, leicht zu bedienen - allerdings nur für die Benutzung mit blauen Gasflaschen mit reinem Butan geeignet!

Noch mehr Luxus bietet beispielsweise der Chef Cooker 3-Burner Stove von Outwell, der mit seinen beiden Gasringen, dem separierten Grillbereich, Piezozündung und unabhängigen Gasreglern zur Einstellung verschiedener Kochtemperaturen für maximalen Kochkomfort sorgt. Primus hat darüber hinaus mit dem Onja einen besonders stylishen "Lifestyle"-Mehrflammenkocher im Programm, der auch bei Koch-Ausflügen in den Stadtpark eine gute Figur macht. Sein geradliniges Design und die aufgeräumte Optik sorgen für einen bestechenden Look, wie man ihn bisher von mehrflammigen Outdoor-Kochern nicht kannte. Auch bei mehrflammigen Standkochern hat Primus ordentlich "Gas gegeben" und mit dem Tupike ein Modell im Sortiment, dass in Sachen Performance und Style schwer zu übertreffen ist.

Vorteile mehrflammiger Gaskocher:

  • hoher Wirkungsgrad
  • komfortable Bedienung
  • kippsicherer Stand

Nachteile mehrflammiger Gaskocher:

  • schwer und groß, im Grunde nur für den Transport im KFZ geeignet
  • große, flache Unterlage zum Betrieb unbedingt erforderlich
  • je nach Typ nur für die Verwendung mit großen Gasflaschen geeignet
Primus Tupike: Ein mehrflammiger Gaskocher für hohe Ansprüche. | Foto: Primus
Primus Tupike: Ein mehrflammiger Gaskocher für hohe Ansprüche. | Foto: Primus

Typ B: Gaskocher-Komplettsysteme mit integriertem Windschutz, Topf und/oder Tasse

Dieser Typ eignet sich ideal für Outdoor-Freunde, die einen Kocher mit einem  möglichst hohen Wirkungsgrad suchen. Die Vorteile dieser Konstruktion liegen auf der Hand: Diese Kocher verfügen im Vergleich zu anderen Typen über einen ausgezeichneten Windschutz. Zudem rangiert die Wärmeübertragung durch die häufig angewendete Lamellenkonstruktion auf höchstem Niveau. Wo bei kleinen Pocket-Kochern mangels Abschirmung der Wind pfeift, geht hier kaum Hitze verloren. Zudem wird wertvolles Packvolumen eingespart - der Kocher lässt sich maximal platzsparend in Topf/Tasse integrieren. Jetboil und auch Primus sind Vorreiter in diesem Kochersegment und haben Kocher wie den MiniMo oder den Lite entworfen. Diese Kocher eignen sich in erster Linie für Sologeher oder Duos, da die mitgelieferten Töpfe und/oder Tassen selten eine Versorgung größerer Gruppen zulassen.

Vorteile von Gaskocher-Komplettsystemen:

  • extrem hoher Wirkungsgrad
  • kompaktes Packmaß durch integriertes Geschirr
  • unempfindlich gegen Wind

Nachteile von Gaskocher-Komplettsystemen:

  • im Vergleich zu Kompaktkochern etwas klobig
  • nur für den Solo-Einsatz oder für Kleingruppen geeignet
  • Einschränkungen bei der Verwendung mit Geschirr von Fremdherstellern
Primus Lite: Kompaktes Kochsystem mit perfekter Wärmeübertragung und Windschutz. | Foto: Primus
Primus Lite: Kompaktes Kochsystem mit perfekter Wärmeübertragung und Windschutz. | Foto: Primus

Typ C: Kompaktkocher

1. Standard-Kompaktkocher

Campingaz Bleuet 206: Günstiges Arbeitspferd. | Foto: Campingaz
Campingaz Bleuet 206: Günstiges Arbeitspferd. | Foto: Campingaz

Einflammige, kompakte Gaskocher sind die Klassiker unter den Outdoor-Gaskochern. Sie sind unkompliziert zu bedienen und dabei zuverlässig und wartungsarm. Im Laufe der Jahre - schließlich gibt es einigermaßen kompakte Gaskocher schon seit den 1970er Jahren -  wurde viel an ihnen getüftelt und gefeilt. Herausgekommen sind schließlich zuverlässige Geräte, die auch anspruchsvolle Outdoorfans begeistern werden. Liegt der Fokus also auf Zuverlässigkeit, ist man bei diesen Kochern gut aufgehoben!

Ein klassischer Vertreter dieser Produktkategorie ist der Express Duo Stove von Primus. Er punktet mit einer zuverlässigen Piezo-Zündung, einer standfesten Topfauflage und einem ausgezeichneten Wirkungsgrad. Ein weiterer Klassiker mit unkomplizierter Bedienung ist der Bleuet 206 von Campinggaz. Der 370 Gramm schwere Kocher wird mit Stechkartuschen betrieben und bietet einen ausgezeichneten Windschutz. Mit einem Nachteil müssen Nutzer des Bleuet 206 allerdings leben: Die Stechkartusche lässt sich nach dem Anzapfen nicht mehr abnehmen - der Kocher kann also in Sachen Packmaß mit der Konkurrenz nicht mithalten!

In der Regel eignen sich Standard-Kompaktkocher übrigens für Sologeher und Gruppen bis maximal vier Personen. Ist man in einer größeren Gruppe unterwegs, ist der Kauf eines zweiten Kochers abzuwägen.

Vorteile von Standard-Kompaktkochern:

  • extrem zuverlässig
  • unkomplizierte Handhabung
  • wartungsarm

Nachteile von Standard-Kompaktkochern:

  • im Vergleich zu Komplettsystemen geringere Effizienz
  • bei einzelnen Modellen vergleichsweise hohes Gewicht

2. Einflammige Gaskocher mit externer Zuleitung

Primus Gravity mit externer Zuleitung: Optimale Leistung auch bei Kälte. | Foto: Primus
Primus Gravity mit externer Zuleitung: Optimale Leistung auch bei Kälte. | Foto: Primus

Einflammige Gaskocher mit externer Zuleitung wie der Primus Gravity III haben den entscheidenden Vorteil, dass sie im Gegensatz zu Kochern, die direkt auf die Kartusche geschraubt werden, über einen deutlich stabileren Stand verfügen. Da der Brennerkopf nicht direkt auf die Kartusche geschraubt, sondern mit einem Schlauch mit dieser verbunden wird, reduziert sich die Gefahr eines Umfallens während des Kochvorgangs entscheidend.

Darüber hinaus umgeht man mit der externen Zuleitung die Gefahr, dass der Kocher bei niedrigen Temperaturen nicht mehr zuverlässig arbeitet. Geht es auf die Nullgrad-Grenze zu oder sinken die Temperaturen gar in den Minusbereich, kann man durch die geschickte Positionierung des Zuleitungsschlauchs das Gas auf dem Weg Richtung Kocher erwärmen und so für einen optimierten Brennvorgang sorgen. Einzelne Hersteller bieten sogar die Option, die Gaskartusche unter Zuhilfenahme spezieller Ständer "auf den Kopf" zu stellen. Somit wird speziell bei niedrigen Temperaturen auch das letzte aus den Gaskartuschen herausgeholt!

Vorteile einflammiger Gaskocher mit externer Zuleitung:

  • kippsicher durch niedrigen Schwerpunkt
  • oftmals besserer Windschutz als bei herkömmlichen Kochern
  • perfekte Ausnutzung des Brennstoffvorrats

Nachteile einflammiger Gaskocher mit externer Zuleitung:

  • höheres Packmaß als bei Kompaktkochern
  • etwas höheres Gewicht als bei Kompaktkochern

3. Extrem leichte Gaskocher für Gewichtsfüchse

Eifel Outdoor Equipment (EOE) Lithium: Mit nur 44 Gramm einer der leichtesten Kocher auf dem Markt. | Foto: EOE
Eifel Outdoor Equipment (EOE) Lithium: Mit nur 44 Gramm einer der leichtesten Kocher auf dem Markt. | Foto: EOE

Der Ausrüstungs-Leichtbau hat natürlich auch vor den Gaskochern nicht Halt gemacht! Legt man also Wert auf ein möglichst leichtes Kochergewicht, ist ein Mini-Gaskocher das Mittel der Wahl. Denn kein anderer Kochertyp lässt sich derart minimalistisch konstruieren.

Ein Paradebeispiel für diesen Typ Kocher stellt der MSR PocketRocket dar, ein nur 85 Gramm schwerer Winzling, den MSR sogar noch zum lediglich 73 Gramm schweren Micro Rocket optimiert hat. Doch auch andere Hersteller haben Gas-Leichtgewichte im Sortiment, allen voran Eifel Outdoor Equipment mit dem Lithium, der mit seinen 44 Gramm im Bergzeit-Sortiment den Spitzenplatz einnimmt, auch Primus hat mit dem lediglich 72 Gramm schweren Primus Express Ti einen würdigen Vertreter dieser Kategorie im Programm.

Vorteile von extrem leichten Gaskochern:

  • extrem kleines Packmaß
  • minimales Gewicht

Nachteile von extrem leichten Gaskochern:

  • minimalistischer bis nicht vorhandener Windschutz
  • damit einhergehend niedrige Effizienz
  • zum Teil extrem kleine Auflagefläche für den Topf

Tipp: Wer Effizienz und Gewicht gleichermaßen im Auge behalten möchte, ist auch mit den folgenden Kompakt-Kochern gut beraten: Soto Micro Regulator Stove (73 Gramm) oder Optimus Crux (83 Gramm). Beide verfügen über einen etwas größeren Brennerkopf, der die Hitze besser verteilt, für kürzere Kochzeiten sorgt und darüber hinaus unempfindlicher gegen Wind ist! Darüber ist speziell bei minimalistischen Gaskochern die Verwendung eines Windschutzes anzuraten.

Typ D: Multifuelkocher, die mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden können

Multifuel-Kocher wie der Edelrid Hexon können mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden. | Foto: Edelrid
Multifuel-Kocher wie der Edelrid Hexon können mit verschiedenen Brennstoffen betrieben werden. | Foto: Edelrid

Unter den Gaskochern gibt es eine Reihe von Mehrstoffkochern, die auch mit anderen Brennstoffarten betrieben werden können. Sie eignen sich für Nutzer, die im Vorhinein nur schwer sagen können, wohin sie der Weg führen wird - ob sie also an Outdoor-Fachgeschäften und Tankstellen vorbei kommen oder eher nicht. Klassisches Beispiel für diesen Kochertyp ist der Primus Multifuel III, der mit Gas, Benzin, Petroleum, Diesel, Kerosin und Flugbenzin betrieben werden kann. Ein weiterer Vertreter dieser Kocherart ist der Optimus Polaris oder auch der Edelrid Hexon. Andere Gaskocher wie der Primus Gravity III lassen sich auch nachträglich zu Multifuel-Kochern umrüsten.

Vorteile von Multifuelkochern:

  • für verschiedene Brennstoffe geeignet
  • unproblematische Brennstoffbeschaffung
  • je nach Bauart auch für die Versorgung von Kleingruppen geeignet

Nachteile von Multifuelkochern:

  • aufwändige, vergleichsweise schwere Konstruktion
  • je nach Brennstoff variierender Wirkungsgrad
  • bei Verwendung anderer Brennstoffe als Gas mitunter wartungsaufwändig

3. Welche Kartuschen gibt es?

Gaskocher ist nicht gleich Gaskocher - und Gas ist nicht gleich Gas. Gas für Campingkocher gibt es je nach Anwendungsbereich in verschiedenen Mischungen. Von Primus gibt es beispielsweise drei verschiedene Gasmischungen: Power Gas, Summer Gas und Winter Gas. Die drei Mischungen sind für unterschiedliche Temperaturbereiche optimiert: Power Gas eignet sich für Frühjahr, Sommer und Herbst sowie Temperaturen bis -15°C, Summer Gas für höhere Temperaturen ab +15°C und Winter Gas für Wintertouren bis -22°C.

Darüber hinaus sind Gaskartuschen mit verschiedenen Füllmengen erhältlich. Wer nur eine Zweitagestour oder ein Biwak plant, kommt mit einer Gaskartusche mit nur 100 Gramm Inhalt aus. Die Winzlings-Kartuschen lassen sich unkompliziert verpacken, der Durchmesser entspricht ungefähr einer 200 Milliliter-Tasse. Weitere übliche Größen sind 230 Gramm und 450 Gramm - der Inhalt kann je nach Hersteller leicht variieren. 450 Gramm-Kartuschen lohnen sich nur, wenn man eine längere Mehrtagestour plant, viele hungrige Bergsteiger bekochen muss oder es einem schlichtweg egal ist, wie große die Kartusche ist, die man im Rucksack mitschleppt.

Für einen Gaskocher - hier ein Primus Tupike - spricht viel, trotzdem sollte man sich die Anschaffung gut durch den Kopf gehen lassen. | Foto: Primus
Für einen Gaskocher - hier ein Primus Tupike - spricht viel, trotzdem sollte man sich die Anschaffung gut durch den Kopf gehen lassen. | Foto: Primus

4. Wann (eventuell) kein Gaskocher?

Man sollte sich im Klaren sein, dass man für den Betrieb eines Gaskochers eines benötigt: Gas! Und das ist mit drei wichtigen Fragestellungen verbunden:

a) Wie versorge ich mich mit Gaskartuschen und wo sind sie erhältlich?

Benzin bekommt man (fast) überall, Spiritus oder Petroleum sind ebenfalls nicht allzu schwierig zu organisieren. Gas hingegen ist speziell in den für kompakte Campingkocher gängigen Kartuschen bis 450 g Größe kein "Standardgut" und wird meist nur in Outdoorläden verkauft. Die stehen in deutlich geringerer Anzahl zur Verfügung als beispielsweise Tankstellen. Im Zweifelsfall also lieber zu einem Mehrstoffkocher greifen!

b) Arbeitet mein Gaskocher mit einer Schraub- oder Stechkartusche?

Viele Gaskocher-Fans kennen das Problem: man steht im Laden vor dem Schrank mit den Kartuschen - und es gibt nur Stechkartuschen. Die sind zwar günstig, aber nutzlos, wenn man einen Kocher eines anderen Herstellers besitzt, der nur über einen Schraubanschluss verfügt. Zwar gibt es Adapter, mit denen Stechkartuschen an einem Gewinde-Gaskocher befestigt werden können - nicht jeder hat jedoch einen solchen Adapter im Gepäck. Daher sollte man sich speziell vor längeren Touren informieren, wo und ob passende Gaskartuschen erhältlich sind.

c) Müllproblem

Gas verbrennt zwar im Gegensatz zu Benzin oder Petroleum nahezu rückstandsfrei und geruchlos. Was jedoch nach dem Kochvorgang übrig bleibt, ist die leere Metallkartusche. Diese kann zum einen nicht einfach in der Natur zurückgelassen werden und nimmt zum anderen auch im leeren Zustand wertvollen Raum im Rucksack weg. Speziell bei Mehrtagestouren oder Weitwanderungen sollte man diesen Faktor berücksichtigen!

Hinweis: Diese Nachteile von Gaskochern sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass Gaskocher speziell für Einsteiger die am besten geeignete Kocherart sind. Ihre Handhabung ist einfacher und sicherer als bei Benzin- oder Spirituskochern!

In diesem Sinne wünschen wir allen angehenden Camping-Köchen gutes Gelingen und vor allem guten Appetit!

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